Choräle und Melodien
Index H
Entdecken Sie Melodien und Choräle, die mit dem Buchstaben H beginnen. Die angebotenen Musik-Videos sind Interpretationen des Kirchenmusikers Michael Blessing: Sie können finden diese auch auf YouTube und dem Kanal Orgelwerkstatt
Übersicht
Hark the Glad Sound! The Saviour comes
Herr, send herab uns deinen Sohn
Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken
Halte zu mir, guter Gott
Das Lied „Halte zu mir, guter Gott“ ist ein modernes christliches Kinderlied im deutschsprachigen Raum. Das Lied entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Teil der sogenannten „Neuen Geistlichen Lieder“ (NGL) für Kinder. Der Text stammt von Rolf Krenzer, einem bekannten deutschen Autor von Kinder- und Jugendbüchern sowie Liedtexten. Die Melodie wurde komponiert von Ludger Edelkötter, der für seine eingängigen Kompositionen im Bereich der Kinder-Kirchenmusik geschätzt wurde.
Das Lied ist als „Kindermutmachlied“ konzipiert und wird häufig in Kindergärten, bei der Einschulung oder in Familiengottesdiensten gesungen. Es drückt das Grundvertrauen aus, dass Gott den Menschen im Alltag begleitet, unabhängig von der jeweiligen Situation. Es dient oft dazu, Kindern ein Gottesbild der Nähe und Geborgenheit zu vermitteln, anstatt eines fernen oder richtenden Gottes.
Hark the glad sound! The savior comes
In der Kirchenmusik ist die Melodie RICHMOND (auch bekannt unter dem Namen CHESTERFIELD) weit verbreitet. Sie wurde 1792 von Thomas Haweis komponiert wurde. Später kürzte Samuel Webbe Jr. und benannte sie nach seinem Freund Rev. Leigh Richmond. Der alternative Name „Chesterfield“ geht auf Lord Chesterfield zurück. Die Melodie wird klassischerweise für mit Texten wie „Hark the glad sound!“ oder „City of God, How Broad and Far“ genutzt. Letzteres Kirchenlied „Hark the glad sound!“ ist ein bedeutender Adventshymnus der englischsprachigen Welt. Der Text greift zentrale Motive aus Jesaja 61, 1-2 und dem Evangelium nach Lukas auf: Die Befreiung der Gefangenen, die Heilung der Zerbrochenen und das Verkünden einer frohen Botschaft für die Armen.
Liedtext:
Hark the glad sound! The savior comes,
The Savior promised long;
Let ev'ry heart prepare a throne
And ev'ry voice a song.
He comes the pris'ners to release,
in Satan's bondage eld.
The gates of brass before Him burst,
The iron fetters yield.
Michael Burkhardt hat hierfür eine Choral-Improvisation komponiert:
Hark! The herald angels sing
Das bekannte Weihnachtslied „Hark! The herald angels sing“ (deutsch meist: Hört! Die Engel singen) hat eine komplexe Entstehungsgeschichte, bei der Text und Melodie ursprünglich nicht füreinander bestimmt waren. Der Text wurde 1739 von Charles Wesley, einem Mitbegründer der methodistischen Bewegung, verfasst. Die heute bekannte Fassung („Hark! The herald angels sing / Glory to the newborn King“) stammt von George Whitefield, einem Freund Wesleys, der den Text 1753 anpasste. Die Melodie stammt von Felix Mendelssohn Bartholdy. Er komponierte sie den Chor seines Werks Festgesang zum Gutenbergfest, das zur 400-Jahr-Feier der Erfindung des Buchdrucks in Leipzig uraufgeführt wurde.
Lutheran Service Book: LSB 380
Liedtext:
Hark! The herald angels sing,
"Glory to the newborn King;
Peace on earth and mercy mild,
God and sinners reconciled!"
Joyful, all ye nations, rise,
Join the triumph of the skies;
With the angelic host proclaim,
"Christ is born in Bethlehem!"
Erleben Sie hier eine zeitgenössische Bearbeitung dieses bekannten Kirchenliedes für die Orgel. Zu hören ist eine moderne Choralbearbeitung des US-amerikanischen Komponisten Michael Helman, gespielt von Michael Blessing an der Gloria Optimus 3.47.
He is arisen! Glorious Word
Das Osterlied „He Is Arisen! Glorious Word“ ist im amerikanischen Lutheran Service Book unter der Nummer LSB 488 zu finden. Der Text basiert ursprünglich auf dem dänischen Osterhymnus „Han er opstanden! Store Bud!“, den die Dichterin Birgitte Katerine Boye im Jahr 1778 verfasste. Im frühen 20. Jahrhundert übersetzte der Theologe George Alfred Taylor Rygh dieses dänische Werk schließlich in die englische Sprache. Musikalisch ist das Kirchenlied eng mit der berühmten deutschen Melodie von Philipp Nicolais „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ verknüpft. Inhaltlich feiert die prägnante Strophe die Auferstehung Jesu Christi am Ostermorgen als das zentrale Heilsereignis des christlichen Glaubens. Der Text betont voller Freude, dass Gott durch das Opfer seines Sohnes mit der Menschheit versöhnt wurde und die Pforten des Himmels nun für alle weit geöffnet sind. Schließlich verkündet das Lied den endgültigen Triumph über den Tod sowie die Zerstörung von Satans Waffen als eine überaus lebensspendende Botschaft.
Katholisches Gotteslob: GL 357 "Wie schön leuchtet der Morgenstern"
Evangelisches Gesangbuch: EG 70 "Wie schön leuchtet der Morgenstern"
Lutheran Service Book: LSB 488
Liedtext:
He is arisen! Glorious Word!
Now reconciled is God, my Lord;
The gates of heav'n are open.
My Jesus did triumphant die,
And Satan's arroww broken lie,
Destroyed hell's fiercest weapon.
O hear what cheer!
Christ victorious,
Rising glorious,
Life is giving,
He was dead but now is living!
Choralvorspiel
Komponist: Hans-André Stamm
Literatur: 20 Choralvorspiele für die Advents- und Weihnachtszeit
Hear us, Father, when we pray
Das Kirchenlied „Hear Us, Father, When We Pray“ ist unter der Nummer LSB 773 im amerikanischen Lutheran Service Book verzeichnet. Der Text wurde von dem US-amerikanischen Theologen und Autor Chad L. Bird verfasst und im Zuge der Veröffentlichung des Gesangbuchs im Jahr 2006 herausgebracht. Musikalisch greift das Werk auf die barocke deutsche Melodie von „Morgenglanz der Ewigkeit“ zurück, die auf das Geist-reiche Gesang-Buch aus Halle von 1704 zurückgeht. Inhaltlich entfaltet das Lied ein tiefgründiges, trinitarisches Gebet, das die Gläubigen dazu aufruft, Gott durch den Sohn und im Heiligen Geist anzurufen. Es thematisiert einfühlsam die menschliche Schwachheit im Gebet und spendet Trost mit dem Gedanken, dass der Geist selbst mit unaussprechlichem Seufzen für die Betenden eintritt, wenn diesen die Worte fehlen. Zudem wird Jesus Christus als himmlischer Fürsprecher dargestellt, der die unvollkommenen Bitten der Menschen reinigt und auf den Thron des Vaters legt. Die Strophen schließen mit dem Wunsch ab, dass die Gebete wie wohlriechender Weihrauch zu den himmlischen Wohnungen aufsteigen mögen.
Lutheran Service Book: LSB 773: "Hear us Father, when we pray"
Evangelisches Gesangbuch: EG 540: "Kündet allen in der Not"
Katholisches Gotteslob: GL 221 "Kündet allen in der Not"
Katholisches Gotteslob: GL 84 "Morgenglanz der Ewigkeit"
Erwin Horn, ein zeitgenössischer deutscher Komponist, hat eine vorzügliche Choralbearbeitung für das deutsche Adventslied "Kündet allen in der Not" entwickelt:
Herbei, o ihr Gläubigen
Das Weihnachtslied „Herbei, o ihr Gläub’gen“ basiert auf dem lateinischen Hymnus „Adeste fideles“, dessen feierliche Melodie auf das 18. Jahrhundert zurückgeht. Die für das evangelische Gesangbuch prägende deutsche Übersetzung wurde im Jahr 1823 von dem Theologen Friedrich Heinrich Ranke verfasst. In insgesamt vier Strophen fordert das Lied die Gläubigen auf, sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe nach Bethlehem zu machen. Der theologische Kern thematisiert dabei die Menschwerdung Gottes und mündet im gemeinsamen Gesang mit den Engeln. Jede Strophe schließt mit dem charakteristischen, dreimal wiederholten Refrain „O lasset uns anbeten den König!“. International erlangte das Lied vor allem in seiner englischsprachigen Fassung als „O Come, All Ye Faithful“ weltweite Bekanntheit.
Evangelisches Gesang: EG 45
Liedtext:
Herbei, o ihr Gläub’gen, fröhlich triumphieret,
o kommet, o kommet nach Bethlehem!
Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König, den Herrn!
Du König der Ehren, Herr der ganzen Schöpfung,
hast dich nicht gescheut, eine Jungfrau zu wählen;
Gott, wahrer Gott von Ewigkeit geboren!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König, den Herrn!
Der berühmte Weihnachtshymnus entfaltet an der Orgel vollen Glanz – zu hören in abwechslungsreichen Einspielungen und Fest-Fantasien von Hans-André Stamm, Lambert Kleesattel und Michael Helman. Diese finden Sie unter der Melodie "Adeste fideles".
Herr Gott, wir danken Dir
Das Kirchenlied „Herr Gott, wir danken dir“ ist ein fester Bestandteil der christlichen Liedtradition und im Evangelischen Gesangbuch zu finden. Der tiefgründige Text wurde im Jahr 1648 von dem bedeutenden deutschen Dichter Johann Franck verfasst. Für die feierliche Melodie zeichnete der bekannte Komponist Johann Crüger im Jahr 1651 verantwortlich. Das Lied drückt in seinen Versen einen tiefen Dank für Gottes Beistand, Schutz und die Bewahrung in schweren Zeiten aus. Thematisch spiegelt das Werk die Erleichterung und das Gottvertrauen der Menschen direkt nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wider. Durch die enge Verbindung von Francks Worten und Crügers Tonsatz entstand ein kraftvoller Gemeindegesang, der Trost und Hoffnung spendet.
Evangelisches Gesangbuch: EG 607
Die Orgelwerke zu diesem Choral finden Sie unter dem Choral "Nun danket alle Gott".
Herr, ich bin dein Eigentum
Das im 18. Jahrhundert von Balthasar Münter verfasste und später von Georg Thurmair überarbeitete Kirchenlied thematisiert die bedingungslose Zugehörigkeit des Menschen zu Gott. Der Text spiegelt das tiefe Vertrauen in die göttliche Führung wider und konfrontiert den Singenden gleichzeitig mit dem Gedanken an das Jüngste Gericht sowie der Rechenschaft vor dem Schöpfer. Musikalisch getragen wird der Choral von einer barocken Melodie, die historisch Johannes Rosenmüller zugeordnet und in Dresden weiterentwickelt wurde. Dieselbe Weise findet auch im bekannten Bußlied „Straf mich nicht in deinem Zorn“ Verwendung und unterstreicht den ernsten Charakter der Zeilen. Heute ist das Werk als fester Bestandteil des katholischen Gesangbuchs Gotteslob unter der Nummer 435 weit verbreitet.
Katholisches Gotteslob: GL 435
Evangelisches Gesangbuch: EG 387 "Mache dich, mein Geist, bereit"
Liedtext
Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir's gegeben.
Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht, du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich in die Hand geschrieben, ewig mich zu lieben.
Lehr mich in der Erdenzeit als ein Fremdling leben,
nach des Himmels Herrlichkeit herzlich heimzustreben.
Und mein Zelt in der Welt mag ich leicht verlassen, dich, Herr, zu umfassen.
Choralbearbeitung
Komponist: Franz Reithmeier
Literatur: Choralbearbeitungen Band 1
Herr, send herab uns deinen Sohn
Das Adventslied „Herr, send herab uns deinen Sohn“ ist eine poetische Zusammenfassung der sogenannten O-Antiphonen, die traditionell in der katholischen Vesper in der Woche vor Weihnachten gesungen werden. Der heutige Text basiert auf Übertragungen der lateinischen O-Antiphonen von David Gregor Corner (1631) und Heinrich Bone (1847). Die endgültige Fassung für das Einheitsliederbuch entstand um 1970. Die Melodie im Gotteslob stammt von Thomas Helmore (1856), der sie aus einer franziskanischen Melodie des 15. Jahrhunderts ableitete. Im englischsprachigen Raum ist sie als „O Come, O Come, Emmanuel“ weltbekannt.
Das Lied gilt als „kirchlicher Countdown“ auf Weihnachten zu. In der gottesdienstlichen Praxis wird das Lied besonders ab dem 17. Dezember eingesetzt, da an diesem Tag die sieben Tage der O-Antiphonen beginnen.
Katholisches Gotteslob: GL 222
Lutheran Service Book: LSB 357
Liedtext:
Herr, send herab uns deinen Sohn,
die Völker harren lange schon.
Send ihn, den du verheißen hast,
zu tilgen unsrer Sünden Last.
O Weisheit aus des Höchsten Mund,
die du umspannst des Weltalls Rund
und alles lenkst mit Kraft und Rat:
komm, weise uns der Klugheit Pfad.
O Adonai, du starker Gott,
du gabst dem Mose dein Gebot
auf Sinai im Flammenschein:
streck aus den Arm, uns zu befrein.
Orgelbearbeitung
Komponist: Gene Roberson
Literatur: O come, o come Emmanuel
Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken
Das tiefgründige Passionslied „Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken“ ist im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 91 zu finden. Der eindringliche Text wurde im Jahr 1757 von dem berühmten Dichter und Aufklärungstheologen Christian Fürchtegott Gellert verfasst. Als musikalische Grundlage dient eine feierliche Melodie von Johann Crüger, die ursprünglich bereits aus dem Jahr 1640 stammt. Inhaltlich führt das Lied den Betenden in eine persönliche, stille Betrachtung des Kreuzesweges und des stellvertretenden Opfers Jesu Christi. Es thematisiert die tiefe Reue über die eigenen Verfehlungen sowie den unerschütterlichen Dank für Gottes unendliche Liebe und Gnade. Durch diese intensive theologische Auseinandersetzung gilt das Werk als einer der Kerngegesänge für die Passionszeit und den Karfreitag. Da die Urheber des Liedes bereits seit Jahrhunderten verstorben sind, gehört das Werk vollständig zum gemeinfreien Kulturgut.
Evangelisches Gesangbuch: EG 91
Die Musikvideos finden Sie unter dem Choral "Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen".
Herzliebster Jesu
Das Lied „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ ist eines der bedeutendsten Passionslieder des Barock. Der Text wurde 1630 von dem schlesischen Pfarrer und Dichter Johann Heermann (1585–1647) verfasst. Er gilt als ein Hauptvertreter des „persönlichen“ Kirchenliedes. Die heute bekannte Weise wurde 1640 von dem Berliner Kantor Johann Crüger (1598–1662) komponiert. Sie zeichnet sich durch eine karge, aber tief empfundene Melodik aus, die perfekt zur klagenden Stimmung der Passion passt. Das Lied thematisiert das Leiden Jesu aus einer sehr persönlichen Perspektive. Der Beter stellt zu Beginn die Frage nach der Schuld Jesu, um sie im Verlauf des Liedes radikal auf sich selbst zu beziehen: „Ach, meine Sünden haben dich geschlagen“. Das Lied erlangte weltweite Bekanntheit vor allem durch Johann Sebastian Bach, der es an zentralen Stellen in seiner Matthäus-Passion und seiner Johannes-Passion verwendete.
Katholisches Gotteslob: GL 290
Evangelisches Gesangbuch: EG 81
Evangelisches Gesangbuch: EG 91 "Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken"
Liedtext:
Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen,
dass man ein solch scharf Urteil hat gesprochen?
Was ist die Schuld, in was für Missetaten
bist du geraten?
Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,
ins Angesicht geschlagen und verhöhnet;
du wirst mit Essig und mit Gall getränket,
ans Kreuz gehenket.
Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen?
Ach, meine Sünden haben dich geschlagen;
Ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet,
was du erduldet.
Trio
Komponist: Dieter Blum
Literatur: Fastenzeitlieder Band 10
Choral-Bearbeitung
Komponist: Elizabeth Hill
Literatur: The Organist's companion
Prelude and Choral
Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: Ah, Holy Jesus (Six Lenten Hymn Improvisations)
Passionschoral
Komponist: Grimoaldo Macchia
Literatur: Zwei Choräle zur Passionszeit
Herz und Herz, vereint zusammen
Das bekannte Kirchenlied „Herz und Herz vereint zusammen“ (Nummer 251 im Evangelischen Gesangbuch) wurde 1725 von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf für die Herrnhuter Brüdergemeine verfasst. Die dazugehörige Melodie erschien 1738 im Herrnhuter Gesangbuch. Das Werk feiert die christliche Eintracht und den Zusammenhalt im Glauben, weshalb es bis heute bei Hochzeiten, Gemeindefesten und ökumenischen Anlässen gesungen wird. Als gemeinfreies Kulturgut gehört das Lied fest zur kirchlichen Tradition.
Katholisches Gotteslob: GL 280 "Singt dem König Freudenpsalmen"
Katholisches Gotteslob: GL 281 "Also sprach beim Abendmahle"
Evangelisches Gesangbuch: EG 251
Entdecken eine seltene Choral-Bearbeitungen im Stil der berühmten Toccata von Eugene Gigout. Wechseln Sie dazu bitte auf die Seite "Also sprach beim Abendmahle".
Holy God, we praise Thy Name
Das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ gilt als der „ökumenische Schlager“ schlechthin und wird bei festlichen Anlässen in fast allen christlichen Konfessionen gesungen. Verfasst wurde der Text 1771 von dem katholischen Priester Ignaz Franz (1719–1790). Er ist eine freie deutsche Nachdichtung des „Te Deum“, eines feierlichen lateinischen Lobgesangs aus dem 4. Jahrhundert. Die heute bekannte Weise entstand um 1774/1776 in Wien. Ihre heutige rhythmische Form erhielt sie maßgeblich durch die Bearbeitung von Heinrich Bone im Jahr 1852.
Das Lied ist ein feierlicher Lob- und Dankgesang an die Heiligste Dreifaltigkeit. Die ersten Strophen preisen Gott als Schöpfer, vor dem sich die ganze Welt und die himmlischen Heerscharen verneigen. Es folgt das christliche Glaubensbekenntnis zu Vater, Sohn und Heiligem Geist. Die abschließenden Strophen wandeln sich zum Gebet um Segen, Schutz und Führung für das Gottesvolk.
Katholisches Gotteslob: GL 380
Evangelisches Gesangbuch: EG 331
Lutheran Service Book: LSB 940
Liedtext:
Großer Gott, wir loben dich; Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.
Alles, was dich preisen kann, Kerubim und Serafinen,
stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh „Heilig, heilig, heilig“ zu.
Heilig, Herr Gott Zebaot! Heilig, Herr der Himmelsheere!
Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere
sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum.
Lassen Sie sich von den zahlreichen Werken zu diesem berühmten Choral begeistern, unter anderem mit Werken von Hans-André Stamm und Grimoaldo Macchia:
Choral-Concerti
Komponist: Joachim Roller
Literatur: Festliche Choralconcerti für Ein- und Auszug für Orgel
Hymn Improvisation
Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: Praise and Thanksgiving - Hymn Improvisations Set 4
Holz auf Jesu Schulter
Das Lied „Holz auf Jesu Schulter“ ist eines der bedeutendsten ökumenischen Kirchenlieder der Gegenwart, das besonders in der Passionszeit gesungen wird. Es stammt ursprünglich aus den Niederlanden („Met de boom des levens“). Der Text wurde 1963 von dem Priester und Dichter Willem Barnard verfasst. Der evangelische Theologe Jürgen Henkys schuf 1975 die heute bekannte deutsche Nachdichtung. Die Musik wurde von Ignace de Sutter komponiert. Sie orientiert sich an der Struktur eines gregorianischen Chorals und mündet in jeder Strophe in einen „Kyrie eleison“-Ruf.
Das Lied verknüpft auf poetische Weise das Leiden Christi am Kreuz mit der Hoffnung auf Auferstehung: das „Holz“ auf Jesu Schulter wird nicht nur als Last und Todeswerkzeug gesehen, sondern wandelt sich metaphorisch zum „Baum des Lebens“, der „gute Frucht“ bringt.
Katholisches Gotteslob: GL 291
Evangelisches Gesangbuch: EG 97
Hören Sie eine Meditation des deutschen Komponisten Thomas Riegler für dieses Lied:
Meditation
Komponist: Thomas Riegler
Literatur: Originelle Choralvorspiele für Gottesdienst und Konzert, Band 1
Hört der Engel helle Lieder
Das bekannte Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“ ist im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 54 zu finden. Es handelt sich dabei um die deutsche Übertragung des traditionellen französischen Weihnachtsliedes „Les anges dans nos campagnes“. Die heute im Gesangbuch abgedruckte deutsche Textfassung wurde im Jahr 1954 von der Autorin Maria Luise Thurmair verfasst. Musikalisch basiert das Werk auf einer eingängigen, fröhlichen Melodie aus Frankreich, die im 18. Jahrhundert entstand und im 19. Jahrhundert gedruckt wurde. Ein zentrales Merkmal des Liedes ist der mitreißende, lateinische Refrain „Gloria in excelsis Deo“, der die Geburt Jesu feiert. Inhaltlich greift der Text die biblische Weihnachtsgeschichte auf und beschreibt den jubelnden Gesang der Engel auf dem Feld von Bethlehem. Da die Melodie traditionell überliefert ist und der deutsche Text die gesetzliche Schutzfrist erfüllt, wird das Lied in dieser Form weltweit in der Weihnachtszeit gesungen.
Katholisches Gotteslob: GL 250: "Engel auf den Feldern singen"
Katholisches Gotteslob: GL 262 "Sehr ihr unsern Stern dort stehen"
Evangelisches Gesangbuch: EG 54 "Hört der Engel helle Lieder"
Lutheran Service Book: LSB 368 "Angels we have heard on high"
Die Musikvideos finden Sie unter dem Choral "Engel auf den Feldern singen"