Choräle und Melodien
Index K

Komm, du Heiland aller Welt

Das Lied „Komm, du Heiland aller Welt“ ist einer der ältesten und bedeutendsten Hymnen der christlichen Kirche für die Adventszeit. Es ist die deutsche Fassung des lateinischen „Veni redemptor gentium“: der Text wurde im 4. Jahrhundert vom Kirchenvater Ambrosius von Mailand verfasst. Die heute bekannteste Übertragung stammt von Martin Luther aus dem Jahr 1524. Luther schuf mit "Nun komm, der Heiden Heiland" eines der ersten evangelischen Adventslieder, um die Gemeinde aktiv in den Gottesdienst einzubinden. Die heute im Gotteslob gebräuchliche Text-Fassung trägt den Titel „Komm, du Heiland aller Welt“ und stammt vom Schweizer Hymnologen Markus Jenny aus dem Jahr 1971. Die Melodie basiert auf einer mittelalterlichen Weise (Einsiedeln, 12. Jahrhundert), die Luther für den deutschen Text bearbeitete und rhythmisierte. Das Lied thematisiert das Wunder der Menschwerdung Gottes (Inkarnation): so ist ein zentrales Thema die Jungfrauengeburt, was als Zeichen göttlicher Macht und nicht menschlichen Willens gedeutet wird. Es schildert den Weg Christi vom Vater in die Welt, hinunter in die Hölle und zurück zur Rechten Gottes – ein vollständiger Umriss der christlichen Heilslehre.

Katholisches Gotteslob: GL 227
Evangelisches Gesangbuch: EG 4 ("Nun komm, der Heiden Heiland") 

Choral

Komponist: Grimoaldo Macchia
Literatur: Four Christmas Chorales

Choralvorspiel

Komponist: Thomas Riegler
Literatur: Originelle Choralvorspiele Band 2

Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist

Das Lied „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft“ ist eines der bekanntesten deutschsprachigen Kirchenlieder für das Pfingstfest. Es handelt sich dabei um eine neuzeitliche Übertragung des berühmten lateinischen Hymnus „Veni creator spiritus“ aus dem neunten Jahrhundert. Die bis heute gebräuchliche deutsche Textfassung wurde im Jahr 1969 von dem katholischen Priester und Theologen Friedrich Dörr verfasst. Unterlegt ist der Text mit einer feierlichen Melodie, deren Ursprung in Kempten um das Jahr 1000 liegt. Inhaltlich ruft das Lied den Heiligen Geist als Schöpfer, Tröster und Beistand an, der die Menschen mit göttlicher Kraft erfüllen soll. Aufgrund dieses tiefen Bittcharakters wird der Gesang besonders häufig zu Pfingsten, bei Firmungen oder zu Beginn wichtiger kirchlicher Versammlungen angestimmt.

Evangelisches Gesangbuch: EG 126

Katholisches Gotteslob: GL 342 "Komm Heilger Geist, der Leben schafft"

Katholisches Gotteslob: GL 341 "Veni, creator Spiritus"

 

Variation 3

Komponist: Denis Bédard
Literatur: Huit Invocations pour orgue

Komm, Heilger Geist, der Leben schafft

Das Lied „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft“ ist eines der bekanntesten deutschsprachigen Kirchenlieder für das Pfingstfest. Es handelt sich dabei um eine neuzeitliche Übertragung des berühmten lateinischen Hymnus „Veni creator spiritus“ aus dem neunten Jahrhundert. Die bis heute gebräuchliche deutsche Textfassung wurde im Jahr 1969 von dem katholischen Priester und Theologen Friedrich Dörr verfasst. Unterlegt ist der Text mit einer feierlichen Melodie, deren Ursprung in Kempten um das Jahr 1000 liegt. Inhaltlich ruft das Lied den Heiligen Geist als Schöpfer, Tröster und Beistand an, der die Menschen mit göttlicher Kraft erfüllen soll. Aufgrund dieses tiefen Bittcharakters wird der Gesang besonders häufig zu Pfingsten, bei Firmungen oder zu Beginn wichtiger kirchlicher Versammlungen angestimmt.

Katholisches Gotteslob: GL 342

Katholisches Gotteslob: GL 341 "Veni, creator Spiritus"

Evangelisches Gesangbuch: EG 126 "Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist"

 

Variation 3

Komponist: Denis Bédard
Literatur: Huit Invocations pour orgue

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft

Das Lied „Komm, heilger Geist mit deiner Kraft“ ist im Regionalteil des Evangelischen Gesangbuchs für Bayern und Thüringen unter der Nummer 564 zu finden. Die moderne Textfassung wurde im Jahr 1971 gemeinschaftlich von Klaus Okonek und Hans-Joachim Raile verfasst. Im Gegensatz zu älteren Traditionals handelt es sich hierbei um ein Neues Geistliches Lied, das stark von Gemeinschaft, Versöhnung und dem Aufbrechen von Grenzen geprägt ist. Die vertraute mittelalterliche Choralmelodie aus Kempten wird bei diesem Stück ganz bewusst nicht verwendet. Stattdessen singt man die Strophen auf eine schwungvolle und rhythmische Weise, die auf das israelische Volkslied „Kol dodi“ zurückgeht. Dieselbe eingängige Melodie ist im bundesweiten Stammteil des Gesangbuchs auch durch das bekannte ökumenische Lied „Kommt herbei, singt dem Herrn“ vertreten. Durch diesen lebendigen Charakter wird das Lied im Gottesdienst besonders gern als bewegendes Element zu Pfingsten oder bei Jugendgottesdiensten eingesetzt.

 

Evangelisches Gesangbuch: EG 546 (Regionalteil Bayern/Thüringen)

Evangelisches Gesangbuch: EG 599 "Kommt herbei, singt dem Herrn" (Regionalteil Bayern/Thüringen)

Katholisches Gotteslob: GL 140 "Kommt herbei, singt dem Herrn"

 

Hören Sie eine Bearbeitung von Robert Jones aus dem Rummelsberger Orgelbuch:

Pfingst-Präludium

Komponist: Robert Jones
Literatur: Rummelsberger Orgelbuch

Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein

Das Kirchenlied „Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein“ ist eine weit verbreitete deutsche Übertragung des frühmittelalterlichen Pfingsthymnus „Veni creator spiritus“. Der feierliche Text wurde im Jahr 1847 von dem katholischen Pädagogen und Hymnologen Heinrich Bone verfasst. Im Gegensatz zu moderneren Versionen orientiert sich seine Sprache bewusst sehr dicht am lateinischen Original des neunten Jahrhunderts. Unterlegt ist das Lied mit einer getragenen und majestätischen Weise, die aus einem Kölner Gesangbuch aus dem Jahr 1741 stammt. Inhaltlich bittet der Gesang um den Beistand des Heiligen Geistes und nutzt dabei klassische Metaphern wie den Tröster, den Lebensbrunn oder den Finger Gottes. Aufgrund seines hoheitlichen Charakters wird dieses Lied traditionell bei besonders feierlichen Anlässen wie Priesterweihen, Synoden oder zu Beginn einer Papstwahl angestimmt. Durch diese feste Verankerung in der Liturgie verbindet der Gesang bis heute Generationen von Gläubigen in zentralen Momenten des kirchlichen Lebens.

Katholisches Gotteslob: GL 351

Liedtext:

Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein,
besuch das Herz der Kinder dein:
Die deine Macht erschaffen hat,
erfülle nun mit deiner Gnad.

Der du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut,
der Seele Salbung, höchstes Gut.

O Schatz, der siebenfältig ziert,
o Finger Gottes, der uns führt,
Geschenk, vom Vater zugesagt,
du, der die Zungen reden macht.

 

Präludium

Komponist: Dieter Blum
Literatur: Orgelstücke Band 5 - Pfingsten

Kommet, ihr Hirten

Das Weihnachtslied „Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frauen“ ist ein volkstümliches Lied, das durch seine freudige Melodie besticht. Die Melodie stammt ursprünglich aus Böhmen und ist eine alte tschechische Volksweise. Die heute bekannte deutsche Textfassung wurde von dem Leipziger Kapellmeister und Musikschriftsteller Carl Riedel verfasst. Riedel veröffentlichte das Lied im Jahr 1870 in seiner Sammlung Altböhmische Gesänge für gemischten Chor.

Das Lied basiert auf der biblischen Weihnachtsgeschichte nach dem Lukasevangelium. Es fordert die Hirten (als Repräsentanten der einfachen Leute) auf, zur Krippe nach Bethlehem zu kommen, um das neugeborene Kind zu sehen. Es greift die Verkündigung der Engel auf und preist Christus als den von Gott erwählten Heiland. Der Text schließt mit der biblischen Verheißung von „Frieden auf Erden“ und dem „Wohlgefallen“ für alle Menschen.

 

Katholisches Gotteslob: GL 754

Evangelisches Gesangbuch: EG 48

Liedtext:

Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun,
Kommet, das liebliche Kindlein zu schaun,
Christus, der Herr, ist heute geboren,
Den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!

Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
Was uns verheißen der himmlische Schall;
Was wir dort finden, lasset uns künden,
Lasset uns preisen in frommen Weisen:
Halleluja!

Präludium

Komponist: Bernard Wayne Sanders
Literatur: 7 Choralbearbeitungen

Kommt herbei, singt dem Herrn

Das dynamische Kirchenlied entstand durch die Zusammenarbeit des deutschen Dominikaners Diethard Zils, der 1972 den auf biblischen Psalmen basierenden Text verfasste, und der israelischen Choreografin Sarah Levy-Tanai, die 1944 die Melodie schuf. Ursprünglich als jüdische Tanzweise konzipiert, vermittelt die Komposition heute eine universelle christliche Lobpreisbotschaft. Die Verbindung von jüdischer Musiktradition und christlicher Dichtung macht das Werk zu einem bedeutenden ökumenischen Lied. Generationen von Gläubigen sind von dem Lied begeistert, das aus modernen Gesangbüchern nicht mehr wegzudenken ist. Es zeigt eindrucksvoll, wie Kultur und Glaube durch Musik harmonisch verschmelzen können. Die schwungvolle Melodie trägt wesentlich zur Popularität bei. Dieses Lied bleibt ein zeitloses Zeugnis für ökumenische Verbundenheit.

Katholisches Gotteslob: GL 140

Evangelisches Gesangbuch: EG 599 (Regionalteil Bayern/Thüringen)

Evangelisches Gesangbuch: EG 546 "Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft" (Regionalteil Bayern/Thüringen)

 

 

Pfingst-Präludium

Komponist: Robert Jones
Literatur: Rummelsberger Orgelbuch

Kommt her, ihr Christen, voller Freud

Das festliche Kirchenlied „Kommt her, ihr Christen, voller Freud“ wird traditionell zu Anlässen wie der Kirchweih gesungen. Der geschichtsträchtige Text wurde im Jahr 1659 von dem Nürnberger Dichter und Prediger Johann Christoph Arnschwanger verfasst. Inhaltlich lädt das Werk die Gemeinde dazu ein, Gott für seine spürbare Freundlichkeit und die empfangenen Gaben mit frohem Munde zu danken. Zudem reflektiert das Lied das regelmäßige Ein- und Ausgehen im Gotteshaus sowie das regelmäßige Hören des tröstenden Gnadenwortes über ein ganzes Jahr hinweg. Musikalisch erklingt der Text auf einer der bekanntesten und prachtvollsten Weisen des evangelischen Kirchengesangs. Es wird hierbei die berühmte Melodie des Chorals „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ genutzt, die Philipp Nicolai im Jahr 1599 komponiert hat. Durch diese schwungvolle barocke Melodieführung im Dreiertakt strahlt das Gemeindelied eine ganz besondere und ansteckende Festtagsfreude aus.

 

Evangelisches Gesangbuch: EG 585 (Regionalteil Bayern/Thüringen)

Katholisches Gotteslob: GL 357 "Wie schön leuchet der Morgenstern"

Evangelisches Gesangbuch: EG 70 "Wie schön leuchet der Morgenstern"

Lutheran Service Book: LSB 488 "He Is Arisen! Glorious Word"

 

Liedtext:

Kommt her, ihr Christen, voller Freud,
erzählet Gottes Freundlichkeit,
kommt her und laßt erklingen
die Stimm des Dankens unserm Gott;
laßt uns dem Herren Zebaoth
mit frohem Munde singen.
Singet, bringet
schöne Weisen, laßt uns preisen
Gottes Gaben, die wir hier genossen haben.

 

Kommt mit Gaben und Lobgesang

Das Lied „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ ist ein bekanntes Kirchenlied, das vor allem zur Gabenbereitung (Offertorium) in der katholischen Messe gesungen wird. Der Text wurde 1970 von dem Jesuitenpater und Dichter Lothar Zenetti (1926–2019) verfasst. Zenetti war einer der bedeutendsten Autoren des „Neuen Geistlichen Liedes“ (NGL). Das Lied wird auf eine traditionelle Weise aus dem 18. Jahrhundert gesungen. Das Lied beschreibt den Moment der Liturgie, in dem Brot und Wein zum Altar gebracht werden. Die Gaben von Brot und Wein stehen stellvertretend für die Arbeit der Menschen, ihre Freude und ihre Not. Der Text thematisiert die Bitte, dass Gott diese menschlichen Gaben annimmt und sie in den Leib und das Blut Christi wandelt.

Evangelisches Gesangbuch: EG 229

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Johannes Matthias Michel
Literatur: Swing & Jazz Orgelbüchlein 1

Korn, das in die Erde

Das Lied „Korn, das in die Erde“ ist ein tiefgründiges Passions- und Osterlied. Die deutsche Textfassung wurde im Jahr 1976 von dem Theologen Jürgen Henkys als Übertragung des englischen Liedes „Now the green blade rises“ verfasst. Die zugrundeliegende britische Version stammt von John Macleod Campbell Crum aus dem Jahr 1928. Die Strophen greifen das biblische Bild des sterbenden Weizenkorns aus dem Johannesevangelium auf, um die Themen Kreuzigung und Auferstehung zu verknüpfen. Unterlegt ist das lyrische Werk mit einer sehr alten französischen Melodie aus dem 15. Jahrhundert, die ursprünglich als Weihnachtslied unter dem Titel „Noël nouvelet“ bekannt war. Jede der Strophen mündet in den hoffnungsvollen Kehrvers, dass die Liebe wie Weizen wächst und ihr Halm grün ist. Durch diese markante Bildsprache bringt das Lied die österliche Zuversicht inmitten von Trauer und Leid zum Ausdruck.

Evangelisches Gesangbuch: EG 98

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: 5 Easter Season Hymn Improvisations, Set 2

Kündet allen in der Not

Das Adventslied „Kündet allen in der Not“ ist ein hoffnungsstarkes Lied, das biblische Verheißungen des Propheten Jesaja aufgreift. Der Text wurde 1971 von dem katholischen Theologen und Hymnologen Friedrich Dörr verfasst. Dörr griff auf eine wesentlich ältere Weise zurück, die Johann Rudolf Ahle im Jahr 1662 komponierte (ursprünglich für „Morgenglanz der Ewigkeit“). Der Text ist eine Paraphrase von Jesaja 35. Er nutzt starke Bilder der Verwandlung, um die Ankunft des Messias anzukündigen: die Wüste soll blühen, Blinde sehen, Taube hören und Lahme springen. Der Kehrvers „Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil“ betont die universale Heilsbotschaft.

Katholisches Gotteslob: GL 221

Evangelisches Gesangbuch: EG 540

Katholisches Gotteslob: GL 84 "Morgenglanz der Ewigkeit"

Evangelisches Gesangbuch: EG 450 "Morgenglanz der Ewigkeit"

Lutheran Service Book: LSB 773: "Hear us Father, when we pray"

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Erwin Horn
Literatur: An deiner Krippe hier

© Copyright. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.