Walzer in der Kirchenmusik
Der Walzer entstand im 18. Jahrhundert aus ländlichen Drehtänzen und war in der Kirche wegen seiner intimen Körperhaltung lange Zeit als sündhaft streng verboten. Erst im 19. Jahrhundert zog der Walzerrhythmus über die neuen, orchestralen Konzertsaalorgeln in die rein weltliche Orgelmusik ein. Berühmte Orchesterwalzer von Strauss oder Tschaikowski wurden damals als virtuose Transkriptionen für die Orgel solo adaptiert. In der Moderne emanzipierte sich die Gattung völlig, sodass Komponisten wie Schostakowitsch oder zeitgenössische Tonschöpfer eigene Walzerwerke explizit für Orgel schrieben. Auf dem Instrument liegt die besondere Herausforderung darin, den typisch beschwingten Dreiertakt präzise zwischen den Manualen und dem Basspedal aufzuteilen. Durch die Artikulation und den Einsatz von Schwellwerken lässt sich das typische Kreisen und Wogen des Tanzes faszinierend im Raum abbilden. Heute bereichern diese Tänze als humorvolle oder avantgardistische Kontrapunkte weltweit das moderne Konzertrepertoire für Orgel solo.
Zum Start in den Tag
Flotte Wienerkonzert-Walzer
Guten-Morgen-Walzer
über den Choral "Aus meines Herzens Grunde"
Komponiert von: Thomas Riegler
Quelle: Originelle Choralvorspiele Band 2
Im 3/4-Takt durch Advent und Weihnachten
Walzer mit adventlichen und weihnachtlichen Motiven

Macht hoch die Tür
Zum Geburtstag viel Glück
Walzer über das weltbekannte Geburtstags-Lied
Happy Birthday
Walzer mit Anklängen an Johann Strauß.
Komponiert von Axel Ruoff
Quelle: Variationen über Happy Birthday
Happy Birthday
Danklieder im Walzertakt
Traditionelle Kirchenlieder im Dreiertakt, überraschend tanzbar und liturgisch passend umgesetzt
Großer Gott, wir loben dich
Langsamer Walzer über den bekannten Choral
Komponiert von: Markus Epp
Quelle: Steglitzer Orgelbüchlein
Gott liebt diese Welt
Freie Walzer-Melodien
Traditionelle Kirchenlieder im Dreiertakt, überraschend tanzbar und liturgisch passend umgesetzt