Melodien

Freie Melodien

Diese Seite bietet Ihnen eine alphabetische Übersicht über moderne Kirchenmusik zu bestimmten Melodien, die nicht in dem katholischen Gotteslob oder dem evangelischen Gesangbuch verzeichnet sind. Darunter fallen zum Beispiel volkstümlichen Melodie aus dem deutschsprachigen Raum, aber auch Choräle und Lieder aus anderen Nationen.

Eine Melodie kann dabei mehrfach unter ihren diversen Bezeichnungen und Tunes gelistet werden.

Abend wird es wieder

Das bekannte deutsche Abendlied "Abend wird es wieder" ist ein stimmungsvolles Werk aus dem 19. Jahrhundert, das von Johann Christian Heinrich Rinck und Christian Wilhelm Ferdinand Schütz stammt. Der Text beschreibt einfühlsam die beruhigende Atmosphäre, wenn die Natur zur Abenddämmerung zur Ruhe kommt und Stille einkehrt. Die sanfte, getragene Melodie macht es zu einem idealen Schlaflied, das oft im Familienkreis gesungen wird. Neben dem Naturbezug vermitteln die Zeilen eine Atmosphäre von Dankbarkeit und Vertrauen. Es ist ein fester Bestandteil des klassischen deutschen Liedguts, der über Generationen hinweg gepflegt wird. Diese zeitlose Komposition bringt mit ihrer melancholischen und friedlichen Stimmung eine besinnliche Atmosphäre in die Abendstunden. Viele Menschen verbinden mit diesem Lied Kindheitserinnerungen und eine tief empfundene Ruhe.

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Alouette, gentille alouette

Das weltberühmte französischsprachige Volkslied „Alouette, gentille alouette“ stammt ursprünglich aus dem französischen Teil Kanadas und wurde dort im Jahr 1879 erstmals schriftlich dokumentiert. Der Name „Alouette“ bezeichnet im Französischen die Feldlerche, die in der Vergangenheit von den frühen Siedlern als Delikatesse gejagt und gegessen wurde. Der oberflächlich fröhliche Text beschreibt eigentlich den makabren Vorgang, dem gefangenen Vogel nacheinander den Schnabel, die Augen und die Federn zu rupfen. Musikalisch handelt es sich um ein sogenanntes Kettenlied, bei dem sich die Strophen durch das ständige Wiederholen und Hinzufügen neuer Körperteile immer weiter verlängern. Durch diese repetitive Struktur eignet sich das Stück international hervorragend im Fremdsprachenunterricht, um spielerisch französische Vokabeln für die Anatomie zu lernen. Während des Ersten Weltkriegs brachten alliierte Soldaten das Lied mit nach Europa, wodurch es sich auf der ganzen Welt verbreitete.

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Amazing Grace

"Amazing Grace" ist eines der weltweit bekanntesten geistlichen Lieder. Seine heutige Form entstand durch die Verbindung eines Textes aus dem 18. Jahrhundert mit einer US-amerikanischen Melodie des 19. Jahrhunderts. Der Text wurde von John Newton (1725–1807) verfasst. Newton war ein ehemaliger Kapitän von Sklavenschiffen, der nach einem traumatischen Sturm auf See zum christlichen Glauben fand und später ein engagierter Gegner der Sklaverei sowie anglikanischer Priester wurde. Die heute untrennbar mit dem Text verbundene Melodie namens NEW BRITAIN ist eine traditionelle Volksweise unbekannten Ursprungs, die vermutlich aus der Appalachen-Region der USA stammt und pentatonische Einflüsse (ähnlich schottischer Sackpfeifenmusik) aufweist. Die erste bekannte Kombination des Newton-Textes mit der Melodie NEW BRITAIN wurde 1835 von dem US-amerikanischen Komponisten William Walker in seinem Gesangbuch „The Southern Harmony“ veröffentlicht.

Hymnus: NEW BRITAIN

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Amsterdam

In der Kirchenmusik bezieht sich AMSTERDAM meist auf eine bekannte Hymnenmelodie aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist vor allem im englischsprachigen Raum (Methodismus, Sacred Harp) verbreitet, hat aber deutsche Wurzeln. Die Melodie wird dem deutschen Komponisten Johann Georg Hille (ca. 1739) zugeschrieben. Sie erschien erstmals in der Foundery Collection (1742), einer frühen Liedersammlung von John Wesley.

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Angel Gabriel

Das Advents- und Weihnachtslied „The Angel Gabriel“ (auch bekannt als „Gabriel’s Message“) basiert auf einem traditionellen baskischen Volkslied. Die ältesten Wurzeln des Textes reichen jedoch bis auf einen lateinischen Hymnus aus dem europäischen Mittelalter zurück, welcher die biblische Verkündigung an Maria thematisiert. Aus dieser lateinischen Vorlage entwickelte sich im Baskenland die eigenständige Volksweise „Birjina gaztetto bat zegoen“. Im 19. Jahrhundert wurde dieses traditionelle Stück im Rahmen von Musikforschungen in der baskischen Region wiederentdeckt und aufgezeichnet. Die heute weltweit bekannte, mehrstimmige Fassung geht auf eine Überarbeitung durch den englischen Organisten Edgar Pettman in den 1890er Jahren zurück. Charakteristisch für das Lied ist der inhaltliche und musikalische Kontrast zwischen den erzählenden Strophen und dem abschließenden Ruf „Gloria!“.

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Angels We Have Heard on High

"Les Anges dans nos campagnes" ist ursprünglich ein französisches Weihnachtslied. Der Text und die Melodie entstanden vermutlich im 18. Jahrhundert. Es gehört zur Gattung der „Noëls“, volkstümlichen Weihnachtsliedern, die oft pastorale (hirtliche) Themen behandeln.

Das Lied ist im deutsch-sprachigen unter einer Vielzahl von Titeln bekannt, unter anderem „Hört der Engel helle Lieder“, "Engel auf den Feldern singen“, „Engel haben Himmelslieder“. Der Lied-Text bezieht sich meist auf die Verkündigung der Engel an die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium. Das markanteste Merkmal ist das jubilierende „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe). Die Melodie des „Gloria“ ist eine melismatische Tonfolge (viele Töne auf einer Silbe), die das festliche Schwingen von Glocken oder den unendlichen Gesang der Engel nachahmt.

Hymnus: GLORIA

Titel: Engel auf den Feldern singen, Hört der Engel helle Lieder, Engel haben Himmelslieder, Angels We Have Heard on High, uvm.

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Antioch

Das weltbekannte Weihnachtslied „Joy to the World“ (oft unter dem Melodienamen ANTIOCH geführt) hat eine vielschichtige Entstehungsgeschichte, die Text und Musik erst über ein Jahrhundert nach ihrer jeweiligen Entstehung zusammenführte. Der Text, geschrieben vom englischen Hymnendichter Isaac Watts, feiert eigentlich die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit und seine Herrschaft über die Welt, weshalb er ursprünglich für das ganze Kirchenjahr gedacht war. Die heute gebräuchliche Melodie wurde vom US-amerikanischen Komponisten Lowell Mason adaptiert und erstmals mit Watts' Text veröffentlicht. Mason wählte den Namen vermutlich nach der antiken Stadt Antiochia am Orontes, die im Neuen Testament eine zentrale Rolle bei der Ausbreitung des Christentums spielte.

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Auld Lang Syne

Das Lied "Auld Lang Syne" (schottisch-gälisch für „längst vergangene Zeit“ oder sinngemäß „um der alten Zeiten willen“) ist das weltweit bekannte Lied zum Jahreswechsel. Der schottische Nationaldichter Robert Burns hielt den Text 1788 schriftlich fest. Er gab an, die Worte nach dem Gesang eines alten Mannes aufgezeichnet zu haben, was das Lied als Teil der mündlichen schottischen Volkstradition kennzeichnet. Die heute weltberühmte Melodie wurde erst 1799 mit dem Text kombiniert. Sie basiert auf einem traditionellen schottischen Tanz (einer „Strathspey“). Das Lied reflektiert über alte Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse. Es stellt die rhetorische Frage, ob alte Bekanntschaften vergessen werden sollten, und bejaht die Bewahrung dieser Bindungen. In Deutschland ist die Melodie vor allem durch die Nachdichtung „Nehmt Abschied, Brüder“ von Claus Ludwig Laue (um 1946) bekannt, die als allgemeines Abschiedslied verbreitet ist.

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Away in a Manger

Das Weihnachtslied „Away in a Manger“ (im Deutschen oft als „In einer Krippe“) ist eines der populärsten Lieder im englischsprachigen Raum. Der Melodiename MUELLER bezieht sich auf die in den USA am weitesten verbreitete Vertonung. Der Text ist entgegen landläufiger Mythen amerikanischen Ursprungs und entstand vermutlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Melodie wurde 1887 von dem US-amerikanischen Komponisten James Ramsey Murray (1841–1905) veröffentlicht. Da Murray das Lied fälschlich als „von Martin Luther komponiert“ auswies und nur seine eigenen Initialen für das Arrangement setzte, schrieben spätere Herausgeber die Melodie einem fiktiven oder unbekannten „Carl Mueller“ zu. Dieser Name hat sich in Hymnologien als Standardbezeichnung für diese spezifische Melodie etabliert.

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Arise, My Soul, Arise

Der Melodiename NYT YLÖS SIELUNI bezeichnet eine geistliche Volksweise aus Finnland aus der Region Kalanti stammt. Durch Einwanderer und internationale Gesangbücher gelangte die Melodie in den englischsprachigen Raum und wird dort häufig mit Texten wie „Arise, My Soul, Arise!“ gesungen. Die Melodie steht meist in modalen Tonarten und weist einen melancholischen, aber dennoch kraftvollen, typisch nordischen Charakter auf.

Hymnus: NYT YLÖS SIELUNI

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Ave verum corpus

Der lateinische Hymnus Ave verum corpus hat seinen Ursprung im 13. Jahrhundert und ist eng mit der eucharistischen Anbetung verbunden. Er reflektiert theologisch den Leib Christi und findet traditionell Verwendung in der christlichen Liturgie. Die Vertonung von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1791 gilt als das bekannteste Werk dieser Art. Es handelt sich um eine kurze Motette, die durch Schlichtheit und tiefe Emotionalität besticht. Auch Komponisten wie Franz Liszt haben sich diesem ergreifenden Text gewidmet. Weltweit ist das Stück fester Bestandteil im Repertoire vieler Chöre. Die feierliche Wirkung entfaltet sich besonders in sakralen Räumen.

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Beatitudo

Der Melodiename BEATITUDO bezieht sich auf eine klassische viktorianische Hymnenmelodie, die im 19. Jahrhundert entstand. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort beatitudo ab, was „Glückseligkeit“ bedeutet. Die Melodie besitzt eine klare, überzeugende Melodieführung und eine teilweise chromatische Harmonisierung, die den Ausdruck verstärkt.

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Be Thou my Vision

Die wunderschöne Weise des traditionellen Liedes besitzt eine faszinierende, jahrhundertealte Geschichte. Die Melodie ist eine alte irische Volksweise, die in der Kirchenmusik unter dem Namen „Slane“ bekannt ist. Benannt wurde sie nach dem geschichtsträchtigen Hügel Slane Hill in der Grafschaft Meath, auf dem der heilige Patrick einst im Jahr 433 trotz eines königlichen Verbots mutig das Osterfeuer entzündete. Ursprünglich war die beschwingte Melodie im Volk als weltliche Ballade oder Liebeslied im Umlauf. Erst im Jahr 1919 wurde sie in einem irischen Gesangbuch mit dem christlichen Gebetstext verknüpft, wodurch ihre weltweite Popularität begründet wurde. Der Text selbst basiert auf einem frühmittelalterlichen, irischen Gedicht, das dem Poeten Dallán Forgaill zugeschrieben wird. Im Jahr 1912 formte eine Gelehrte die alten Zeilen schließlich in die bis heute berühmten englischen Liedstrophen. Heute gilt das Stück als eines der beliebtesten geistlichen Lieder im englischsprachigen Raum und fasziniert durch seinen feierlichen Charakter. 

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Bring a Torch

Das Lied „Bring a Torch, Jeannette, Isabella“ (französisch: Un flambeau, Jeannette, Isabelle) ist ein traditionelles Weihnachtslied, das aus Provence stammt.  Die Melodie entstand vermutlich bereits im 14. Jahrhundert als Tanzmusik. Jeannette und Isabella sind zwei Mägde, die das schlafende Jesuskind im Stall entdecken. Sie laufen ins Dorf, um die Nachricht zu verbreiten, und rufen die Leute dazu auf, mit Fackeln (Un flambeau) herbeizueilen, um den Stall zu erleuchten.

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Caswall

Das Trostlied „Wem in Leidenstagen“ stammt ursprünglich von Heinrich Siegmund Oswald aus dem Jahr 1826. Der englische Dichter Edward Caswall übersetzte eine italienische Fassung des Textes im Jahr 1857 unter dem weltbekannten Titel „Glory be to Jesus“. Das Kirchenlied wendet sich an Menschen in tiefem seelischen Schmerz und fordert sie auf, ihre Klagen vertrauensvoll vor Gott zu bringen. Es versichert dem Leidenden, dass Gott jede Träne in der Einsamkeit sieht und die verborgenen Sorgen kennt. Die Gläubigen werden ermutigt, ihren Blick hoffnungsvoll himmelwärts zu richten, wenn das eigene Herz in schweren Zeiten verzagt. In der englischen Übersetzung verschiebt sich der Fokus stark auf das tröstende Opfer Christi am Kreuz. Diese Hymne mündet schließlich in einen mächtigen Lobgesang, in den die Gläubigen gemeinsam mit den Chören der Engel einstimmen.

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Chesterfield

In der Kirchenmusik ist die Melodie RICHMOND (auch bekannt unter dem Namen CHESTERFIELD) weit verbreitet. Sie wurde 1792 von Thomas Haweis komponiert wurde. Später kürzte Samuel Webbe Jr. und benannte sie nach seinem Freund Rev. Leigh Richmond. Der alternative Name „Chesterfield“ geht auf Lord Chesterfield zurück. Die Melodie wird klassischerweise für mit Texten wie „Hark, the Glad Sound!“ oder „City of God, How Broad and Far“ genutzt. Letzteres Kirchenlied „Hark, the Glad Sound!“ ist ein bedeutender Adventshymnus der englischsprachigen Welt. Der Text greift zentrale Motive aus Jesaja 61, 1-2 und dem Evangelium nach Lukas auf: Die Befreiung der Gefangenen, die Heilung der Zerbrochenen und das Verkünden einer frohen Botschaft für die Armen.

Hymnus: RICHMOND, CHESTERFIELD

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Christmas Song

Alias: There's a Song in the Air!

 

Christus vincit

Der feierliche liturgische Gesang „Christus vincit“ stammt aus der Tradition der katholischen Kirche und hat sehr alte Wurzeln. Der lateinische Text, der übersetzt „Christus siegt, Christus herrscht, Christus befiehlt“ bedeutet, wird oft bei besonderen Feiern angestimmt. Eine bekannte Melodie wurde von dem tschechischen Komponisten Jan Kunc im frühen 20. Jahrhundert geschaffen. Dieses Stück war über eine sehr lange Zeit das weltbekannte Erkennungszeichen von Radio Vatikan. Besonders bei feierlichen Messen mit dem Papst im Petersdom ist der Gesang ein fester Bestandteil. Durch die weltweiten Rundfunksendungen wurde das Lied zu einem akustischen Aushängeschild des Heiligen Stuhls. Die kraftvolle Musik drückt bis heute die weltweite Verbundenheit und die festliche Liturgie der Kirche aus.

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Coming to America

  • Nile Rodgers, Nancy Huang - Wedding March over "Coming to America".

Conditor alme siderum

Das Lied „Gott, heilger Schöpfer aller Stern“ ist einer der ältesten und bedeutendsten Hymnen der christlichen Tradition für die Adventszeit. Die Wurzeln liegen im lateinischen Hymnus „Conditor alme siderum“, der wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert stammt. Die heute bekannte deutsche Textfassung wurde von Thomas Müntzer im Jahr 1523 verfasst. Müntzer, eine zentrale Figur der Reformationszeit und der Bauernkriege, übersetzte den lateinischen Text sehr nah am Original für seine „Deutsche Evangelische Messe“. Die Melodie basiert auf einem lateinischen Hymnenton aus dem 9. Jahrhundert, der im Laufe der Jahrhunderte rhythmisiert und angepasst wurde.

Das Lied beschreibt die kosmische und heilsgeschichtliche Dimension der Ankunft Christi. Gott wird als der Schöpfer des gesamten Universums (der Sterne) angesprochen. Es thematisiert, dass Gott aus Mitleid mit der verlorenen Welt Mensch wurde, um die Menschheit vom Tod und der Sünde zu heilen. Das Lied blickt über Weihnachten hinaus auf die Wiederkunft Christi als Richter am Ende der Zeit und bittet um Bewahrung vor dem „Widersacher“.

Hymnus: Conditor alme siderum

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Cranham

Die Weihnachtslied-Melodie „Cranham“ wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von dem britischen Komponisten Gustav Holst geschaffen. Ihr Name erinnert an ein idyllisches kleines Dorf in der englischen Grafschaft Gloucestershire, zu dem der Künstler eine tiefe persönliche Verbindung pflegte. Holst komponierte dieses berührende Werk speziell für die Vertonung des melancholischen Gedichts „In the Bleak Midwinter“ von Christina Rossetti. Im krassen Gegensatz zu vielen prachtvollen Weihnachtsliedern besticht diese Komposition durch ihre extreme Schlichtheit und eine fast zerbrechliche Intimität. Die feine Melodieführung bewegt sich in einem engen Tonraum und fängt die frostige Atmosphäre einer kargen Winterlandschaft perfekt ein. Durch die volksliedhafte Struktur bricht der Komponist starre Taktmuster auf, um sich ganz flexibel den unregelmäßigen Textzeilen anzupassen.

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Cwm Rhondda

Die Melodie „Cwm Rhondda“ (walisisch für Rhondda-Tal) gilt heute weltweit als eine der bekanntesten Hymnen der Kirchenmusik. Ihre Entstehung ist mit der Industriegeschichte von Wales verknüpft. Geschrieben wurde die Melodie im Jahr 1907 von dem walisischen Laienmusiker John Hughes, der nebenberuflich als Diakon und Kantor an der Salem Baptist Chapel in Pontypridd tätig war.

Der konkrete Anlass für die Komposition war ein Chorfest in der Baptistengemeinde Capel Rhondda im südwalesischen Ort Hopkinstown. Für dieses Fest und die feierliche Einweihung einer neuen Kirchenorgel komponierte Hughes das Stück, das er nach dem umliegenden, vom Kohlebergbau geprägten Rhondda-Tal benannte.

Ursprünglich vertonte Hughes einen älteren walisischen Text. Ihren weltweiten Siegeszug trat die Melodie jedoch erst an, als sie mit den englischen Worten des walisischen Dichters William Williams (1717–1791) kombiniert wurde: „Guide Me, O Thou Great Redeemer“.

Heute ist das Lied auch unter vielen anderen Titeln wie zum Beispiel "God of Grace and God of Glory" bekannt.

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Diademata

Die Melodie „Diademata“ ist eine Komposition der christlichen Kirchenmusik aus dem 19. Jahrhundert. Im englischsprachigen Raum bildet sie die Standard-Weise für das Kirchenlied „Crown Him with Many Crowns“. Der Titel nimmt direkten Bezug auf ein Motiv aus der Offenbarung des Johannes, in dem die Wiederkehr Christi mit den Worten „auf seinem Haupt waren viele Kronen“ beschrieben wird.

Die Melodie wurde 1868 von dem englischen Organisten und Komponisten Sir George Job Elvey verfasst, der als Organist an der St. George’s Chapel in Windsor Castle tätig war. Die Melodie wurde explizit für den Text „Crown Him with Many Crowns“ komponiert. Dieser Text vereint heute Strophen zweier unterschiedlicher Autoren:

  1. Matthew Bridges (1851): Ein ehemaliger anglikanischer Geistlicher, der zum Katholizismus konvertiert war und die ursprünglichen sechs Strophen verfasste.
  2. Godfrey Thring (1874): Ein anglikanischer Pfarrer, der als Reaktion auf Bridges' katholische Prägung sechs alternative Strophen schrieb.

DIX 

Die Melodie „DIX“ ist eine Komposition der christlichen Kirchenmusik aus dem 19. Jahrhundert. Im englischsprachigen Raum ist sie eng mit dem Epiphaniaslied (Dreikönigslied) „As with Gladness Men of Old“ sowie dem Erntedanklied „For the Beauty of the Earth“ verknüpft.

Die musikalische Grundlage stammt von dem deutschen Komponisten und Musikpädagogen Conrad Kocher (1786–1872). Kocher veröffentlichte die Melodie im Jahr 1838 in seiner Choral- und Liedersammlung Stimmen aus dem Reiche Gottes. Sie war ursprünglich für das deutsche Kirchenlied „Treuer Heiland, wir sind hier“ vorgesehen.

Die Melodie in ihrer heutigen Form geht auf eine englische Bearbeitung zurück: Im Jahr 1861 stieß der englische Kirchenmusiker William Henry Monk auf Kochers Melodie. Monk unterlegte die Melodie mit dem Text „As with Gladness Men of Old“ von William Chatterton Dix (1837–1898). Zu Ehren des Textdichters benannte Monk die bearbeitete Melodie fortan kurz „DIX“

 

Ellers

Die Bezeichnung „Ellers“ steht in direktem Zusammenhang mit dem Friedensgebet „Grant Us Thy Peace“. Diese weltbekannte Melodie wurde im Jahr 1869 von dem englischen Organisten Edward John Hopkins komponiert. Er schuf das Musikstück speziell für das Gedicht „Savior, again to Thy dear name we raise“, welches von John Ellerton verfasst wurde. Da jede Strophe dieses Werkes mit der namensgebenden Zeile „Grant us Thy peace“ beginnt, ist das Lied unter diesem Titel berühmt geworden. Zu Ehren des Textdichters wurde der Melodiename schließlich offiziell zu „Ellers“ verkürzt. In vielen englischsprachigen Gesangbüchern bilden dieser Text und die Melodie bis heute eine feste Einheit für das Friedenslied. Das feierliche Stück wird dort traditionell als Abendsegen gesungen, um die Gemeinde in Frieden auf den Heimweg zu entlassen.

 

Father, We Thank Thee

Die Melodie RENDEZ À DIEU (auch bekannt als GENEVAN 118 oder GENEVAN 98) ist ein Meilenstein der protestantischen Kirchenmusik. Die Melodie wurde erstmals 1551 in der von Louis Bourgeois herausgegebenen Ausgabe des Genfer Psalters veröffentlicht. Sie wird Louis Bourgeois zugeschrieben, einem engen Weggefährten von Johannes Calvin, der als Kantor an der Kathedrale Saint-Pierre in Genf maßgeblich an der musikalischen Gestaltung der Reformation beteiligt war.

Die Melodie wird weltweit für verschiedene Texte genutzt. In englisch-sprachigen zum Beispiel als Vertonung für „Father, We Thank Thee Who Hast Planted“, "When John Baptized by Jordan's River" oder "Bread of the world" sowie anderen moderne Paraphrasen von Psalm 118. Im katholischen Gotteslob wird sie beim Choral Nun saget Dank und lobt den Herren genutzt.

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Forest Green

Die Melodie „Forest Green“ ist eine traditionelle englische Weise, die heute vor allem als Standardmelodie für das Weihnachtslied „O Little Town of Bethlehem“ in Großbritannien bekannt ist. Der Komponist Ralph Vaughan Williams zeichnete die Melodie im Dezember 1903 auf. Er hörte sie von einem Landarbeiter in dem Dorf Forest Green in der Grafschaft Surrey.

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Frère Jacques

Das weltbekannte französische Kinderlied "Frère Jacques" ist ein klassischer Kanon, der vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt. Es handelt sich um ein humorvolles Stück, das von dem schläfrigen Mönch Jakob erzählt, der die Glocken verschläft. Aufgrund der eingängigen Melodie eignet es sich ideal, um gemeinsam das Singen zu lernen. Möglicherweise ist der berühmte Komponist Jean-Philippe Rameau der wahre Schöpfer dieses Werkes. Das Lied wird weltweit in zahlreichen Sprachen gesungen und ist ein echter Klassiker. Sogar Gustav Mahler hat das Motiv für eine seiner Sinfonien in Moll verwendet. Diese universelle Komposition ist ein zeitloser Klassiker, der über Generationen hinweg weitergegeben wird.

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Fröhliche Weihnacht überall

Das bekannte Weihnachtslied „Fröhliche Weihnacht überall“ stammt ursprünglich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während die Melodie oft als englisches Volkslied bezeichnet wird, ist der heute bekannte deutsche Text eng mit der Kinderliedtradition dieser Zeit verknüpft. Der deutsche Text wird häufig August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zugeschrieben: ein früher schriftlicher Beleg findet sich in einem Schulliederbuch aus Dresden.

Im Gegensatz zu vielen anderen klassischen Weihnachtsliedern, die für die feierliche Messe geschrieben wurden, ist „Fröhliche Weihnacht überall“ ein ausgesprochenes Jubellied, das zur Ausgelassenheit und zum Mitsingen einlädt.

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Garden

Die Melodie GARDEN gehört zu dem weltbekannten Gospel-Hymnus „In the Garden“ (oft nach der ersten Zeile auch als „I Come to the Garden Alone“ bekannt).  Sowohl der Text als auch die Melodie wurden von Charles Austin Miles (1868–1946) verfasst, einem ehemaligen Apotheker, der später als Redakteur und Komponist für Kirchenmusik arbeitete. Miles wurde durch das Evangelium nach Johannes (Kapitel 20) inspiriert. Die Verse beschreiben die Begegnung zwischen Maria Magdalena und dem auferstandenen Jesus im Garten am leeren Grab.

Das Lied wurde durch die Evangelisations-Kampagnen von Billy Sunday im frühen 20. Jahrhundert populär. Es zählt heute zu den protestantischen Kirchenliedern in den USA und wurde von zahlreichen Künstlern wie Elvis Presley, Johnny Cash und Ella Fitzgerald aufgenommen.

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God Rest You Merry, Gentlemen

Das Lied „God Rest You Merry, Gentlemen“ ist eines der ältesten englischen Weihnachtslieder. Die genaue Entstehungszeit ist unbekannt, doch man vermutet die Wurzeln im 16. Jahrhundert. Es entstand als Reaktion auf eher düstere lateinische Gesänge der Kirche. Weltruhm erlangte das Lied durch Charles Dickens, der es 1843 in seiner berühmten Erzählung „A Christmas Carol“ (Eine Weihnachtsgeschichte) zitierte. Der aktuelle Text basiert inhaltlich auf dem Lukasevangelium (Kapitel 2) und beschreibt die Verkündigung der Engel an die Hirten auf dem Feld. Der Refrain „O tidings of comfort and joy“ (O Botschaft von Trost und Freude) unterstreicht das zentrale Thema: Die Erlösung durch die Geburt Jesu als Quelle für Hoffnung und Beständigkeit in schwierigen Zeiten. 

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Hark! The Glad Sound

Siehe 

"Chesterfield"

Hark! the Herald Angels Sing

Das bekannte Weihnachtslied „Hark! The Herald Angels Sing“ (deutsch meist: Hört! Die Engel singen) hat eine komplexe Entstehungsgeschichte, bei der Text und Melodie ursprünglich nicht füreinander bestimmt waren. Der Text wurde 1739 von Charles Wesley, einem Mitbegründer der methodistischen Bewegung, verfasst. Die heute bekannte Fassung („Hark! The herald angels sing / Glory to the newborn King“) stammt von George Whitefield, einem Freund Wesleys, der den Text 1753 anpasste. Die Melodie stammt von Felix Mendelssohn Bartholdy. Er komponierte sie den Chor seines Werks Festgesang zum Gutenbergfest, das zur 400-Jahr-Feier der Erfindung des Buchdrucks in Leipzig uraufgeführt wurde.

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Il est né le divin enfant

Das bekannte französische Weihnachtslied „Il est né, le divin Enfant“ feiert die Geburt Jesu Christi. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert, basiert jedoch auf einer älteren traditionellen Melodie aus der Region Lothringen. Der Text ruft die Menschen dazu auf, das göttliche Kind mit Musik von Flöten und Dudelsäcken zu begrüßen. In den Strophen wird die lange Wartezeit von über viertausend Jahren beschrieben, die die Propheten für diesen Moment vorhergesagt haben. Das Lied strahlt durch seinen beschwingten Rhythmus eine große Freude und festliche Dankbarkeit aus. Heute gehört es fest zum klassischen Liedgut der Weihnachtszeit im französischsprachigen Raum. Viele internationale Künstler haben das Stück über die Jahre hinweg gecovert und neu interpretiert.

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Infant holy, infant lowly

Das besinnliche Weihnachtslied „Infant Holy, Infant Lowly“ hat seine Wurzeln in Polen. Es basiert auf dem traditionellen Lied „W żłobie leży“. Die Ursprünge der Melodie und des Textes werden oft auf das 13. oder 14. Jahrhundert zurückgeführt. Charakteristisch für das Lied ist sein wiegender Rhythmus, der an eine Mazurka erinnert. Die bekannte englische Übersetzung stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert von Edith Margaret Reed. Inhaltlich beschreibt das Lied die Geburt Jesu in einem Stall. Es ist heute ein fester Bestandteil vieler internationaler Weihnachtsfeiern.

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Irby

Die Melodie „Irby“ ist eine berühmte, statische Hymnenweise, die fast ausschließlich mit dem populären Weihnachtslied „Once in Royal David’s City“ (deutsch: „Einst in Davids Königsstadt“) assoziiert wird. Die Melodie wurde 1849 vom englischen Organisten und Komponisten Henry John Gauntlett (1805–1876) komponiert. Die Melodie erhielt den Namen „Irby“ in Anlehnung an ein kleines Dorf in Lincolnshire, England. Der genaue Grund für diese Benennung ist jedoch nicht bekannt. Gauntlett komponierte die Melodie für das Gedicht „Once in Royal David’s City“, das 1848 von der irischen Dichterin Cecil Frances Alexander in ihrem Buch Hymns for Little Children veröffentlicht wurde, um Kindern theologische Wahrheiten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses nahezubringen.

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I saw three ships

Das traditionelle englische Weihnachtslied „I Saw Three Ships“ besticht durch seine lebendige Melodie und seine bildhafte Sprache. Die Ursprünge des Stücks reichen vermutlich bis in das 17. Jahrhundert zurück, wobei es vor allem in der Region Derbyshire überliefert wurde. Im Text geht es um drei Schiffe, die am Weihnachtsmorgen nach Bethlehem segeln und das Jesuskind sowie seine Mutter Maria an Bord haben. Da Bethlehem mitten im Landesinneren liegt, gilt die maritime Metapher in der Forschung als rein symbolisches Bild für die spirituelle Ankunft Christi. Seine heutige Popularität verdankt das Lied vor allem den Sammlungen des 19. Jahrhunderts, die den fröhlichen Gesang im traditionellen Sechs-Achtel-Takt bewahrten. Durch den beschwingten Rhythmus unterscheidet es sich deutlich von vielen der eher getragenen und besinnlichen Adventslieder jener Zeit. Bis heute ist das Werk ein fester und mitreißender Bestandteil der weltweiten weihnachtlichen Chortradition.

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Lancashire

Die kraftvolle Kirchenlied-Melodie „Lancashire“ wurde im Jahr 1835 von dem blinden englischen Organisten und Komponisten Henry Smart geschaffen. Ihre Uraufführung erlebte sie in der gleichnamigen Grafschaft im Norden Englands anlässlich eines großen Reformationsjubiläums. Musikalisch zeichnet sich das Werk durch einen überaus schwungvollen, marschartigen Rhythmus im klassischen Vier-Viertel-Takt aus. Der stolze und triumphale Charakter der Musik vermittelt den Singenden sofort ein Gefühl von Zuversicht und Aufbruch.

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Land of Rest

„Land of Rest“ ist eine bekannte Melodie der US-amerikanischen Volks- und Kirchenmusiktradition. Die Melodie ist eine traditionelle Weise, die vermutlich aus nordenglischen oder schottischen Balladen stammt. Siedler brachten sie in die Appalachen, wo sie mündlich überliefert wurde. Schriftlich fixiert wurde sie erstmals in Sammlungen des 19. Jahrhunderts, insbesondere im einflussreichen Gesangbuch „The Sacred Harp“ (1844). Dort erschien sie oft unter dem Titel „New Prospect“. Der Name leitet sich von dem Text ab, mit dem die Melodie oft gesungen wurde: „O land of rest, for thee I sigh!“. In diesem Kontext symbolisiert das „Land der Ruhe“ das himmlische Jerusalem oder das Jenseits als Ort der Erlösung von weltlichen Leiden. Heute ist „Land of Rest“ mit dem Text „Jerusalem, My Happy Home“ verknüpft, dessen Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Musikalisch handelt es sich um eine schlichte, oft pentatonische Weise, die eine friedliche und meditative Stimmung erzeugt.

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Leise sinkt der Abend nieder

Das bekannte religiöse Wiegenlied „Leise sinkt der Abend nieder“ entstammt dem 19. Jahrhundert und ist fest in der christlichen Tradition verankert. Aufgrund der mündlichen Überlieferung über Generationen hinweg sind die ursprünglichen Verfasser von Text und Melodie heute nicht mehr exakt auszumachen. Das Lied entstand ursprünglich aus der Praxis privater Andachten und gemeinschaftlicher Abendgebete innerhalb von Familien im süddeutschen/alpenländischen Raum. Im Gegensatz zu weltlichen Schlafliedern betont es religiöse Motive wie den Heiland und schützende Engel. Besonders im alpenländischen Raum verbreitete sich das Lied stark durch die Nutzung in Kirchengemeinden. Es verbindet in besonderer Weise alltägliche Abendrituale mit kindlicher Erziehung und tiefem Glauben. Bis in die Gegenwart ist das schlichte Stück ein wertvoller Bestandteil des traditionellen geistlichen Abendliedguts.

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Les anges dans nos campagnes

Tune: GLORIA

Choral: Engel auf den Feldern singen

Alias: Angels We Have Heard on High

Lift up your Heads, O Ye Gates

Das weltberühmte Chorwerk zeichnet sich durch seine mitreißende Dynamik aus und verbindet barocke Pracht mit einer zeitlosen biblischen Botschaft. Seine musikalischen Wurzeln liegen in einem großen Oratorium aus dem 18. Jahrhundert, in dem der Komponist Georg Friedrich Händel einen alttestamentlichen Psalmtext meisterhaft vertonte. Die Komposition ist als lebendiger Dialog aufgebaut, bei dem sich hohe und tiefe Stimmen in Frage und Antwort effektvoll abwechseln. Inhaltlich thematisiert das Stück den triumphalen Einzug des göttlichen Königs, was durch das symbolische Öffnen antiker Tore verbildlicht wird. Im christlichen Kontext wird dieses Werk traditionell mit der Himmelfahrt Christi oder der Adventszeit in Verbindung gebracht. Obwohl das anspruchsvolle Stück für mehrstimmige Chöre geschrieben wurde, teilt es seine theologische Kernbotschaft mit bekannten Gemeindeliedern wie dem deutschen Klassiker „Macht hoch die Tür“. Bis heute fasziniert die Komposition weltweit Musikliebhaber und gehört zum festen Repertoire der klassischen Kirchenmusik.

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Lourdes Ave Maria

Das berühmte Lourdes-Lied entstand im Jahr 1858 als Reaktion auf die Marienerscheinungen in Frankreich. Es wurde geschaffen, um die spirituellen Erlebnisse von Bernadette Soubirous musikalisch zu würdigen. Der Text erzählt die Geschichte der Begegnungen an der Grotte von Massabielle. Die Melodie basiert auf einer traditionellen Volksweise aus der Region Bigorre. Besonders bekannt ist der feierliche Ruf des Ave Maria im Refrain. Das Lied ist ein zentraler Bestandteil der täglichen Lichterprozessionen. Es wird von Pilgern weltweit gesungen und existiert in vielen Sprachen.

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Mendelsohn

Mine eyes have seen the glory

Die Zeile "Mine eyes have seen the glory of the coming of the Lord" ist der feierliche Auftakt der „Battle Hymn of the Republic“, einem der bedeutendsten patriotischen Lieder der USA. Die Dichterin Julia Ward Howe schrieb das Gedicht im November 1861 während des amerikanischen Bürgerkriegs: Howe besuchte ein Lager der Unionstruppen bei Washington, D.C. Dort hörte sie die Soldaten das Lied „John Brown’s Body“ singen, das dem hingerichteten Abolitionisten gewidmet war. Ein Begleiter regte sie an, einen würdevolleren, religiös untermauerten Text für die populäre Melodie zu verfassen. Der Text ist tief in biblischer Symbolik verwurzelt und deutet den Krieg als einen göttlichen Akt der Gerechtigkeit. Der Krieg wird als Gottes Werk interpretiert, um das Böse (die Sklaverei) zu vernichten. Die nachfolgenden Zeilen beziehen sich auf die Offenbarung des Johannes: Gott zertritt die „Kelter des Zorns“, was die Bestrafung der Ungerechten symbolisiert. Das Lied stellt den Kampf der Union als Kreuzzug dar und ist ein direkter Aufruf, das eigene Leben für die Abschaffung der Sklaverei einzusetzen. 

 

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Morgen, Kinder, wird's was geben

Das bekannte deutsche Weihnachtslied „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ hat seine Ursprünge in einem Text aus dem Jahr 1780. Karl Friedrich Splittegarb überarbeitete diesen ursprünglichen Entwurf grundlegend und veröffentlichte ihn 1795. Diese neue Fassung trug den Titel „Die Weihnachtsfreude“ und erlangte schnell große Bekanntheit. Ursprünglich war das Gedicht jedoch ohne die heute bekannte Melodie. Erst 1809 komponierte Carl Gottlieb Hering die eingängige Musik dazu. Durch diese Zusammenführung entstand ein zeitloser Klassiker der Weihnachtszeit. Das Lied wird seit Generationen gerne in der Adventszeit gesungen.

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Mueller

Das Weihnachtslied „Away in a Manger“ (im Deutschen oft als „In einer Krippe“) ist eines der populärsten Lieder im englischsprachigen Raum. Der Melodiename Mueller bezieht sich auf die in den USA am weitesten verbreitete Vertonung. Der Text ist entgegen landläufiger Mythen amerikanischen Ursprungs und entstand vermutlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Melodie wurde 1887 von dem US-amerikanischen Komponisten James Ramsey Murray (1841–1905) veröffentlicht. Da Murray das Lied fälschlich als „von Martin Luther komponiert“ auswies und nur seine eigenen Initialen für das Arrangement setzte, schrieben spätere Herausgeber die Melodie einem fiktiven oder unbekannten „Carl Mueller“ zu. Dieser Name hat sich in Hymnologien als Standardbezeichnung für diese spezifische Melodie etabliert.

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Neumark

Das bekannte Kirchenlied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ entstand im 17. Jahrhundert und gilt als eines der bedeutendsten Trostlieder des Barock. Sowohl der Text als auch die Melodie stammen von Georg Neumark (1621–1681). Angeblich entstand das Lied aus einer persönlichen Notsituation heraus. Neumark war auf der Reise zum Studium in Königsberg von Soldaten ausgeraubt worden und geriet in große materielle Not. Als er schließlich eine Anstellung als Hauslehrer fand, schrieb er dieses Lied als Dankgebet für die göttliche Führung.

Besonders berühmt ist auch die Verarbeitung des Liedes durch Johann Sebastian Bach, der darauf seine gleichnamige Choralkantate (BWV 93) basierte.

Noël nouvelet

Das traditionelle französische Weihnachtslied „Noël nouvelet“, das im englischsprachigen Raum als österlicher Hymnus „Now the green blade rises“ Berühmtheit erlangte, fasziniert durch seine tiefgründige Musikalität. Die im dorischen Modus komponierte Melodie besitzt einen unverkennbar mittelalterlichen Charakter, der durch seine altertümliche Mystik eine ganz besondere emotionale Wirkung entfaltet. In der rhythmischen Bewegung verbindet das Werk einen fließenden, erzählenden Gestus mit einer fast tänzerischen Energie im wiegenden Dreiertakt. Ein faszinierender Aspekt dieses Liedes liegt in seinem symbolischen Bedeutungswandel, da die ursprünglichen französischen Verse das neue Jahr und die Geburt Christi feierten, während der spätere englische Text die Melodie in ein kraftvolles Osterlied verwandelte. Diese englische Fassung nutzt das Aufkeimen der grünen Saat aus der dunklen Wintererde als bildhafte Metapher für die Auferstehung und den Sieg des Lebens über den Tod. Durch diese einzigartige Verbindung von melancholischer Tonsprache und österlicher Aufbruchsstimmung hat sich das Stück weltweit einen festen Platz im Repertoire von Chören und im gottesdienstlichen Leben erobert.

NYT YLÖS SIELUNI

Once in Royal David's City

Siehe:

 „Irby

Orientis partibus

Das charmante Weihnachtslied blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück, die bis in das französische Mittelalter des zwölften Jahrhunderts reicht. Die beschwingte Melodie ist tief in der Liturgie verwurzelt und begleitete damals unter dem lateinischen Titel „Orientis partibus“ ein historisches Fest zu Ehren des Esels der Heiligen Familie. Über die Jahrhunderte wandelte sich der feierliche Prozessionsgesang zu einem berührenden Weihnachtslied für Kinder, das heute vor allem im englischsprachigen Raum immense Popularität genießt. Im zwanzigsten Jahrhundert verfasste ein amerikanischer Gelehrter dazu den modernen englischen Text mit dem Titel „The Friendly Beasts“. Die Strophen erzählen auf poetische Weise aus der Perspektive der Tiere im Stall – wie Esel, Kuh und Schaf –, welche liebevollen Gaben sie dem neugeborenen Jesuskind darbringen. Durch die Verbindung einer mittelalterlichen Weise mit dieser unschuldigen Erzählung entstand ein zeitloses Kunstwerk, das die Demut der Weihnachtsnacht eindringlich spürbar macht. 

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People, Look East!

Das bekannte Weihnachtslied „People, Look East“ basiert auf einer traditionellen französischen Melodie aus dem späten Besançon-Weihnachtsliedgut. Der Liedtext wurde im Jahr 1928 von der englischen Autorin und Dichterin Eleanor Farjeon verfasst. Ursprünglich wurde das Stück für das englische Gesangbuch The Oxford Book of Carols geschrieben, das im selben Jahr erschien. Farjeon nutzte die schwungvolle Melodie, um die freudige Erwartung der Adventszeit und das Herannahen von Weihnachten zu beschreiben. Die historische Melodie selbst geht vermutlich auf das 18. Jahrhundert zurück und war ursprünglich ein weltliches französisches Volkslied. Heute gilt das Werk im englischsprachigen Raum als ein absoluter Klassiker für adventliche Gottesdienste. Durch seinen lebendigen Rhythmus hebt es sich von vielen eher getragenen und melancholischen Adventsliedern ab.

 

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Rendez À Dieu

Die Melodie RENDEZ À DIEU (auch bekannt als GENEVAN 118 oder GENEVAN 98) ist ein Meilenstein der protestantischen Kirchenmusik. Die Melodie wurde erstmals 1551 in der von Louis Bourgeois herausgegebenen Ausgabe des Genfer Psalters veröffentlicht. Sie wird Louis Bourgeois zugeschrieben, einem engen Weggefährten von Johannes Calvin, der als Kantor an der Kathedrale Saint-Pierre in Genf maßgeblich an der musikalischen Gestaltung der Reformation beteiligt war.

Die Melodie wird weltweit für verschiedene Texte genutzt. In englisch-sprachigen zum Beispiel als Vertonung für „Father, We Thank Thee Who Hast Planted“, "When John Baptized by Jordan's River" oder "Bread of the world" sowie anderen moderne Paraphrasen von Psalm 118. Im katholischen Gotteslob wird sie beim Choral Nun saget Dank und lobt den Herren genutzt.

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Rho im yr hedd (Rhys)

„Rho im yr hedd“ ist eine traditionelle walisische Hymne von großer kultureller Bedeutung. Der Titel des Kirchenliedes lässt sich am besten mit „Gib mir Frieden“ übersetzen. Aufgrund ihrer getragenen und trostreichen Melodie wird die Hymne in Wales besonders häufig bei Beerdigungen und Trauerfeiern gesungen. Der Text des Werkes wurde von dem bekannten walisischen Dichter und Prediger H. Elfet Lewis verfasst. Die dazugehörige Musik basiert auf der traditionellen Melodie namens „Rhys“, die von W.J. Evans komponiert wurde. Linguistisch sorgt die genaue Schreibweise des Titels aufgrund einer grammatikalischen Besonderheit bei den Pronomen immer wieder für Diskussionen. Heute existieren zahlreiche populäre Aufnahmen des Stücks, die von klassischen Chorfassungen bis hin zu modernen Folk-Interpretationen reichen.

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Richmond

Siehe 

"Chesterfield"

Schulz

Alias: Ihr Kinderlein kommet (O come, little children)

 

Shall We Gather at the River

„Shall We Gather at the River“ ist ein bekanntes amerikanisches Kirchenlied, das 1864 von dem baptistischen Pastor Robert Lowry verfasst wurde. Lowry komponierte Text und Melodie spontan während einer extremen Hitzewelle und Epidemie in New York, um den von Leid geplagten Menschen Hoffnung zu schenken. Inhaltlich basiert das Werk auf der biblischen Offenbarung und beschreibt den paradiesischen Lebensstrom am Throne Gottes als Ort des ewigen Friedens. Im Gegensatz zu vielen düsteren Liedern jener Zeit betont diese Hymne die freudige Wiederbegegnung der Gläubigen nach dem Tod. Das Lied zeichnet sich durch einen rhythmischen, marschähnlichen Charakter aus und wurde im 19. Jahrhundert traditionell bei Taufen unter freiem Himmel gesungen. Bis heute ist das Stück ein fester Bestandteil der amerikanischen Kultur und wird häufig bei Beerdigungen sowie in klassischen Western-Filmen eingesetzt. 

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Siyahamba

„Siyahamba“ ist ein christliches Kirchenlied, das ursprünglich aus einer ländlichen Gemeinde in Südafrika stammt. Der Titel entspringt der Sprache der Zulu und bedeutet übersetzt „Wir gehen“ oder „Wir wandeln“. Nach jahrzehntelanger mündlicher Überlieferung im 20. Jahrhundert wurde das Stück im Jahr 1952 erstmals schriftlich aufgezeichnet. Ein schwedischer Musiklehrer brachte das Lied schließlich 1978 nach Europa, von wo aus es seine internationale Berühmtheit erlangte. Der sehr kurze Text bedeutet übersetzt „Wir wandeln im Licht Gottes“ und transportierte zur Zeit der Apartheid auch eine hoffnungsvolle Botschaft der Freiheit. Musikalisch zeichnet sich das Werk durch einen fröhlichen Rhythmus, den typischen Wechselgesang und einprägsame Wiederholungen aus. Heute ist der mitreißende Chorgesang ein fester Bestandteil in Liederbüchern auf der ganzen Welt.

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St. Clement

Das Lied „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“ ist ein bekanntes Abendlied. Das Lied stammt ursprünglich aus England und trägt den Titel „The day thou gavest, Lord, is ended“. Die heute weltweit genutzte Melodie mit dem Namen St. Clement wurde von Clement Cotterill Scholefield komponiert. Das Lied zeichnet sich durch ein besonderes Motiv aus, das über ein reines Dankgebet für den vergangenen Tag hinausgeht: In der letzten Strophe wird der Untergang irdischer Reiche der Unzerstörbarkeit von Gottes Thron und Reich gegenübergestellt. Bekanntheit erlangte das Lied im englischsprachigen Raum vor allem durch das 60. Thronjubiläum von Königin Victoria im Jahr 1897, für das sie es sich persönlich als Hymne wünschte. Es wird bis heute oft bei Staatsakten, Trauerfeiern oder militärischen Zeremonien (wie dem Zapfenstreich) gespielt.

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St. Theodulph

Die Kirchenlied-Melodie „ST. THEODULPH“ wurde im Jahr 1615 von dem Komponisten Melchior Teschner geschaffen. Ursprünglich entstand sie in Deutschland als Vertonung für das Sterbelied „Valet will ich dir geben“, das Trost in Zeiten einer schweren Pestepidemie spenden sollte. Im englischsprachigen Raum erhielt die Weise ihren heutigen Namen durch die Verknüpfung mit einem berühmten Palmsonntags-Hymnus, dessen Text auf den heiligen Theodulf von Orléans zurückgeht. Durch diese doppelte Tradition verbindet die Melodie bis heute tiefen Trost bei Trauerfeiern mit triumphalem Jubel an Festtagen. Ihre kraftvolle und klare Struktur inspirierte im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche bedeutende Musiker zu eigenen Bearbeitungen. Allen voran bettete Johann Sebastian Bach den Choral prominent in seine berühmte Johannes-Passion sowie in kunstvolle Orgelwerke ein. Bis in die Gegenwart hinein genießt das Stück weltweiten Ruhm und wird regelmäßig bei großen staatlichen oder kirchlichen Zeremonien aufgeführt.

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Suo Gân

Die Wurzeln des traditionellen walisischen Schlaflieds „Suo Gân“ reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück, wobei eine anonyme Fassung um 1800 erstmals gedruckt wurde. Das zeitlose Schlaflied fasziniert seit Generationen durch seine Schlichtheit und emotionale Tiefe. In den Strophen spiegelt sich die tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind wider, die durch die Musik eine universelle Sprache erhält. Die sanften Wortwiederholungen im Text wirken hypnotisch und unterstützen das Einschlafen des Kindes. Historisch betrachtet zeigt das Werk, wie mündlich überlieferte Volksmusik im ländlichen Wales Identität und Trost stiftete. Auch ohne komplexe Instrumentierung entfaltet die reine Melodie eine starke, fast meditative Wirkung im Raum. 

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Susani

Das barocke Weihnachtslied „Vom Himmel hoch, o Engel, kommt!“ entstand mitten im Dreißigjährigen Krieg und wurde vermutlich von dem Jesuiten Friedrich Spee verfasst. Im Zentrum steht die Tradition des mittelalterlichen Kindelwiegens, bei dem die Geburt Jesu tänzerisch und musikalisch an einer Wiege gefeiert wurde. Der namensgebende Kehrreim „Susani“ ist dabei ein historischer, zärtlicher Wiegenruf, der dem Neugeborenen Geborgenheit vermitteln soll. Anders als Luthers Erzähllied fordert dieser Text die Engel direkt dazu auf, mit einem prächtigen Orchester aus Geigen, Harfen und Trompeten auf die Erde hinabzusteigen. Dem irdischen Leid des Krieges setzt das Lied so eine unbeschwerte, himmlische Gegenwelt voller musikalischer Lebensfreude entgegen. Durch die Erwähnung Marias betont das Werk zudem die typisch katholische Frömmigkeit der Gegenreformation. Musikalisch lädt der wiegende Dreiertakt bis heute zum intuitiven Mitmachen ein und transportiert am Ende eine tiefe Sehnsucht nach globalem Frieden. Im englisch-sprachigen Raum ist Susani auch unter dem Titel "From Heaven high, o Angels, come!" bekannt.

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Sussex Carol

Das "Sussex Carol", auch bekannt als "On Christmas Night all Christians Sing", ist ein traditionelles englisches Weihnachtslied, das freudig die Geburt Jesu Christi besingt. Die Wurzeln des Textes reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, während die bekannte Melodie auf eine Überlieferung aus Sussex zurückgeht. Der Komponist Ralph Vaughan Williams hat das Lied im frühen 20. Jahrhundert aufgezeichnet und dadurch bewahrt. Durch seine lebhafte und feierliche Art ist es zu einem festen Bestandteil von Weihnachtsfeiern und Chorkonzerten geworden. Besonders bekannt ist es für seine optimistische Stimmung, die die weihnachtliche Botschaft unterstreicht. Heute wird das Stück weltweit geschätzt und oft in der Weihnachtszeit aufgeführt. Es verbindet traditionelle Volksmusik mit der festlichen Atmosphäre des Weihnachtsfestes.

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The Lord's my Shepherd

Der Text basiert auf der schottischen Fassung des biblischen Psalms 23 von 1650 und beschreibt das tiefe Vertrauen in Gott. Gott wird hierbei als fürsorglicher Hirte dargestellt, der für alle lebensnotwendigen Bedürfnisse seiner Schöpfung sorgt. Er führt die Gläubigen auf saftige, grüne Weiden und spendet ihnen an ruhigen Gewässern neue Lebenskraft. Selbst in den dunkelsten Momenten des Lebens und im Angesicht des Todes vertreibt die göttliche Gegenwart jede Angst. Der Hirtenstab dient dabei als Symbol des Schutzes und spendet dem Wanderer anhaltenden Trost. Trotz der Bedrohung durch Feinde schenkt Gott reichlichen Segen und füllt den Lebensbecher bis zum Überlaufen. Diese in Schottland tief verwurzelte Hymne verspricht, dass die gläubige Seele von Güte begleitet wird und ihr ewiges Zuhause im Hause des Herrn findet.

 

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There's a Song in the Air

„There’s a Song in the Air“ ist ein bekanntes amerikanisches Weihnachtslied, das 1872 von Josiah Gilbert Holland gedichtet wurde. Die heute gängige Melodie stammt hingegen aus dem Jahr 1904 von Karl Pomeroy Harrington. Das Lied thematisiert poetisch die Ereignisse in der Heiligen Nacht und verbindet himmlische Erscheinungen mit irdischer Freude. Im Mittelpunkt stehen dabei der Stern von Bethlehem, der Gesang der Engel und die Krippe. Es betont die universelle Botschaft von Frieden und Liebe, die auch in der heutigen Zeit nachhallt. Zudem ist das Stück ein fester Bestandteil in vielen amerikanischen Gesangbüchern zur Weihnachtszeit. Durch seine getragene und feierliche Art vermittelt das Lied eine besinnliche Stimmung.

 

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Transeamus usque Bethlehem

Das festliche Weihnachtsstück „Transeamus usque Bethlehem“ begeistert die Menschen seit Generationen mit seiner mitreißenden Melodie und der kraftvollen lateinischen Sprache. Die Geschichte des Werkes ist eng mit der schlesischen Musiktradition verbunden, wo es über lange Zeit in Kirchenarchiven bewahrt und schließlich im neunzehnten Jahrhundert weit über die Region hinaus bekannt wurde. Der lateinische Text schildert den historischen Aufruf der Hirten, die sich voller Eifer auf den Weg nach Bethlehem machen, um das neugeborene Christuskind in der Krippe zu suchen. Musikalisch spiegelt das Stück diese Dynamik perfekt wider, indem sich die eilenden, rhythmischen Schritte der Hirten im lebendigen Wechselgesang zwischen Solisten und Chor widerspiegeln. Bis heute gehört der feierliche Chorsatz zu den absoluten Höhepunkten in Christmetten und weihnachtlichen Konzerten.

 

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Truro

Die festliche Kirchenlied-Melodie „Truro“ entstand im späten achtzehnten Jahrhundert in England und besticht bis heute durch ihren majestätischen Charakter. Ihr Name erinnert an die gleichnamige Stadt in Cornwall, während die genaue Identität des Komponisten bis heute ein Rätsel der Musikgeschichte bleibt.

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'Twas in the Moon of Wintertime

Une jeune pucelle

Dieses sehr alte Weihnachtslied Kanadas verbindet eine französische Renaissancemelodie auf einzigartige Weise mit der Kultur der indigenen Völker Nordamerikas. Die getragene Musik in einer melancholischen Molltonart ging aus einem im sechzehnten Jahrhundert europaweit beliebten Tanz- und Volkslied hervor. Mitte des siebzehnten Jahrhunderts nutzte der französische Jesuitenmissionar Jean de Brébeuf diese bekannte Weise, um der ansässigen Bevölkerung der Huronen die biblische Weihnachtsgeschichte nahezubringen. Bei der Gestaltung des Textes verzichtete er auf europäische Begriffe und verlegte die Geburt Jesu stattdessen in eine traditionelle Rindenhütte und in wärmende Kaninchenfelle. Die Heiligen Drei Könige wurden in dieser Version als Häuptlinge dargestellt, die dem neugeborenen Kind wertvolle Pelze als Geschenke darbrachten. Die heute weltweit bekannte englische Textfassung entstand erst Jahrhunderte später durch die freie und romantische Bearbeitung des kanadischen Journalisten und Dichters Jesse Edgar Middleton.

 

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Veni, Veni

Das bekannte Adventslied „O komm, o komm, Emmanuel“ basiert auf den jahrhundertealten O-Antiphonen der katholischen Liturgie. Es drückt die tiefgehende Sehnsucht der Menschen nach dem Erlöser aus und greift den biblischen Namen für „Gott mit uns“ auf. Die historische Entstehung reicht bis in das zwölfte Jahrhundert zurück, als die lateinischen Rufe erstmals zu einem zusammenhängenden Hymnus gebündelt wurden. Heute existiert das Stück im deutschen Sprachraum in zwei grundlegend verschiedenen Traditionen mit jeweils eigenen Melodien und Texten. Im evangelischen Gesangbuch erklingt es zu einer schwebenden französischen Weise, während die katholischen Regionalausgaben eine schwungvolle Melodie aus dem neunzehnten Jahrhundert nutzen. Der kraftvolle Refrain spendet den Singenden mitten in der dunklen Adventszeit eine tröstliche und unumstößliche Hoffnung auf das Weihnachtsfest.

 

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Walking in the Air

„Walking in the Air“ ist das weltberühmte Musikstück aus dem britischen Zeichentrickklassiker „Der Schneemann“ von 1982. Der englische Komponist Howard Blake schrieb das Lied für die magische Schlüsselszene, in der ein Junge und sein lebendiger Schneemann zum Nordpol fliegen. Da der gesamte Film ohne gesprochene Worte auskommt, übernimmt der Gesang hier die tragende Rolle der Erzählung.

In der originalen Filmfassung singt der junge Chorknabe Peter Auty die berührende Melodie über das lautlose Schweben am Nachthimmel. Einige Jahre später machte der walisische Sänger Aled Jones das Lied durch eine Neuaufnahme zu einem weltweiten Weihnachtshit.

When John Baptized by Jordan's River

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"RENDEZ À DIEU"

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