Choräle und Melodien
Index T
Entdecken Sie Melodien und Choräle, die mit dem Buchstaben T beginnen. Die angebotenen Musik-Videos sind Interpretationen des Kirchenmusikers Michael Blessing: Sie können finden diese auch auf YouTube und dem Kanal Orgelwerkstatt
Übersicht
Tantum ergo sacramentum
Beschreibung
Das Lied „Tantum ergo“ (deutsch meist unter dem Titel „Sakrament der Liebe Gottes“) ist eine bedeutende eucharistische Hymne der katholischen Kirche. Der Text stammt ursprünglich vom heiligen Thomas von Aquin (um 1264). Er verfasste ihn für das neu eingeführte Fronleichnamsfest auf Bitten von Papst Urban IV. Die im aktuellen Gotteslob unter der Nummer 495 bekannte Übertragung „Sakrament der Liebe Gottes“ wurde 1970 von Friedrich Dörr verfasst. Der lateinische Titel „Tantum ergo sacramentum“ bedeutet übersetzt „Darum so groß das Sakrament“. Das Lied thematisiert die Anbetung der Gegenwart Christi in der Hostie. Es wird traditionell am Ende einer Aussetzung des Allerheiligsten, unmittelbar vor dem sakramentalen Segen, gesungen. Eine Kernaussage ist, dass der menschliche Verstand und die Sinne die Gegenwart Gottes im Brot nicht voll erfassen können; hier müsse der „Glaube aushelfen, wo die Sinne versagen“.
Gesangbücher
GL 495 "Sakrament der Liebe Gottes"
GL 496 "Tantum ergo sacramentum"
Liedtext
Tantum ergo sacramentum
veneremur cernui,
et antiquum documentum
novo cedat ritui.
praestet fides supplementum
sensuum defectui.
Genitori genitoque
laus et jubilatio.
Salus, honor, virtus quoque
sit et benedictio!
Procedenti ab utroque
compar sit laudatio!
Amen.
Musikvideos
Tauet, Himmel, den Gerechten
Beschreibung
Das Lied „Tauet, Himmel, den Gerechten“ ist einer der bekanntesten adventlichen Gesänge im katholischen Raum. Es basiert auf dem biblischen Ruf „Rorate caeli“ (Jesaja 45,8). Die heute gebräuchliche Fassung stammt aus dem Jahr 1774 und wird dem Jesuiten Michael Denis zugeschrieben. Er schuf sie für sein „Wöchentliches Gebet- und Gesangbuch“ im Zuge der Aufklärung, um die lateinischen Rorate-Gesänge in die Volkssprache zu übertragen. Die Melodie findet sich erstmals im „Speyerer Gesangbuch“ (1599). Sie hat ihren Ursprung jedoch in älteren böhmischen oder lateinischen Vorbildern und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach rhythmisch angepasst. Der Text drückt die Sehnsucht der Menschheit nach dem Erlöser aus. Das „Tauen“ des Himmels ist ein Bild für die Ankunft Gottes auf der Erde, die wie der Morgentau Leben spendet.
Gesangbücher
GL 741: "Tauet, Himmel, den Gerechten" (Bistum Augsburg)
Liedtext
Tauet, Himmel, den Gerechten,
Wolken, regnet ihn herab!
rief das Volk in bangen Nächten,
dem Gott die Verheißung gab:
einst den Mittler selbst zu sehen
und zum Himmel einzugehen.
Denn verschlossen war das Tor,
bis der Heiland trat hervor.
Musikvideos
Choralbearbeitung
Komponist: Franz Reithmeier
Literatur: 12 Choralvorspiele zu Advents- und Weihnachtsliedern
The Lord's my Shepherd
Beschreibung
Der Text basiert auf der schottischen Fassung des biblischen Psalms 23 von 1650 und beschreibt das tiefe Vertrauen in Gott. Gott wird hierbei als fürsorglicher Hirte dargestellt, der für alle lebensnotwendigen Bedürfnisse seiner Schöpfung sorgt. Er führt die Gläubigen auf saftige, grüne Weiden und spendet ihnen an ruhigen Gewässern neue Lebenskraft. Selbst in den dunkelsten Momenten des Lebens und im Angesicht des Todes vertreibt die göttliche Gegenwart jede Angst. Der Hirtenstab dient dabei als Symbol des Schutzes und spendet dem Wanderer anhaltenden Trost. Trotz der Bedrohung durch Feinde schenkt Gott reichlichen Segen und füllt den Lebensbecher bis zum Überlaufen. Diese in Schottland tief verwurzelte Hymne verspricht, dass die gläubige Seele von Güte begleitet wird und ihr ewiges Zuhause im Hause des Herrn findet.
Gesangbücher
LSB 710: "The Lord's my Shepherd, I'll not want"
Liedtext
The Lord's my Shepherd, I'll not want;
He makes me down to lie
In pastures green; He leadeth me
The quiet waters by.
My soul He doth restore again;
And me to walk doth make
Within the paths of righteousness,
E'en for His own name's sake.
Musikvideos
There's a Song in the Air
Beschreibung
„There’s a Song in the Air“ ist ein bekanntes amerikanisches Weihnachtslied, das 1872 von Josiah Gilbert Holland gedichtet wurde. Die heute gängige Melodie stammt hingegen aus dem Jahr 1904 von Karl Pomeroy Harrington. Das Lied thematisiert poetisch die Ereignisse in der Heiligen Nacht und verbindet himmlische Erscheinungen mit irdischer Freude. Im Mittelpunkt stehen dabei der Stern von Bethlehem, der Gesang der Engel und die Krippe. Es betont die universelle Botschaft von Frieden und Liebe, die auch in der heutigen Zeit nachhallt. Zudem ist das Stück ein fester Bestandteil in vielen amerikanischen Gesangbüchern zur Weihnachtszeit. Durch seine getragene und feierliche Art vermittelt das Lied eine besinnliche Stimmung.
Liedtext
There’s a song in the air!
There’s a star in the sky!
There’s a mother’s deep prayer
And a baby’s low cry!
And the star rains its fire while the beautiful sing,
For the manger of Bethlehem cradles a King.
There’s a tumult of joy
O’er the wonderful birth,
For the Virgin’s sweet boy
Is the Lord of the earth.
Ay! the star rains its fire while the beautiful sing,
For the manger of Bethlehem cradles a King.
Musikvideos
Tochter Zion, freue dich
Beschreibung
Das Adventslied „Tochter Zion, freue dich“ ist ein Beispiel für ein „geistliches Pasticcio“, bei dem ein neuer christlicher Text mit einer bereits existierenden, berühmten Melodie kombiniert wurde. Händel komponierte die Musik ursprünglich für sein Oratorium „Josua“. Da das Stück so erfolgreich war, fügte er es nachträglich auch in sein Oratorium „Judas Maccabaeus“ ein. Im Oratorium lautet der deutsche Titel „Seht, er kommt mit Preis gekrönt“ und war ursprünglich ein festlicher Triumphmarsch zur Feier eines militärischen Siegers. Der heute bekannte deutsche adventliche Text wurde erst rund 70 Jahre nach Händels Tod verfasst.
Gesangbücher
GL 228 "Tochter Zion, freue dich"
EG 13 "Tochter Zion, freue dich"
Liedtext:
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir, ja, er kommt, der Friedefürst.
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Ewig steht dein Friedensthron, du, des ewgen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Musikvideos
Choralvorspiel
Komponist: Hans-André Stamm
Literatur: 20 Choralvorspiele zur Advents- und Weihnachtszeit
Transeamus usque Bethlehem
Beschreibung
Das festliche Weihnachtsstück „Transeamus usque Bethlehem“ begeistert die Menschen seit Generationen mit seiner mitreißenden Melodie und der kraftvollen lateinischen Sprache. Die Geschichte des Werkes ist eng mit der schlesischen Musiktradition verbunden, wo es über lange Zeit in Kirchenarchiven bewahrt und schließlich im neunzehnten Jahrhundert weit über die Region hinaus bekannt wurde. Der lateinische Text schildert den historischen Aufruf der Hirten, die sich voller Eifer auf den Weg nach Bethlehem machen, um das neugeborene Christuskind in der Krippe zu suchen. Musikalisch spiegelt das Stück diese Dynamik perfekt wider, indem sich die eilenden, rhythmischen Schritte der Hirten im lebendigen Wechselgesang zwischen Solisten und Chor widerspiegeln. Bis heute gehört der feierliche Chorsatz zu den absoluten Höhepunkten in Christmetten und weihnachtlichen Konzerten.
Liedtext
Transeamus usque Bethlehem
et videamus hoc verbum quod factum est.
Mariam et Joseph et Infantem positum in praesepio.
Gloria, gloria, gloria in excelsis Deo
et in terra pax hominibus bonae voluntatis.
Musikvideos
Ein Engel Gottes erscheint den Hirten (1)
Komponist: Herbert Paulmichl
Literatur: Transeamus usque Bethlehem
Ein Engel verkündet die Geburt des Kindes (2)
Komponist: Herbert Paulmichl
Literatur: Transeamus usque Bethlehem
Die Hirten kehren, Gott dankend, froh zu ihren Herden zurück (6)
Komponist: Herbert Paulmichl
Literatur: Transeamus usque Bethlehem
Truro
Beschreibung
Die festliche Kirchenlied-Melodie „Truro“ entstand im späten achtzehnten Jahrhundert in England und besticht bis heute durch ihren majestätischen Charakter. Ihr Name erinnert an die gleichnamige Stadt in Cornwall, während die genaue Identität des Komponisten bis heute ein Rätsel der Musikgeschichte bleibt.
Musikvideos
Tut mir auf die schöne Pforte
Beschreibung
Das bekannte Kirchenlied wird traditionell als Eingangslied im Gottesdienst gesungen. Der Text wurde im Jahr 1632 von dem bedeutenden Barockdichter Benjamin Schmolck verfasst, der darin die Sehnsucht der Gläubigen nach der Begegnung mit Gott im Gotteshaus ausdrückt. Die heute gebräuchliche, feierliche Melodie stammt ursprünglich von Joachim Neander aus dem Jahr 1680, der sie eigentlich für sein Lied „Unser Herrscher, unser König“ komponiert hatte. Im Kern der Strophen steht die Bitte, dass Gott die Herzen der Menschen öffnet, damit sein Wort auf fruchtbaren Boden fallen und geistliche Wirkung entfalten kann. Das Lied ist geprägt von einer tiefen barocken Frömmigkeit, die den Gottesdienst als einen heiligen Ort des Trostes und der göttlichen Gegenwart versteht. Durch seine zeitlose Bildsprache von Pforten, Höfen und dem göttlichen Licht hat das Werk über Jahrhunderte hinweg seinen festen Platz in der evangelischen Liturgie bewahrt. Bis heute verbindet es Gemeinden im gesamten deutschsprachigen Raum beim gemeinsamen Beginn ihrer Gottesdienste.
Gesangbücher
EG 166 "Tut mir auf die schöne Pforte"
Liedtext
Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.
Musikvideos
Choral-Konzert "Tut mir auf die schöne Pforte" & "Gott ist gegenwärtig"
Komponist: Joachim Roller
Literatur: Festliche Choralconcerti
'Twas in the Moon of Wintertime
Beschreibung
Dieses sehr alte Weihnachtslied Kanadas verbindet eine französische Renaissancemelodie auf einzigartige Weise mit der Kultur der indigenen Völker Nordamerikas. Die getragene Musik in einer melancholischen Molltonart ging aus einem im sechzehnten Jahrhundert europaweit beliebten Tanz- und Volkslied hervor. Mitte des siebzehnten Jahrhunderts nutzte der französische Jesuitenmissionar Jean de Brébeuf diese bekannte Weise, um der ansässigen Bevölkerung der Huronen die biblische Weihnachtsgeschichte nahezubringen. Bei der Gestaltung des Textes verzichtete er auf europäische Begriffe und verlegte die Geburt Jesu stattdessen in eine traditionelle Rindenhütte und in wärmende Kaninchenfelle. Die Heiligen Drei Könige wurden in dieser Version als Häuptlinge dargestellt, die dem neugeborenen Kind wertvolle Pelze als Geschenke darbrachten. Die heute weltweit bekannte englische Textfassung entstand erst Jahrhunderte später durch die freie und romantische Bearbeitung des kanadischen Journalisten und Dichters Jesse Edgar Middleton.
Musikvideos
Stille Nacht, heilige Nacht
Beschreibung
Das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ gilt als das „Weltfriedenslied“ und wurde 2011 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe in Österreich anerkannt. Der Text stammt von dem Hilfspriester Joseph Mohr. Er verfasste das Gedicht bereits 1816 in Mariapfarr im Lungau (Salzburger Land). Die Melodie wurde am 24. Dezember 1818 von dem Dorfschullehrer und Organisten Franz Xaver Gruber auf Bitte Mohrs komponiert. Das Lied ist ein Wiegenlied für das Jesuskind, das die Ruhe und den Frieden der Geburtsnacht thematisiert. Es betont das Wunder der Menschwerdung Gottes („Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund“) und die universale Heilsbotschaft. Zur Zeit der Entstehung (kurz nach den Napoleonischen Kriegen) sehnten sich die Menschen nach Frieden und Sicherheit. Das Lied bot Trost in einer wirtschaftlich und politisch schweren Zeit. Salzburg war durch die Kriege und den Wiener Kongress (1814/15) schwer gezeichnet: es wurde innerhalb weniger Jahre mehrfach zwischen Österreich, Bayern und Frankreich hin- und hergereicht. Erst 1816 – im Jahr, als Joseph Mohr den Text verfasste – wurde Salzburg endgültig Österreich zugesprochen.
Gesangbücher
GL 249 "Stille Nacht, Heilige Nacht"
EG 46 "Stille Nacht, Heilige Nacht"
Liedtext
Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hochheilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh,
schlaf in himmlischer Ruh!
Stille Nacht, heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht,
durch der Engel Halleluja,
tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da!
Christ, der Retter ist da!
Stille Nacht, heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt,
Christ, in deiner Geburt!
Musikvideos
St. Theodulph
Beschreibung
Die Kirchenlied-Melodie „ST. THEODULPH“ wurde im Jahr 1615 von dem Komponisten Melchior Teschner geschaffen. Ursprünglich entstand sie in Deutschland als Vertonung für das Sterbelied „Valet will ich dir geben“, das Trost in Zeiten einer schweren Pestepidemie spenden sollte. Im englischsprachigen Raum erhielt die Weise ihren heutigen Namen durch die Verknüpfung mit einem berühmten Palmsonntags-Hymnus, dessen Text auf den heiligen Theodulf von Orléans zurückgeht. Durch diese doppelte Tradition verbindet die Melodie bis heute tiefen Trost bei Trauerfeiern mit triumphalem Jubel an Festtagen. Ihre kraftvolle und klare Struktur inspirierte im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche bedeutende Musiker zu eigenen Bearbeitungen. Allen voran bettete Johann Sebastian Bach den Choral prominent in seine berühmte Johannes-Passion sowie in kunstvolle Orgelwerke ein. Bis in die Gegenwart hinein genießt das Stück weltweiten Ruhm und wird regelmäßig bei großen staatlichen oder kirchlichen Zeremonien aufgeführt.
Gesangbücher
GL 395 "Den Herren will ich loben"
GL 854 "Lasst uns den Herrn erheben" (Bayern/Thüringen)
GL 859 "Maria ist voll Freude" (Bistum Augsburg)
EG 157 "Laß mich dein sein und bleiben"
EG 257 "Der du in Todesnächten"
LSB 442 "All glory, laud, and honor"
LSB 724 "If God himself Be for me"
Musikvideos
Partita on "All Glory, Laud and Honor"
Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: All Glory, Laud and Honor
Suo Gân
Beschreibung
Die Wurzeln des traditionellen walisischen Schlaflieds „Suo Gân“ reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück, wobei eine anonyme Fassung um 1800 erstmals gedruckt wurde. Das zeitlose Schlaflied fasziniert seit Generationen durch seine Schlichtheit und emotionale Tiefe. In den Strophen spiegelt sich die tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind wider, die durch die Musik eine universelle Sprache erhält. Die sanften Wortwiederholungen im Text wirken hypnotisch und unterstützen das Einschlafen des Kindes. Historisch betrachtet zeigt das Werk, wie mündlich überlieferte Volksmusik im ländlichen Wales Identität und Trost stiftete. Auch ohne komplexe Instrumentierung entfaltet die reine Melodie eine starke, fast meditative Wirkung im Raum.
Musikvideos
Susani
Beschreibung
Das barocke Weihnachtslied „Vom Himmel hoch, o Engel, kommt!“ entstand mitten im Dreißigjährigen Krieg und wurde vermutlich von dem Jesuiten Friedrich Spee verfasst. Im Zentrum steht die Tradition des mittelalterlichen Kindelwiegens, bei dem die Geburt Jesu tänzerisch und musikalisch an einer Wiege gefeiert wurde. Der namensgebende Kehrreim „Susani“ ist dabei ein historischer, zärtlicher Wiegenruf, der dem Neugeborenen Geborgenheit vermitteln soll. Anders als Luthers Erzähllied fordert dieser Text die Engel direkt dazu auf, mit einem prächtigen Orchester aus Geigen, Harfen und Trompeten auf die Erde hinabzusteigen. Dem irdischen Leid des Krieges setzt das Lied so eine unbeschwerte, himmlische Gegenwelt voller musikalischer Lebensfreude entgegen. Durch die Erwähnung Marias betont das Werk zudem die typisch katholische Frömmigkeit der Gegenreformation. Musikalisch lädt der wiegende Dreiertakt bis heute zum intuitiven Mitmachen ein und transportiert am Ende eine tiefe Sehnsucht nach globalem Frieden. Im englisch-sprachigen Raum ist Susani auch unter dem Titel "From Heaven high, o Angels, come!" bekannt.
Musikvideos