Abend wird es wieder

Das bekannte deutsche Abendlied "Abend wird es wieder" ist ein stimmungsvolles Werk aus dem 19. Jahrhundert, das von Johann Christian Heinrich Rinck und Christian Wilhelm Ferdinand Schütz stammt. Der Text beschreibt einfühlsam die beruhigende Atmosphäre, wenn die Natur zur Abenddämmerung zur Ruhe kommt und Stille einkehrt. Die sanfte, getragene Melodie macht es zu einem idealen Schlaflied, das oft im Familienkreis gesungen wird. Neben dem Naturbezug vermitteln die Zeilen eine Atmosphäre von Dankbarkeit und Vertrauen. Es ist ein fester Bestandteil des klassischen deutschen Liedguts, der über Generationen hinweg gepflegt wird. Diese zeitlose Komposition bringt mit ihrer melancholischen und friedlichen Stimmung eine besinnliche Atmosphäre in die Abendstunden. Viele Menschen verbinden mit diesem Lied Kindheitserinnerungen und eine tief empfundene Ruhe.

Liedtext:

Abend wird es wieder; über Wald und Feld
säuselt Frieden nieder, und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet sich am Felsen dort,
und er rauscht und fließet immer, immer fort.

Und kein Abend bringet Frieden ihm und Ruh,
keine Glocke klinget ihm ein Rastlied zu.

 

Hören Sie dieses stimmungsvolle deutsche Abendlied in einer sanften Choral-Bearbeitung für die Kirchenorgel, komponiert von Franz Reithmeier.

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen Band 3

Abide, O dearest Jesus

Das Kirchenlied „Abide, O Dearest Jesus“ geht auf das 1628 von Josua Stegmann veröffentlichte deutsche Werk „Ach bleib mit deiner Gnade“ zurück, das während des Dreißigjährigen Krieges als Trostgesang entstand. Im 19. Jahrhundert wurde der Text durch August Crull ins Englische übersetzt. Musikalisch basiert das Lied auf einer Melodie von Melchior Vulpius aus dem Jahr 1609. Es etablierte sich fest im reformatorischen Liedgut und wird bis heute weltweit als feierlicher Abschlussgesang in Gottesdiensten genutzt.

Abide with me

„Abide with me“ ist ein weltweit berühmtes Kirchenlied, das im 19. Jahrhundert von dem schottischen Pfarrer Henry Francis Lyte kurz vor seinem Tod verfasst wurde. Angesichts seiner eigenen schweren Erkrankung schrieb er die Zeilen als zutiefst persönliches Gebet in der Gewissheit des nahenden Lebensendes. Die heute untrennbar mit dem Text verbundene, trostspendende Melodie komponierte der englische Organist William Henry Monk wenige Jahre später. Im deutschen Sprachraum ist das Werk durch die kongeniale Übersetzung „Bleib bei mir, Herr“ zu einem festen Bestandteil des geistlichen Liedguts geworden. Die zentrale Aussage greift die biblische Bitte der Emmaus-Jünger auf, in der Dunkelheit und Not nicht allein gelassen zu werden. Dabei symbolisiert der hereinbrechende Abend sowohl das Ende eines Tages als auch das Sterben und die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Das Lied spendet bis heute Hoffnung, indem es die Angst vor dem Tod und der Einsamkeit in ein radikales, unerschütterliches Gottvertrauen verwandelt.

Lutheran Service Book: LSB 878

Liedtext:

Abide with me: fast falls the eventide;
The darkness deepens; Lord, with me abide.
When other helpers fail and comforts flee,
Help of the helpless, O abide with me.

Swift to its close ebbs out life's little day;
Earth's joys grow dim, its glories pass away;
Change and decay in all around I see.
O Thou who changest not, abide with me.

 

Das weltweit bekannte englische Glaubenslied eingespielt an der Sakralorgel. Die feierliche Orgel-Bearbeitung stammt von Franz Reithmeier.

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen Band 3

Ach bleib mit deiner Gnade

„Ach bleib mit deiner Gnade“ ist ein bekanntes Kirchenlied, das der deutsche Theologe Josua Stegmann im Jahr 1628 mitten im Dreißigjährigen Krieg veröffentlichte. Die zugehörige, trostreiche Melodie stammt von dem Komponisten Melchior Vulpius und war ursprünglich für ein Sterbelied gedacht. Der Text ist als dringendes, persönliches Bittgebet an Jesus Christus formuliert, das um dauerhaften Beistand in Zeiten der Not fleht. Jede der kurzen Strophen entfaltet diesen Wunsch nach göttlicher Nähe durch ein anderes zentrales Motiv wie das schützende Gotteswort, das erleuchtende Licht oder den väterlichen Segen. Das Lied thematisiert die menschliche Verwundbarkeit und setzt der Angst vor irdischen und geistlichen Gefahren ein unerschütterliches Vertrauen entgegen. Durch diese zeitlosen Motive von Schutz und Beständigkeit entwickelte sich der Choral zu einem der wichtigsten Lieder für den Abend sowie für das Ende von Gottesdiensten. Heute verbindet das Werk als fester Bestandteil sowohl evangelischer als auch katholischer Gesangbücher die Konfessionen im gemeinsamen Gesang. Im Lutheran Service Book wird der Text "Abide, O dearest Jesus" auf die Melodie gesungen.

Katholisches Gotteslob: GL 436

Evangelisches Gesangbuch: EG 347

Lutheran Service Book: LSB 919

Liedtext:

Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ,
dass uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.

Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert,
dass uns sei hier und dorte dein Güt und Heil beschert.

 

Präsentiert in drei Facetten für die Orgel: Als filigranes Trio von Markus Epp, als festliches Orgel-Konzert von Joachim Roller oder als getragene Bearbeitung von Franz Reithmeier.

Trio (c.f. im Pedal)

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen Band 5

Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

Der Text und die Melodie stammen von Michael Franck (1609–1667), einem thüringischen Lehrer und Dichter. Das Lied entstand kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Diese Zeit war tief geprägt von den Erfahrungen massenhaften Sterbens, Hunger und Zerstörung, was die Beschäftigung mit der menschlichen Sterblichkeit ins Zentrum der Kultur rückte. Besondere Berühmtheit erlangte das Werk durch Johann Sebastian Bach, der es 1724 als Grundlage für seine gleichnamige Choralkantate (BWV 26) verwendete. 

Der Choral ist ein klassischer Ausdruck des barocken Vanitas-Gedankens (lateinisch vanitas für „Eitelkeit“, „Nichtigkeit“ oder „Leere“). Er vergleicht das menschliche Leben mit flüchtigen Naturphänomenen wie Nebel, einem Strom oder einer Blume. Es betont, dass irdischer Besitz, Schönheit und Ehre ohne dauerhaften Wert sind, da sie im Tod enden.

Evangelisches Gesangbuch: 
EG 528: Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

Liedtext:

Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Ist der Menschen Leben!
Wie ein Nebel bald entstehet und auch wieder bald vergehet, so ist unser Leben, sehet!
Ach wie nichtig, Ach wie flüchtig sind der Menschen Tage!
Wie ein Strohm beginnt zu rinnen und mit lauffen nicht helt innen, so fährt unsre Zeit von hinnen!

 

Der barocke Vanitas-Gedanke musikalisch umgesetzt an der Orgel. Hören Sie ein kunstvolles Trio von Jost Dany aus den Zehn Choralbearbeitungen.

Trio

Komponist: Jost Dany

Literatur: Zehn Choralbearbeitungen

Adeste fideles

Das Lied „Nun freut euch, ihr Christen“ ist die deutsche Fassung des weltberühmten lateinischen Weihnachtshymnus „Adeste fideles“. Der Text und die Melodie von „Adeste fideles“ stammen vermutlich von John Francis Wade, einem englischen Notenkopisten, der das Lied um 1743/1744 niederschrieb. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Wurzeln noch weiter zurückreichen könnten (evtl. Portugal oder Frankreich). Es gibt verschiedene Übersetzungen ins Deutsche. Die im Gotteslob (GL 241) und Evangelischen Gesangbuch (EG 45) gebräuchliche Fassung stammt von Friedrich Heinrich Ranke, der sie um 1823 verfasste. International ist das Lied vor allem als „O Come, All Ye Faithful“ bekannt (Übersetzung von Frederick Oakeley, 1841).

Das Lied ist ein feierlicher Aufruf an alle Gläubigen, sich geistig auf den Weg nach Bethlehem zu machen. Der markante Kehrvers „O lasset uns anbeten / den König, den Herrn“ (lateinisch: Venite adoremus) zieht sich durch alle Strophen. Der Text beschreibt das Wunder der Menschwerdung: „Gott von Gottes Licht“, der in einer Krippe als Kind erscheint.

Katholisches Gotteslob 
GL 242

Liedtext:

Adeste, fideles, laeti triumphantes,
venite, venite in Bethlehem.
Natum videte, regem Angelorum:
Venite, adoremus, venite, adoremus,
venite, adoremus Dominum!

 

Der berühmte Weihnachtshymnus entfaltet an der Orgel vollen Glanz – zu hören in abwechslungsreichen Einspielungen und Fest-Fantasien von Hans-André Stamm, Lambert Kleesattel und Michael Helman.

O Come, all ye Faithful

Komponist: Michael Helman

Literatur: This Bright Festive Day

A Great and Mighty Wonder

Dieser Text wird zum bekannten Lied "Es ist ein Ros's entsprungen" gesungen.

Lutheran Service Book: LSB 383

Liedtext:

A great and mighty wonder, a full and holy cure:
The virgin bears the infant with virgin honor pure!
Proclaim the Savior's birth:
"To God on high be glory and peace to all the earth

A hymn of glory let us sing

Der feierliche Hymnus „A Hymn of Glory Let Us Sing“ basiert auf dem lateinischen Gedicht Hymnum canamus gloriae, das der angelsächsische Mönch und Gelehrte Beda Venerabilis im frühen 8. Jahrhundert verfasste. Im Jahr 1854 übersetzte der anglikanische Geistliche Benjamin Webb diesen historischen Text ins Englische, um ihn für den zeitgenössischen gottesdienstlichen Gebrauch zugänglich zu machen. Die heute im englischsprachigen Raum dominierende musikalische Paarung entstand durch die Unterlegung der Verse auf die majestätische Melodie von „Lasst uns erfreuen“. Diese mitreißende Weise wurde ursprünglich im Jahr 1623 im katholischen Ausserlesene Catholische Geistliche Kirchengesänge in Köln für das Osterlied „Lasst uns erfreuen herzlich sehr“ veröffentlicht. Durch die rhythmische Struktur der Melodie, die durch wiederholte, jubelnde Alleluja-Rufe geprägt ist, eignet sie sich hervorragend für den triumphierenden Charakter des Himmelfahrtstextes. Die Zusammenführung von Bedas mittelalterlicher Dichtung und der rheinischen Barockmelodie fand im frühen 20. Jahrhundert über einflussreiche Gesangbücher weltweite Verbreitung. Bis heute bildet diese kraftvolle Kombination einen festen und glanzvollen Bestandteil der christlichen Liturgie zum Himmelfahrtsfest.

Lutheran Service Book: LSB 493

Allein Gott in der Höh sei Ehr

Das Lied „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ ist eines der bedeutendsten Lieder der christlichen Liturgie und gilt als das älteste deutschsprachige Gloria-Lied. Es hat eine jahrhundertealte Tradition und ist fest in den christlichen Kirchen verankert. Die ersten drei Strophen sowie die Melodie wurden 1523 von Nikolaus Decius (einem lutherischen Reformator und ehemaligen Mönch) verfasst. Das Lied ersetzt oder untermalt in der deutschen Messe das liturgische Gloria.

Katholisches Gotteslob: GL 170
Evangelisches Gesangbuch: EG 179

Liedtext:

Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade,
darum, dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade.
Ein Wohlgefallen Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass,
all Fehd hat nun ein Ende.

Wir loben, preisen, anbeten dich; für deine Ehr wir danken,
dass du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken.
Ganz ungemessen ist deine Macht, allzeit geschieht, was du bedacht.
Wohl uns solch eines Herren!

 

Das älteste deutsche Gloria-Lied als kraftvolle Orgelstücke (Hymn Introductions & Choral-Preludes) von John S. Dixon und Michael Burkhardt.

Choral-Prelude

Komponist: John S. Dixon

Literatur: Let the Organ Sound!

Choral-Prelude

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: Ten Hymn Introductions, Set 3

Alles ist an Gottes Segen

Das traditionsreiche Kirchenlied „Alles ist an Gottes Segen“ wurde im 17. Jahrhundert von dem evangelischen Dichter Paul Gerhardt verfasst und im Jahr 1667 erstmals veröffentlicht. Die heute weit verbreitete und eingängige Melodie dazu komponierte der Nürnberger Organist Johann Löhner im Jahr 1691. Im deutschen Sprachraum ist das Lied sowohl im Evangelischen Gesangbuch als auch im katholischen Gotteslob ein fester und überaus beliebter Bestandteil des geistlichen Liedguts. Die zentrale Aussage betont das unerschütterliche Vertrauen in die väterliche Fürsorge Gottes, ohne dessen Beistand alles menschliche Mühen vergeblich bleibt. Der Text erinnert die Gläubigen nachdrücklich daran, dass weltlicher Reichtum und irdische Sorgen vergänglich sind, während der göttliche Segen ewigen Bestand hat. Das Lied ermutigt dazu, das eigene Schicksal gelassen in Gottes Hände zu legen und auch in schweren Zeiten auf seine Führung zu vertrauen. Bis heute spendet das Werk den Menschen Trost, Zuversicht und eine tiefe innere Ruhe für ihren alltäglichen Lebensweg.

Evangelisches Gesangbuch: EG 352

Liedtext:

Alles ist an Gottes Segen und an seiner Gnad gelegen über alles Geld und Gut.
Wer auf Gott sein Hoffnung setzet, der behält ganz unverletzet einen freien Heldenmut.

 

Ein mitreißendes Choralconcerto für Ein- und Auszug an der Kirchenorgel, komponiert von Joachim Roller.

Alles meinem Gott zu Ehren

Es gehört zu den bekanntesten „Alltagsliedern“ des katholischen Glaubens und thematisiert die Heiligung der täglichen Arbeit. Die Worte stammen aus einem Landshuter Gesangbuch von 1777. Der ursprüngliche Verfasser ist anonym, doch der Text spiegelt die Spiritualität der Aufklärungstheologie und des Barock wider, die versuchten, den Glauben praktisch in den Alltag zu integrieren. Die heute gebräuchliche Weise findet sich erstmals in einem Gesangbuch in Speyer (1770) oder bei Paderborn (1765). Sie ist eine klassische, schlichte Volksweise des 18. Jahrhunderts, die durch ihre Eingängigkeit zur weiten Verbreitung beitrug. Die Kernaussage ist, dass nicht nur Gebet und Gottesdienst, sondern jede Handlung – bei der Arbeit und in der Ruhe – Gott gewidmet werden kann.

Katholisches Gotteslob: GL 455

Liedtext:

Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit in der Ruh!
Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.
Meinem Gott nur will ich geben Leib und Seel, mein ganzes Leben.
Gib, o Jesu, Gnad dazu; gib, o Jesu, Gnad dazu.

 

Dieses beliebte katholische Alltagslied erklingt hier in einer schlichten und eleganten Trio-Bearbeitung für die Orgel von Jost Dany.

Trio

Komponist: Jost Dany

Literatur: Zehn Choralbearbeitungen

All Morgen ist ganz frisch und neu

Das Lied thematisiert das Erwachen und den Beginn eines neuen Tages als Geschenk der Gnade Gottes. Die zentrale Botschaft ist, dass Gottes Gnade und Barmherzigkeit nicht „aufgebraucht“ werden können. Jeden Morgen beginnt die Beziehung zwischen Gott und Mensch „frisch und neu“. Johannes Zwick (ca. 1496–1542). war ein bedeutender Reformator in Konstanz und drückt mit seinem Text den Dank dafür aus, dass Gott den Menschen in der „Finsternis“ der Nacht behütet hat. In den folgenden Strophen bittet der Gläubige darum, dass Gott ihn auch durch den kommenden Tag führt, ihn vor Sünde bewahrt und sein Herz erleuchtet.

Evangelisches Gesangbuch: EG 440

Liedtext:

All Morgen ist ganz frisch, und neu des Herren Gnad und große Treu;
sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.

O Gott, du schöner Morgenstern, gib uns, was wir von dir begehrn:
Zünd deine Lichter in uns an, lass uns an Gnad kein Mangel han.

 

Starten Sie mit einem fröhlichen Orgel-Marsch in den Tag. Zu hören ist eine originelle Choralbearbeitung von Thomas Riegler.

Alouette, gentille alouette

Das weltberühmte französischsprachige Volkslied „Alouette, gentille alouette“ stammt ursprünglich aus dem französischen Teil Kanadas und wurde dort im Jahr 1879 erstmals schriftlich dokumentiert. Der Name „Alouette“ bezeichnet im Französischen die Feldlerche, die in der Vergangenheit von den frühen Siedlern als Delikatesse gejagt und gegessen wurde. Der oberflächlich fröhliche Text beschreibt eigentlich den makabren Vorgang, dem gefangenen Vogel nacheinander den Schnabel, die Augen und die Federn zu rupfen. Musikalisch handelt es sich um ein sogenanntes Kettenlied, bei dem sich die Strophen durch das ständige Wiederholen und Hinzufügen neuer Körperteile immer weiter verlängern. Durch diese repetitive Struktur eignet sich das Stück international hervorragend im Fremdsprachenunterricht, um spielerisch französische Vokabeln für die Anatomie zu lernen. Während des Ersten Weltkriegs brachten alliierte Soldaten das Lied mit nach Europa, wodurch es sich auf der ganzen Welt verbreitete.

Das bekannte französische Volkslied überrascht an der Kirchenorgel mit 5 abwechslungsreichen Variationen und einem großen Finale von Grimoaldo Macchia.

5 Variationen und Finale

Komponist: Grimoaldo Macchia

Literatur: Alouette, gentille alouette

Also sprach beim Abendmahle

Das bekannte katholische Kirchenlied "Also sprach beim Abendmahle" wurde 1963 von Georg Thurmair verfasst, wobei die feierliche Melodie aus dem Erfurter Gesangbuch von 1663 stammt. Es ist ein fester Bestandteil für die Liturgie am Gründonnerstag und Fronleichnam im heutigen Gotteslob. Der Text thematisiert das eucharistische Testament Jesu und die Einsetzung des Abendmahls vor seinem Leiden. Christus verabschiedet sich in den Versen von seinen Jüngern und verspricht ihnen seine dauerhafte Gegenwart als Trost. Das Lied betont tiefgründig das Geheimnis von Brot und Wein als wahrer Leib und Blut Christi. Es dient der Stärkung der Gläubigen und führt Gemeinden weltweit zur ehrfürchtigen Anbetung. Insgesamt fördert das Lied die tiefe Gemeinschaft mit Gott.

 

Das feierliche Lied zum Gründonnerstag und Palmsonntag in einer Toccata-ähnlichen Bearbeitung für die Sakralorgel von Jost Dany.

Choral-Bearbeitung

Komponist: Jost Dany

Literatur: Zehn Choralbearbeitungen

Amazing Grace

"Amazing Grace" ist eines der weltweit bekanntesten geistlichen Lieder. Seine heutige Form entstand durch die Verbindung eines Textes aus dem 18. Jahrhundert mit einer US-amerikanischen Melodie des 19. Jahrhunderts. Der Text wurde von John Newton (1725–1807) verfasst. Newton war ein ehemaliger Kapitän von Sklavenschiffen, der nach einem traumatischen Sturm auf See zum christlichen Glauben fand und später ein engagierter Gegner der Sklaverei sowie anglikanischer Priester wurde. Die heute untrennbar mit dem Text verbundene Melodie namens NEW BRITAIN ist eine traditionelle Volksweise unbekannten Ursprungs, die vermutlich aus der Appalachen-Region der USA stammt und pentatonische Einflüsse (ähnlich schottischer Sackpfeifenmusik) aufweist. Die erste bekannte Kombination des Newton-Textes mit der Melodie NEW BRITAIN wurde 1835 von dem US-amerikanischen Komponisten William Walker in seinem Gesangbuch „The Southern Harmony“ veröffentlicht.

Videos:

Der weltberühmte geistliche Klassiker neu interpretiert. Hören Sie abwechslungsreiche Orgel-Preludes und kunstvolle Variationen von Denis Bédard und Aubrey Tucker.

 

Amsterdam

In der Kirchenmusik bezieht sich AMSTERDAM meist auf eine bekannte Hymnenmelodie aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist vor allem im englischsprachigen Raum (Methodismus, Sacred Harp) verbreitet, hat aber deutsche Wurzeln. Die Melodie wird dem deutschen Komponisten Johann Georg Hille (ca. 1739) zugeschrieben. Sie erschien erstmals in der Foundery Collection (1742), einer frühen Liedersammlung von John Wesley.

 

Ein strahlendes und dynamisches Orgelstück im englischen Stil – der feierliche ‚Trumpet Tune‘ von Jerry Westenkuehler.

Trumpet Tune

Komponist: Jerry Westenkuehler

Literatur: Three festive Trumpet Tunes

Angel Gabriel

Das Advents- und Weihnachtslied „The Angel Gabriel“ (auch bekannt als „Gabriel’s Message“) basiert auf einem traditionellen baskischen Volkslied. Die ältesten Wurzeln des Textes reichen jedoch bis auf einen lateinischen Hymnus aus dem europäischen Mittelalter zurück, welcher die biblische Verkündigung an Maria thematisiert. Aus dieser lateinischen Vorlage entwickelte sich im Baskenland die eigenständige Volksweise „Birjina gaztetto bat zegoen“. Im 19. Jahrhundert wurde dieses traditionelle Stück im Rahmen von Musikforschungen in der baskischen Region wiederentdeckt und aufgezeichnet. Die heute weltweit bekannte, mehrstimmige Fassung geht auf eine Überarbeitung durch den englischen Organisten Edgar Pettman in den 1890er Jahren zurück. Charakteristisch für das Lied ist der inhaltliche und musikalische Kontrast zwischen den erzählenden Strophen und dem abschließenden Ruf „Gloria!“.

 

Das traditionelle baskische Adventslied entfaltet an der Orgel eine wunderbare Atmosphäre – eingespielt als stimmungsvolles Präludium oder Pastorale von Robert Jones und Grimoaldo Macchia.

Präludium

Komponist: Robert Jones

Literatur: Adeste fideles

Pastorale

Komponist: Grimoaldo Macchia

Literatur: People, Look East!

Angels We Have Heard on High

"Les Anges dans nos campagnes" ist ursprünglich ein französisches Weihnachtslied. Der Text und die Melodie entstanden vermutlich im 18. Jahrhundert. Es gehört zur Gattung der „Noëls“, volkstümlichen Weihnachtsliedern, die oft pastorale (hirtliche) Themen behandeln.

Das Lied ist im deutsch-sprachigen unter einer Vielzahl von Titeln bekannt, unter anderem „Hört der Engel helle Lieder“, "Engel auf den Feldern singen“, „Engel haben Himmelslieder“. Der Lied-Text bezieht sich meist auf die Verkündigung der Engel an die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium. Das markanteste Merkmal ist das jubilierende „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe). Die Melodie des „Gloria“ ist eine melismatische Tonfolge (viele Töne auf einer Silbe), die das festliche Schwingen von Glocken oder den unendlichen Gesang der Engel nachahmt.

Die Musik-Videos finden Sie unter: Engel auf den Feldern singen

Antioch

Das weltbekannte Weihnachtslied „Joy to the World“ (oft unter dem Melodienamen ANTIOCH geführt) hat eine vielschichtige Entstehungsgeschichte, die Text und Musik erst über ein Jahrhundert nach ihrer jeweiligen Entstehung zusammenführte. Der Text, geschrieben vom englischen Hymnendichter Isaac Watts, feiert eigentlich die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit und seine Herrschaft über die Welt, weshalb er ursprünglich für das ganze Kirchenjahr gedacht war. Die heute gebräuchliche Melodie wurde vom US-amerikanischen Komponisten Lowell Mason adaptiert und erstmals mit Watts' Text veröffentlicht. Mason wählte den Namen vermutlich nach der antiken Stadt Antiochia am Orontes, die im Neuen Testament eine zentrale Rolle bei der Ausbreitung des Christentums spielte.

Das weltberühmte Weihnachtslied in festlichen Fassungen für die Kirchenorgel: Erleben Sie eine abwechslungsreiche Hymnen-Improvisation von Michael Burkhardt und ein strahlendes Recessional von Dan Forrest.

Hymn Improvisation

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: Christmas Hymn, Set 3

Recessional

Komponist: Dan Forrest

Literatur: Music for a Joyous Christmas, Volume 2

Attende Domine

Das Lied "Bekehre uns, vergib die Sünde" basiert auf dem traditionellen lateinischen Bußgesang „Attende Domine“, dessen Melodie aus dem Frankreich des 17. Jahrhunderts stammt. Der andächtige Gesang findet sich heute als Nummer 266 im Stammteil des katholischen Gotteslobs. Seine inhaltlichen Wurzeln liegen in der alten spanisch-mozarabischen Liturgie, während der deutsche Text 1972 von Josef Seuffert verfasst wurde. Aufgrund des nachdenklichen Charakters wird das Stück traditionell in der Fastenzeit angestimmt.

Katholisches Gotteslob: GL 266

 

Der traditionelle lateinische Bußgesang entfaltet in der Fastenzeit eine tiefgehende Wirkung. Hören Sie eine getragene Orgel-Bearbeitung von Grimoaldo Macchia.

Auf, auf mein Herz, mit Freuden

Das Lied „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ ist eines der bedeutendsten Osterlieder der Barockzeit. Verfasst wurde es von Paul Gerhardt (1607–1676), einem bedeutenden deutschen Kirchenlieddichter: er schrieb den Text im Jahr 1647, kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Die Melodie stammt aus der Feder von Johann Crüger (1598–1662). Die Melodie zeichnet sich durch ihren tänzerischen, aufsteigenden Charakter aus, der die österliche Freude musikalisch unterstreicht. Das Lied beschreibt den Sieg Christi über den Tod und die daraus resultierende Hoffnung für den Gläubigen. In den mittleren Strophen zeigt sich eine barocke Besonderheit: Der Gläubige spottet fast schon über die Mächte der Finsternis - dies ist ein Ausdruck unerschütterlichen Gottvertrauens in einer kriegsgezeichneten Zeit.

Katholisches Gotteslob: GL 317

Evangelisches Gesangbuch: EG 112

Liedtext:

Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschieht;
wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.

Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn;
sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn.
Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht;
das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick.

 

Die österliche Freude dieses Barockliedes wird an der Orgel perfekt spürbar – eingespielt in den originellen Rhythmen von Thomas Riegler (‚Heartbeat‘) und Markus Epp (‚Perpetuum mobile‘).

"Perpetuum mobile"

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Auld Lang Syne

Das Lied "Auld Lang Syne" (schottisch-gälisch für „längst vergangene Zeit“ oder sinngemäß „um der alten Zeiten willen“) ist das weltweit bekannte Lied zum Jahreswechsel. Der schottische Nationaldichter Robert Burns hielt den Text 1788 schriftlich fest. Er gab an, die Worte nach dem Gesang eines alten Mannes aufgezeichnet zu haben, was das Lied als Teil der mündlichen schottischen Volkstradition kennzeichnet. Die heute weltberühmte Melodie wurde erst 1799 mit dem Text kombiniert. Sie basiert auf einem traditionellen schottischen Tanz (einer „Strathspey“). Das Lied reflektiert über alte Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse. Es stellt die rhetorische Frage, ob alte Bekanntschaften vergessen werden sollten, und bejaht die Bewahrung dieser Bindungen. In Deutschland ist die Melodie vor allem durch die Nachdichtung „Nehmt Abschied, Brüder“ von Claus Ludwig Laue (um 1946) bekannt, die als allgemeines Abschiedslied verbreitet ist.

 

Die weltbekannte Weise zum Abschied und Neujahr in einer vielseitigen Orgel-Fassung von Luigi Mengoni – vom andächtigen Thema bis zum virtuosen Finale.

Komponist: Luigi Mengoni

Literatur: Variations su "Auld Lang Syne

 

 

Thema "Andante"

Variation 1 
"Allegro marziale"

Variation 2 
"Adagio"

Variation 3 
"Vivacissimo"

Variation 
"Finale"

Aus meines Herzens Grunde

Das Lied „Aus meines Herzens Grunde“ ist ein klassischer Morgensegen. Der Text wird traditionell Georg Niege (1525–1589) zugeschrieben. Niege war ein lutherischer Landsknecht und Dichter, der seine Lieder oft in kriegerischen und unruhigen Zeiten schrieb. Die Weise stammt aus dem Jahr 1592. Das Lied ist ein sehr persönliches Gebet, das den Übergang von der Nacht zum Tag rituell begleitet. In der ersten Strophe dankt der Gläubige Gott dafür, dass er ihn in der vergangenen Nacht vor „Finsternis“, „Schaden“ und „Gefahr“ behütet hat. In der Frühen Neuzeit war die Nacht ein Symbol für das Unvorhersehbare und Bedrohliche.

Katholisches Gotteslob: GL 88

Evangelisches Gesangbuch: EG 443

Liedtext:  

Aus meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank
in dieser Morgenstunde, dazu mein Leben lang,
dir, Gott in deinem Thron, zu Lob und Preis und Ehren
durch Christum, unsern Herren, dein’ eingebornen Sohn,

Dass du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht
vor G'fahr und allem Schaden behütet und bewacht.
demütig bitt ich dich, wollst mir mein Sünd vergeben,
womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich.

 

Dieser klassische Morgensegen erklingt hier in einer ganz besonderen, beschwingten Interpretation: als ‚Guten-Morgen-Walzer‘ für die Orgel von Thomas Riegler.

Aus tiefer Not ruf ich zu Dir

Das Lied „Aus tiefer Not ruf ich zu dir“ oder "Aus tiefer Not schrei ich zu dir" ist einer der Bußpsalmen der Reformationszeit. Es war eines der ersten Lieder von Martin Luther aus dem Jahr 1523 und gilt als Musterbeispiel für die reformatorische Theologie. Luther verfasste 1524 auch die heute gebräuchliche Melodie selbst (ursprünglich im phrygischen Tonfall), die den klagenden und zugleich hoffnungsvollen Charakter des Textes unterstreicht. Das Lied thematisiert das Kernanliegen der Reformation: Wie wird der Mensch vor Gott gerecht? Es beginnt mit der existenziellen Erfahrung der Gottesferne und der eigenen Unvollkommenheit. „Aus tiefer Not“ beschreibt nicht eine äußere Notlage, sondern die innere Not des Sünders vor dem heiligen Gott.

Katholisches Gotteslob: GL 277

Evangelisches Gesangbuch: EG 299

Liedtext:  

Aus tiefer Not ruf ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen.
Dein gnädig Ohr neig her zu mir und meiner Bitt es öffne;
denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan,
wer kann, Herr, vor dir bleiben?

Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben;
es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben.
Vor dir niemand sich rühmen kann; des muss dich fürchten jedermann
und deiner Gnade leben.

Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen.
Auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen,
die mir zusagt sein wertes Wort. Das ist mein Trost und treuer Hort;
des will ich allzeit harren.

 

Luthers tiefgründiger Bußpsalm musikalisch umgesetzt für die Kirchenorgel. Zu hören ist die ergreifende Bearbeitung ‚Angst‘ von Thomas Riegler.

Arise, My Soul, Arise

Der Melodiename NYT YLÖS SIELUNI bezeichnet eine geistliche Volksweise aus Finnland aus der Region Kalanti stammt. Durch Einwanderer und internationale Gesangbücher gelangte die Melodie in den englischsprachigen Raum und wird dort häufig mit Texten wie „Arise, My Soul, Arise!“ gesungen. Die Melodie steht meist in modalen Tonarten und weist einen melancholischen, aber dennoch kraftvollen, typisch nordischen Charakter auf.

 

Diese finnische geistliche Volksweise besticht durch ihren melancholischen Charakter, meisterhaft für die Sakralorgel als Hymn Improvisation von Michael Burkhardt umgesetzt.

Ave Maria zart

Das Lied „Ave Maria zart“ ist ein marianischer Hymnus im deutschsprachigen Raum. Der Text stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Marienlied „Ave Maria zart“ hat eine direkte und fundamentale Verbindung zu Johann Georg Franz Braun (ca. 1630–1675): er hat sowohl den Text als auch die Melodie verfasst hat. Das Lied wurde in Brauns bedeutender Liedersammlung Echo Hymnodiae Coelestis veröffentlicht. Braun komponierte die ausdrucksstarke Melodie zu einem selbst verfassten Gebetstext an die unbefleckt empfangene Gottesmutter. In der Originalfassung war das Lied als Adventslied gedacht, konnte jedoch laut Braun „zu aller Zeit“ gesungen werden. Das Lied zeichnet sich durch eine besonders zärtliche und bildreiche Sprache aus, die typisch für die Barockfrömmigkeit ist: es begrüßt Maria als „zartes“, „liebliches“ und „edles“ Geschöpf. Sie wird als „Ros’ ohn’ alle Dorn’“ bezeichnet, was auf die theologische Vorstellung ihrer Sündlosigkeit (Immaculata) anspielt.

Katholisches Gotteslob: GL 527

Liedtext:

Ave Maria zart, du edler Rosengart,
lilienweiß, ganz ohne Schaden,
ich grüße dich zur Stund mit Gabrielis Mund:
Ave, die du bist voller Gnaden.

Du hast des Höchsten Sohn, Maria rein und schön, 
in deinem keuschen Schoß getragen,
den Heiland Jesus Christ, der unser Retter ist
aus aller Sünd und allem Schaden.

Denn nach dem Sündenfall wir warn verstoßen all
und sollten ewig sein verloren.
Da hast du, reine Magd, wie dir vorhergesagt,
uns Gottes Sohn zum Heil geboren.

 

Das barocke Marienlied in feinsinnigen Registrierungen für die Orgel – präsentiert als filigranes Trio von Jost Dany und als kunstvolle Choralbearbeitung von Wolfram Rehfeldt.

Trio

Komponist: Jost Dany

Literatur: Zehn Choralbearbeitungen

Choralbearbeitung

Komponist: Wolfram Rehfeldt

Literatur: Stern im Lebensmeere

Ave verum corpus

Der lateinische Hymnus Ave verum corpus hat seinen Ursprung im 13. Jahrhundert und ist eng mit der eucharistischen Anbetung verbunden. Er reflektiert theologisch den Leib Christi und findet traditionell Verwendung in der christlichen Liturgie. Die Vertonung von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1791 gilt als das bekannteste Werk dieser Art. Es handelt sich um eine kurze Motette, die durch Schlichtheit und tiefe Emotionalität besticht. Auch Komponisten wie Franz Liszt haben sich diesem ergreifenden Text gewidmet. Weltweit ist das Stück fester Bestandteil im Repertoire vieler Chöre. Die feierliche Wirkung entfaltet sich besonders in sakralen Räumen.

 

Die weltberühmte, tief emotionale Vertonung von Wolfgang Amadeus Mozart, feierlich für die Kirchenorgel interpretiert in einer Bearbeitung von Franz Reithmeier.

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralarbeitungen Band 5

Away in a Manger

Das Weihnachtslied „Away in a Manger“ (im Deutschen oft als „In einer Krippe“) ist eines der populärsten Lieder im englischsprachigen Raum. Der Melodiename MUELLER bezieht sich auf die in den USA am weitesten verbreitete Vertonung. Der Text ist entgegen landläufiger Mythen amerikanischen Ursprungs und entstand vermutlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Melodie wurde 1887 von dem US-amerikanischen Komponisten James Ramsey Murray (1841–1905) veröffentlicht. Da Murray das Lied fälschlich als „von Martin Luther komponiert“ auswies und nur seine eigenen Initialen für das Arrangement setzte, schrieben spätere Herausgeber die Melodie einem fiktiven oder unbekannten „Carl Mueller“ zu. Dieser Name hat sich in Hymnologien als Standardbezeichnung für diese spezifische Melodie etabliert.

 

Das im englischsprachigen Raum überaus beliebte Weihnachtslied entfaltet an der Orgel festlichen Glanz. Hören Sie die strahlende Bearbeitung ‚Gloria!‘ von Anna Laura Page.

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