Choräle und Melodien
Index F
Entdecken Sie Melodien und Choräle, die mit dem Buchstaben F beginnen. Die angebotenen Musik-Videos sind Interpretationen des Kirchenmusikers Michael Blessing: Sie können finden diese auch auf YouTube und dem Kanal Orgelwerkstatt
Übersicht
Father, We Thank Thee
Die Melodie RENDEZ À DIEU (auch bekannt als GENEVAN 118 oder GENEVAN 98) ist ein Meilenstein der protestantischen Kirchenmusik. Die Melodie wurde erstmals 1551 in der von Louis Bourgeois herausgegebenen Ausgabe des Genfer Psalters veröffentlicht. Sie wird Louis Bourgeois zugeschrieben, einem engen Weggefährten von Johannes Calvin, der als Kantor an der Kathedrale Saint-Pierre in Genf maßgeblich an der musikalischen Gestaltung der Reformation beteiligt war.
Die Melodie wird weltweit für verschiedene Texte genutzt. In englisch-sprachigen zum Beispiel als Vertonung für "New Songs of Celebration render", „Father, We Thank Thee Who Hast Planted“, "When John Baptized by Jordan's River" oder "Bread of the world" sowie anderen moderne Paraphrasen von Psalm 118. Im katholischen Gotteslob wird sie beim Choral Nun saget Dank und lobt den Herren genutzt.
Erleben Sie hier eine zeitgenössische Bearbeitung dieses bekannten Kirchenliedes für die Orgel. Zu hören ist eine moderne Improvisation von Michael Burkhardt, registriert für die Sakralorgel.
Choral-Improvisation
Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: Praise and Thanksgiving (Hymn Improvisations Set 6)
Forest Green
Die Melodie „Forest Green“ ist eine traditionelle englische Weise, die heute vor allem als Standardmelodie für das Weihnachtslied „O Little Town of Bethlehem“ in Großbritannien bekannt ist. Der Komponist Ralph Vaughan Williams zeichnete die Melodie im Dezember 1903 auf. Er hörte sie von einem Landarbeiter in dem Dorf Forest Green in der Grafschaft Surrey.
Erleben Sie die weihnachtliche Stimmung mit einem meditativen Komposition von Dan Forrest:
Frère Jacques
Das weltbekannte französische Kinderlied "Frère Jacques" ist ein klassischer Kanon, der vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt. Es handelt sich um ein humorvolles Stück, das von dem schläfrigen Mönch Jakob erzählt, der die Glocken verschläft. Aufgrund der eingängigen Melodie eignet es sich ideal, um gemeinsam das Singen zu lernen. Möglicherweise ist der berühmte Komponist Jean-Philippe Rameau der wahre Schöpfer dieses Werkes. Das Lied wird weltweit in zahlreichen Sprachen gesungen und ist ein echter Klassiker. Sogar Gustav Mahler hat das Motiv für eine seiner Sinfonien in Moll verwendet. Diese universelle Komposition ist ein zeitloser Klassiker, der über Generationen hinweg weitergegeben wird.
Gleich zwei Variationen von Hans Uwe Hielscher für Orgel präsentiere ich Ihnen.
Freu dich, Erd und Sternenzelt
Das traditionelle Weihnachtslied „Freu dich, Erd und Sternenzelt“ blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Seine musikalischen und textlichen Wurzeln liegen in einem tschechischen Kirchenlied, das vermutlich bereits im fünfzehnten Jahrhundert gesungen wurde. Dieses basierte wiederum auf einem noch älteren lateinischen Hymnus über die Geburt Christi. Eine erste deutschsprachige Fassung des Textes wurde schließlich im Jahr 1844 im böhmischen Leitmeritz gedruckt. Um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts überarbeitete Johannes Pröger die Zeilen für den modernen Gebrauch. In dieser aktualisierten Form ist das festliche Stück heute ein fester Bestandteil der christlichen Gesangbücher. Aufgrund seiner eingängigen Struktur und der freudigen Botschaft erfreut es sich bis heute großer Beliebtheit.
Evangelisches Gesangbuch: EG 47
Liedtext:
Freu dich, Erd und Sternenzelt, Halleluja; Gottes Sohn kam in die Welt, Halleluja. Uns zum Heil erkoren, ward er heut geboren, heute uns geboren.
Fröhliche Weihnacht überall
Das bekannte Weihnachtslied „Fröhliche Weihnacht überall“ stammt ursprünglich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während die Melodie oft als englisches Volkslied bezeichnet wird, ist der heute bekannte deutsche Text eng mit der Kinderliedtradition dieser Zeit verknüpft. Der deutsche Text wird häufig August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zugeschrieben: ein früher schriftlicher Beleg findet sich in einem Schulliederbuch aus Dresden.
Im Gegensatz zu vielen anderen klassischen Weihnachtsliedern, die für die feierliche Messe geschrieben wurden, ist „Fröhliche Weihnacht überall“ ein ausgesprochenes Jubellied, das zur Ausgelassenheit und zum Mitsingen einlädt.