Näher, mein Gott, zu Dir

Beschreibung

Das Lied „Näher, mein Gott, zu dir“ ist eines der weltweit bekanntesten Kirchenlieder, das über Konfessionsgrenzen hinweg als Ausdruck tiefsten Vertrauens in Todesnot oder Trauer gesungen wird. Das englische Original („Nearer, My God, to Thee“) wurde 1841 von der britischen Dichterin Sarah Flower Adams verfasst. Die heute gebräuchliche deutsche Fassung stammt von Erhart Friedrich Wunderlich. Die weltweit am häufigsten verwendete Melodie trägt den Namen „Bethany“ und wurde 1856 von dem US-Amerikaner Lowell Mason komponiert.

Der Text bezieht sich auf die biblische Erzählung von Jakobs Traum von der Himmelsleiter (Genesis 28,10–22). Wie Jakob, der auf einem Stein schläft und eine Leiter zum Himmel sieht, bittet der Sänger darum, dass ihn jeder Schmerz und jede Not näher zu Gott führen möge. Das Lied thematisiert die radikale Annahme des Schicksals: Sogar das „Kreuz, das mich drückt“, soll zum Wegweiser zu Gott werden.


 

 

Gesangbücher

EG 691

GL 502

 

Liedtext

Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
Drückt mich auch Kummer hier, drohet man mir,
soll doch trotz Kreuz und Pein dies meine Losung sein:
Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir.

Bricht mir, wie Jakob dort, Nacht auch herein,
find ich zum Ruheort nur einen Stein;
ist selbst im Traume hier mein Sehnen für und für:
Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Geht auch die schmale Bahn aufwärts gar steil,
führt sie doch himmelan zu meinem Heil.
Engel, so licht und schön, winken aus selgen Höhn:
Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir.

 

Musikvideos 

Choralbearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier
Literatur: Choralbearbeitungen Band 2

Neumark

Beschreibung

Das weltberühmte Kirchenlied „If thou but trust in God to guide thee“ ist die englische Übersetzung des deutschen Klassikers „Wer nur den lieben Gott lässt walten“. Text und Melodie wurden um 1641 von dem deutschen Dichter Georg Neumark geschaffen. Ausgelöst wurde das Werk durch eine persönliche Krise, als Neumark im Dreißigjährigen Krieg ausgeraubt wurde und erst nach langer Armut unerwartet eine Anstellung fand. Aus tiefer Dankbarkeit verfasste er dieses Lied über unerschütterliches Gottvertrauen in Zeiten von Leid und Ungewissheit. Die britische Übersetzerin Catherine Winkworth machte das Lied im 19. Jahrhundert im englischsprachigen Raum populär, indem sie den Text perfekt an die barocke Melodie anpasste. Die Komposition war so eindringlich, dass auch Johann Sebastian Bach sie im Jahr 1724 als Fundament für seine berühmte Kantate BWV 93 nutzte. Bis heute gehört das Lied sowohl im deutschen Original als auch in der englischen Fassung zu den festen Bestandteilen christlicher Gesangbücher weltweit.

 

Gesangbücher

LSB 750 "If thou but trust in God to guide thee"

LSB 719 "I Leave All Things to God's Direction"

GL 424 "Wer nur den lieben Gott lässt walten"

EG 369 "Wer nur den lieben Gott lässt walten"


Musikvideos 

Choralbearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen, Band 1

New britain

Beschreibung

"Amazing Grace" ist eines der weltweit bekanntesten geistlichen Lieder. Seine heutige Form entstand durch die Verbindung eines Textes aus dem 18. Jahrhundert mit einer US-amerikanischen Melodie des 19. Jahrhunderts. Der Text wurde von John Newton verfasst. Newton war ein ehemaliger Kapitän von Sklavenschiffen, der nach einem traumatischen Sturm auf See zum christlichen Glauben fand und später ein engagierter Gegner der Sklaverei sowie anglikanischer Priester wurde. Die heute untrennbar mit dem Text verbundene Melodie namens NEW BRITAIN ist eine traditionelle Volksweise unbekannten Ursprungs, die vermutlich aus der Appalachen-Region der USA stammt und pentatonische Einflüsse (ähnlich schottischer Sackpfeifenmusik) aufweist. Die erste bekannte Kombination des Newton-Textes mit der Melodie NEW BRITAIN wurde 1835 von dem US-amerikanischen Komponisten William Walker in seinem Gesangbuch „The Southern Harmony“ veröffentlicht.

 

Gesangbücher

LSB 744 "Amazing Grace - how sweet the sound"


Musikvideos 

Prelude "How jazzy the sound"

Komponist: Aubrey Tucker

Literatur: Prelude on Amazing Grace

Variation 1

Komponist: Denis Bédard

Literatur: Variations sur "Amazing Grace"

Variation 2

Komponist: Denis Bédard

Literatur: Variations sur "Amazing Grace"

Variation 4

Komponist: Denis Bédard

Literatur: Variations sur "Amazing Grace"

Variation 5

Komponist: Denis Bédard

Literatur: Variations sur "Amazing Grace"

Variation 6

Komponist: Denis Bédard

Literatur: Variations sur "Amazing Grace"

New songs of celebration render

Beschreibung

Das festliche Loblied „New songs of celebration render“ ist eine kraftvolle, poetische Nachdichtung von Psalm 98 aus der Feder des englischen Theologen Erik Routley. Inhaltlich fordert die erste Strophe die Gläubigen dazu auf, Gott ein völlig neues Lied zu singen, um seine gewaltigen und wunderbaren Taten weltweit zu preisen. Es wird feierlich verkündet, dass der Herr durch seinen eigenen starken Arm den Sieg über das Böse errungen und seine Gerechtigkeit vor den Augen aller Völker offenbart hat. Die zweite Strophe erinnert an Gottes unerschütterliche Treue und Liebe gegenüber seinem Volk, die bis an die Enden der Erde sichtbar geworden ist. Angesichts dieser Erlösung wird die gesamte Schöpfung – von den jubelnden Menschen über das tosende Meer bis hin zu den Bergen und Flüssen – zu einem lautstarken Musik- und Freudenfest aufgerufen. Der Abschluss richtet den Blick auf das gerechte Gericht Gottes, der in absoluter Wahrheit und Liebe über die Welt herrschen wird. Schließlich mündet die Hymne in eine feierliche Doxologie, die den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist als den dreieinen Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit verherrlicht. 

 

Gesangbücher

LSB 792 

LSB 600 "Mark how the Lamb of God's self-off'ring"

LSB 652 "Father, we thank Thee who hast planted"

EG 250 "Ich lobe dich von ganzer Seelen"

EG 294 "Nun saget Dank und lobt den Herren"

EG 279 "Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren"

GL 385 "Nun saget Dank und lobt den Herren"

GL 551 "Nun singt ein neues Lied dem Herren"


Musikvideos 

Noch kann ich es nicht fassen

Beschreibung

Das Trost- und Sterbelied „Noch kann ich es nicht fassen“ setzt sich inhaltlich mit dem menschlichen Schmerz angesichts schwerer Schicksalsschläge und der eigenen Vergänglichkeit auseinander. Zu Beginn steht das schmerzhafte Unverständnis gegenüber Gottes unergründlichen Wegen, die das menschliche Auge zum Weinen bringen. Trotz dieser tiefen Herzensnot entscheidet sich das gläubige Ich jedoch bewusst dafür, Gott nicht loszulassen und fest auf seine Liebe zu vertrauen. Im weiteren Verlauf formuliert das Lied die innige Bitte, das gesamte Leben im Sinne Jesu Christi zu führen und stets nach dem Heilsamen zu streben. Auch inmitten des irdischen Leidens sucht der Singende die tröstende Gewissheit, eng mit dem Erlöser verbunden zu bleiben. Das Ende richtet den Blick hoffnungsvoll auf das Sterben und die jenseitige Welt, in der alles Erdenglück und Erdenleid zurückgelassen werden. Schließlich gipfelt das Lied in der Bitte um göttliches Geleit zum Himmelsthron, wo ewige Freude und das Licht der Seligen auf die Seele warten.

 

Gesangbücher

EG 531

EG 85 "O Haupt voll Blut und Wunden"

EG 529 "Ich bin ein Gast auf Erden"

GL 289 "O Haupt voll Blut und Wunden"

LSB 449/450 "O Sacred Head, Now Wounded"

 

Liedtext

Noch kann ich es nicht fassen, was deine Schickung meint;
doch will ich dich nicht lassen, wie auch mein Auge weint.
Auf deine Liebe trauen will ich, mein Herr und Gott,
und gläubig aufwärts schauen in meiner Herzensnot.

Gib, daß mit dir ich lebe, o mein Herr Jesu Christ,
daß nur mach dem ich strebe, was gut und heilsam ist.
Laß auch in allem Leide mit dir mich sein vereint,
bis mir zur ewgen Freude die Gnadensonne scheint.

 

Musikvideos

Bitte wechseln Sie zum Choral "O Haupt voll Blut und Wunden" für die Musikvideos.

 

Noël nouvelet

Beschreibung

Das traditionelle französische Weihnachtslied „Noël nouvelet“, das im englischsprachigen Raum als österlicher Hymnus „Now the green blade rises“ Berühmtheit erlangte, fasziniert durch seine tiefgründige Musikalität. Die im dorischen Modus komponierte Melodie besitzt einen unverkennbar mittelalterlichen Charakter, der durch seine altertümliche Mystik eine ganz besondere emotionale Wirkung entfaltet. In der rhythmischen Bewegung verbindet das Werk einen fließenden, erzählenden Gestus mit einer fast tänzerischen Energie im wiegenden Dreiertakt. Ein faszinierender Aspekt dieses Liedes liegt in seinem symbolischen Bedeutungswandel, da die ursprünglichen französischen Verse das neue Jahr und die Geburt Christi feierten, während der spätere englische Text die Melodie in ein kraftvolles Osterlied verwandelte. Diese englische Fassung nutzt das Aufkeimen der grünen Saat aus der dunklen Wintererde als bildhafte Metapher für die Auferstehung und den Sieg des Lebens über den Tod. Durch diese einzigartige Verbindung von melancholischer Tonsprache und österlicher Aufbruchsstimmung hat sich das Stück weltweit einen festen Platz im Repertoire von Chören und im gottesdienstlichen Leben erobert.

Gesangbücher

EG 98 "Korn, das in die Erde"

 

Liedtext

Refrain:
Noël nouvelet, Noël chantons icy,
Dévotes gens, rendons à Dieu mercy,
Chantons Noël pour le Roy nouvelet,
Noël nouvelet, Noël chantons icy.

Strophe 1:
Quand je m'esveillay et j'eus mon sens repris,
J'ouvris les yeux, un certain seing je vis,
Qui m'estoit advis d'un d'un petit oystelet,
Noël nouvelet, Noël chantons icy.

Strophe 2:
D'un oystelet qui si bien chantoit lors,
Qu'il esjouissoit mon cœur et mon corps,
A haute voix crioit: Le Roy est né!
Noël nouvelet, Noël chantons icy.

 

Musikvideos

Hören Sie eine österliche und zugleich melancholische Bearbeitung des US-Amerikaners Michael Burkhardt:

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: 5 Easter Season Hymn Improvisations, Set 2

Now sing we, now rejoice

Beschreibung

Das festliche Weihnachtslied „Now Sing We, Now Rejoice“ ist die im US-amerikanischen Luthertum etablierte englische Übersetzung des spätmittelalterlichen Chorals „In dulci jubilo“ (bzw. „Nun singet und seid froh“). Inhaltlich führt die erste Strophe die gläubige Gemeinde direkt an die Krippe und fordert sie auf, die Stimme zum Himmel zu erheben, um den neugeborenen Retter der Welt zu preisen. Es wird voller Bewunderung beschrieben, dass der Herr, aus dem alle Freude strömt, arm in einer Krippe liegt und dabei doch heller leuchtet als die Sonne am Firmament. In der zweiten Strophe wandelt sich der Text zu einer persönlichen Bitte an das reine, heilige Kind, herabzukommen und den ermüdeten menschlichen Geist zu trösten, da der Mensch aus eigener Kraft nicht zu Gott aufsteigen kann. Das Erlösungswerk steht im Zentrum der dritten Strophe, die das Aufleuchten der göttlichen Vatergnade feiert, welche die Herrschaft des Sünden- und Todesreichs bricht und den Gläubigen eine helle Ewigkeit eröffnet. Die vierte Strophe richtet den Blick schließlich voller Sehnsucht nach oben auf die himmlischen Gefilde, wo unvergängliche Freude herrscht und die Engel gemeinsam mit den Heiligen ihr ewiges Loblied singen.

 

Gesangbücher

LSB 386

EG 35 "Nun singet und seid froh"

GL 253 "In dulci jubilo"

Andere Texte: "Good Christians Friends, Rejoice!"

 

Liedtext

Now sing we, now rejoice,
now raise to heav'n our voice;
He from whom joy streameth
poor in a manger lies;
Not so brightly beameth
the sund in yonder skies.
Thou my Savior art!
Thou my Savior art!

Come from on high to me;
I cannot rise to Thee.
Chreer my wearied spirit,
o pure and holy Child;
Through Thy grace and merit,
blest Jesus, Lort most mild,
Draw me unto Thee!
Draw me unto Thee!

 

Musikvideos

Die Musikvideos finden Sie unter dem Choral "In dulci jubilo".

Now thank we all our God

Beschreibung

Das weltbekannte Dank- und Loblied „Now Thank We All Our God“ ist eine kraftvolle Hymne des überstehenden Glaubens und der tiefen Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer. Inhaltlich ruft die erste Strophe die gesamte Gemeinde dazu auf, Gott mit Herz, Mund und Tat für all die Wunder zu preisen, die er an der Menschheit vollbracht hat. Es wird betont, dass Gottes Segen die Menschen bereits von den Armen der Mutter an begleitet und bis zum heutigen Tag mit ungezählten Gaben der Liebe beschenkt. Die zweite Strophe wandelt sich zu einem innigen Gebet um die dauerhafte Nähe dieses gütigen Gottes für den weiteren Lebensweg. Die Gläubigen bitten um ein fröhliches Herz, seinen tröstenden Frieden, die Bewahrung in der göttlichen Gnade sowie um Wegweisung in Momenten der Ratlosigkeit und Not. Den feierlichen Abschluss bildet eine trinitarische Doxologie, die den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist im höchsten Himmel preist.

 

Gesangbücher

LSB 895

GL 405 "Nun danket alle Gott"

EG 321 "Nun danket alle Gott"

 

Liedtext

Now thank we all our God
with hearts and hands and voices,
Who wondrous things has done,
in whom His world rejoices;
Who from our mothers' arms
has blest us on our way
with countless gifts of love
and still is ours today.

 

Musikvideos

Bitte springen Sie auf die deutschsprachige Fassung des Liedes "Nun danket alle Gott", um sich die Musikvideos anzusehen.

Now the green blade rises

Beschreibung

Das tiefgründige englische Osterlied „Now the green blade rises“ verknüpft ein einfaches Naturbild mit der zentralen christlichen Auferstehungsbotschaft. Inhaltlich nutzt die erste Strophe das biblische Gleichnis vom sterbenden Weizenkorn, das lange Zeit verborgen in der dunklen Erde liegt, um das scheinbare Ende Jesu im Tod zu veranschaulichen. Trotz dieser Dunkelheit bricht das Leben kraftvoll durch, weshalb das Lied im Refrain feierlich verkündet, dass die Liebe wie das junge, grüne Getreide neu erwacht ist. Die zweite Strophe blickt zurück auf das Begräbnis des Erlösers, den der menschliche Hass ans Kreuz schlug und von dem man glaubte, er sei für immer zum Schweigen gebracht worden. Die dritte Strophe feiert schließlich den triumphalen Ostermorgen, an dem der Herr nach drei Tagen das Grab verlässt und sich den Seinen als der lebendige, auferstandene Zeuge offenbart. In der vierten Strophe wandelt sich der Text zu einer seelsorgerlichen Zusage an den leidenden Menschen, dessen Herz sich oft winterlich, traurig oder wie erstorben anfühlt. 

 

Gesangbücher

EG 98 "Korn, das in die Erde"

 

Liedtext

Now the green blade rises from the buried grain,
Wheat that in the dark earth many years has lain;
Love lives again, that with the dead has been:
Love is come again, like wheat that springs up green.

 

Musikvideos

Hören Sie eine österliche und zugleich melancholische Bearbeitung des US-Amerikaners Michael Burkhardt:

Choral-Bearbeitung

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: 5 Easter Season Hymn Improvisations, Set 2

Nun bitten wir den Heiligen Geist

Beschreibung

Das Lied „Nun bitten wir den heiligen Geist“ gehört zu den ältesten deutschsprachigen Kirchenliedern und wird als sogenannter „Leis“ (vom griechischen Kyrieleis) bezeichnet.  Der Ursprung der ersten Strophe liegt im Mittelalter (ca. 13. Jh.) und wird oft dem Wanderprediger Berthold von Regensburg zugeschrieben. Sie wurde bereits vor der Reformation in der Volkssprache gesungen. Martin Luther fügte 1524 drei weitere Strophen hinzu („Du wertes Licht“, „Du süße Lieb“, „Du höchster Tröster“). Im heutigen katholischen Gotteslob finden sich neben der mittelalterlichen ersten Strophe Texte von Maria Luise Thurmair (1972). Die Weise basiert auf einem pentatonischen Melodiemodell des 13. Jahrhunderts und wurde im 15. Jahrhundert sowie durch Luther weitergeformt. Das Lied ist ein Anrufungsgebet um den Beistand des Heiligen Geistes, besonders am Lebensende und für den rechten Glauben. Die Strophen charakterisieren den Geist als Licht, Liebe und Trost.

 

Gesangbücher

GL 348

EG 124

 

Liedtext:

Nun bitten wir den Heiligen Geist
um den rechten Glauben allermeist, 
dass er uns behüte an unserm Ende, 
wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. 
Kyrieleis.

Du heller Schein, du lebendig Licht, 
Geist des Herrn, der unsre Nacht durchbricht, 
lass uns Gott erkennen, ihn Vater nennen 
und von Christus uns nimmermehr trennen.
Kyrieleis.

Du stille Macht, du verborgne Kraft, 
Geist des Herrn, der in uns lebt und schafft, 
wohne du uns inne, uns anzutreiben; 
bete du in uns, wo wir stumm bleiben. 
Kyrieleis.

 

Musikvideos

Präludium

Komponist: Dieter Blum
Literatur: Orgelstücke Band 5

Nun danket alle Gott mit Herzen

Beschreibung

Das Lied „Nun danket alle Gott mit Herzen“ gilt als die „evangelische Nationalhymne“, ist aber heute ein fester Bestandteil der weltweiten Ökumene und wird bei großen staatlichen wie kirchlichen Festakten gesungen. Martin Rinckart schrieb das Lied vermutlich um 1630. Rinckart war Archidiakon in Eilenburg während des Dreißigjährigen Krieges und erlebte dort Hunger und Pest, was dem Danklied eine besondere Tiefe verleiht. Die heute gebräuchliche Weise stammt von Johann Crüger (1598–1662) und erschien erstmals 1647 in seiner Sammlung Praxis Pietatis Melica.

Der Text ist eine Nachdichtung eines Textes aus dem alttestamentlichen Buch Jesus Sirach (Sir 50,22–24): Die erste Strophe preist Gott als denjenigen, der uns „von Mutterleibe an“ behütet und mit „unzähl’ger Wohltat“ beschenkt hat. In der zweiten Strophe wandelt sich der Dank zur Bitte um einen „fröhlichen Geist“, „edlen Frieden“ und die Bewahrung vor Not. Die dritte Strophe ist eine feierliche Doxologie (Lobpreis) an die Dreifaltigkeit.

 

Gesangbücher

GL 405

EG 321

LSB 895 "Now thank we all our God"

 

Liedtext

Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
unzählig viel zugut bis hierher hat getan.

Der ewigreiche Gott woll' uns in unserm Leben
ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben
und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

 

Musikvideos

Trio

Komponist: Jost Dany

Literatur: Zehn Choralbearbeitungen

Hymn Improvisation

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: Praise & Thanksgiving - Set 4

Orgelbearbeitung

Komponist: Albert L. Travis

Literatur: Joyful, joyful

Nun freue dich, du Christenheit

Beschreibung

Das festliche Osterlied „Nun freue dich, du Christenheit“ stammt in seinen Text- und Melodiewurzeln bereits aus dem späten 14. Jahrhundert und ist ein kraftvoller Ausdruck österlicher Freude. Inhaltlich ruft das Lied die gesamte Gemeinschaft der Gläubigen dazu auf, den angebrochenen Tag der Auferstehung lautstark zu feiern. Es verkündet die frohe Botschaft, dass Jesus Christus durch sein bitteres Kreuz und Leiden die Schuld der gesamten Menschheit hinweggenommen und getilgt hat. Aus dieser Erlösungstat erwächst ein tiefer Trost, da die Menschen fortan von existentieller Angst und geistlicher Not befreit sind, weil das ewige Leben den Tod endgültig besiegt hat. Die nachfolgenden Verse wandeln sich zu einem gemeinschaftlichen Lobpreis an den himmlischen Vater, der in seiner Allmacht den totgeglaubten Sohn erhoben und verherrlicht hat. Dabei greift der Text das biblische Motiv auf, dass dies der wahre, von Gott selbst gemachte Tag ist, an dem die Schöpfung im neuen Glanz erstrahlt. Die Gläubigen wenden sich zudem direkt an den auferstandenen Herrn Jesus Christus, um ihm inmitten einer übergroßen, weltweiten Freude für sein Wirken zu danken.

 

Gesangbücher

GL 778

GL 334 "O Licht der wunderbaren Nacht"

 

 

Musikvideos

Nun freut euch, ihr Christen

Beschreibung

Das Lied „Nun freut euch, ihr Christen“ ist die deutsche Fassung des weltberühmten lateinischen Weihnachtshymnus „Adeste fideles“. Der Text und die Melodie von „Adeste fideles“ stammen vermutlich von John Francis Wade, einem englischen Notenkopisten, der das Lied um 1743/1744 niederschrieb. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Wurzeln noch weiter zurückreichen könnten (evtl. Portugal oder Frankreich). Es gibt verschiedene Übersetzungen ins Deutsche. Die im Gotteslob und Evangelischen Gesangbuch  gebräuchliche Fassung stammt von Friedrich Heinrich Ranke, der sie um 1823 verfasste. International ist das Lied vor allem als „O Come, All Ye Faithful“ bekannt (Übersetzung von Frederick Oakeley, 1841). Das Lied ist ein feierlicher Aufruf an alle Gläubigen, sich geistig auf den Weg nach Bethlehem zu machen. Der markante Kehrvers „O lasset uns anbeten / den König, den Herrn“ (lateinisch: Venite adoremus) zieht sich durch alle Strophen. Der Text beschreibt das Wunder der Menschwerdung: „Gott von Gottes Licht“, der in einer Krippe als Kind erscheint.

 

Gesangbücher

GL 241

EG 544

EG 45 "Herbei, o ihr Gläub'gen"

GL 242 "Adeste fideles"

 

 

Musikvideos

Der berühmte Weihnachtshymnus entfaltet an der Orgel vollen Glanz – zu hören in abwechslungsreichen Einspielungen und Fest-Fantasien von Hans-André Stamm, Lambert Kleesattel und Michael Helman. Diese finden Sie unter der Melodie "Adeste fideles".

Nun freut euch, lieben Christen g'mein

Beschreibung

Das Reformationslied „Nun freut euch, lieben Christen g'mein“ von Martin Luther ist eine lyrische Zusammenfassung der evangelischen Rechtfertigungslehre und ein zutiefst persönliches Glaubenszeugnis. Zu Beginn ruft das Lied die gesamte Gemeinde zu einem fröhlichen, lautstarken Lobpreis über die unverdienten Wundertaten Gottes auf. Im direkten Anschluss beschreibt der Text eindringlich den Zustand tiefster menschlicher Verzweiflung, in dem das gläubige Ich in Sünde gefangen und ohne Aussicht auf Rettung aus eigener Kraft dem Tod geweiht war. Gute Werke und der freie Wille erweisen sich in dieser existentiellen Not als völlig nutzlos, was die Angst vor dem göttlichen Gericht ins Unerträgliche steigert. Die entscheidende Wende bringt das unendliche Erbarmen des himmlischen Vaters, der aus reiner Gnade beschließt, den verlorne Sünder um jeden Preis zu erretten. Er sendet seinen geliebten Sohn auf die Erde, der in menschlicher Gestalt zum Bruder der Gläubigen wird, um den Teufel zu besiegen und die Menschheit durch sein Leiden loszukaufen.

 

Gesangbücher

EG 341

LSB 556 "Dear Christians, one and all, rejoice"

 

Liedtext

Nun freut euch, lieben Christen g'mein,
und laßt uns fröhlich springen,
daß wir getrost und all in ein
mit Lust und Liebe singen,
was Gott an uns gewendet hat
und seine süße Wundertat;
gar teu'r hat er's erworben.

Dem Teufel ich gefangen lag, 
im Tod war ich verloren,
mein Sünd mich quälte Nacht und Tag,
darin ich war geboren.
Ich fiel auch immer tiefer drein,
es war kein Guts am Leben mein,
die Sünd hatt' mich besessen.

Musikvideos

Orgelbearbeitung

Komponist: Kevin Hildebrand

Literatur: Six Hymn Improvisations, Set 2

Nun jauchzt dem Herren, alle Welt

Beschreibung

Das Lied „Nun jauchzt dem Herren, alle Welt“ ist eine der bekanntesten und kraftvollsten deutschen Nachdichtungen von Psalm 100. Verfasst wurde der Text von dem bedeutenden reformierten Theologen und Dichter David Denicke. Er veröffentlichte das Lied erstmals 1646 im Hannoverschen Gesangbuch.

Das Lied folgt eng der biblischen Vorlage, dem sogenannten „Dankpsalm“: Alle Welt wird aufgefordert, Gott mit Freude zu dienen und vor sein Angesicht zu kommen. Es betont, dass Gott unser Schöpfer ist und wir „seine Schafe“ sind – ein Bild für die Geborgenheit des Menschen bei Gott. Die Strophen rufen dazu auf, mit Danken in Gottes Tore einzuziehen, da seine „Gnad und Güte“ kein Ende hat.

 

Gesangbücher

GL 144

EG 288

 

Liedtext

Nun jauchzt dem Herren alle Welt.
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
kommt vor sein heilig Angesicht.

Erkennt, dass Gott ist unser Herr,
der uns erschaffen ihm zur Ehr,
und nicht wir selbst; durch Gottes Gnad
ein jeder Mensch sein Leben hat.

Wie reich hat uns der Herr bedacht,
der uns zu seinem Volk gemacht;
als guter Hirt ist er bereit,
zu führen uns auf seine Weid.

 

Musikvideos

Lauschen Sie den feinen Klängen der "Arabeske" des deutschen Komponisten Markus Epp über dieses Lied:

Arabeske

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Nun komm, der Heiden Heiland

Beschreibung

Das Lied „Nun komm, der Heiden Heiland“ ist ein Hauptlied der evangelischen Adventszeit und zählt zu den bedeutendsten Werken der Reformationszeit. Das Lied basiert auf dem Hymnus „Veni redemptor gentium“ („Komm, Erlöser der Völker“), den der Kirchenvater Ambrosius von Mailand im 4. Jahrhundert verfasste. Martin Luther übertrug den lateinischen Text im Jahr 1524 ins Deutsche. Er schuf damit einen der ersten lutherischen Choräle. Die Melodie beruht auf der mittelalterlichen Weise des lateinischen Originals (belegt in Einsiedeln im 12. Jahrhundert). Luther passte diese Melodie für den deutschen Text an. 

Der Text thematisiert das zentrale christliche Geheimnis der Inkarnation (Gott wird Mensch). Es beschreibt den Weg Christi vom Vater in die Welt (die „Kammer“ der Jungfrau Maria) und zurück zum Thron Gottes.

 

Gesangbücher

EG 4

GL 227 "Komm, du Heiland aller Welt"

LSB 352 "Let the earth now praise the Lord"

LSB 332 "Savior of the nations, come"

 

Liedtext

Nun komm, der Heiden Heiland,
der Jungfrauen Kind erkannt,
dass sich wunder alle Welt,
Gott solch Geburt ihm bestellt.

Nicht von Mann's Blut noch von Fleisch,
Allein von dem Heil'gen Geist
Ist Gott's Wort worden ein Mensch
Und blüht ein' Frucht Weibesfleisch.

Der Jungfrau Leib schwanger ward,
Doch blieb Keuschheit rein bewahrt,
Leucht't hervor manch' Tugend schön,
Gott da war in seinem Thron.

 

Musikvideos

Die Musikvideos zum Choral finden Sie unter der katholischen Version "Komm, du Heiland aller Welt".

Nun saget Dank und lobt den Herren

Beschreibung

Das Lied „Nun saget Dank und lobt den Herren“ ist ein bekannter Lob- und Dankpsalm. Es handelt sich vermutlich um eine Nachdichtung des 118. Psalms. Der Text stammt von Merten Zillmer, der ihn vor 1543 verfasste. Die Strophen 1 und 4 der heute bekannten Fassung gehen auf Ambrosius Lobwasser zurück, der den Genfer Psalter ins Deutsche übertrug. Die Strophen 2 und 3 wurden erst 1952 von Fritz Enderlin ergänzt, um das Lied inhaltlich abzurunden. Die Melodie wurde von Guillaume Franc für den Genfer Psalter von 1543 komponiert. Sie wurde später von Loys Bourgeois und Claude Goudimel weiterbearbeitet und ist heute die Standardmelodie für diesen Text. Das zentrale Thema ist die Dankbarkeit für Gottes ewige Güte und Gnade. Der Psalm 118 gilt als Danklied eines Einzelnen oder des Volkes nach der Errettung aus großer Not, was im Lied durch den zuversichtlichen Grundton aufgenommen wird. 

 

Gesangbücher

GL 385

EG 294

LSB 792 "New songs of celebration render"

LSB 600 "Mark how the Lamb of God's self-off'ring"

LSB 652 "Father, we thank Thee who hast planted"

EG 250 "Ich lobe dich von ganzer Seelen"

EG 279 "Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren"

GL 551 "Nun singt ein neues Lied dem Herren"

 

Musikvideos

Nun schreib ins Buch des Lebens

Beschreibung

Das Tauf- und Konfirmationslied „Nun schreib ins Buch des Lebens“ ist ein kurzes, vertrauensvolles Gebet für den Lebens- und Glaubensweg junger Menschen. Inhaltlich beginnt die erste Strophe mit der dringenden Bitte an Gott, die Namen der ihm zugeführten Kinder unverlierbar in sein himmlisches Buch einzutragen. Damit wird ausgedrückt, dass die menschliche Existenz und die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft unter dem ewigen Schutz des Schöpfers stehen sollen. Die zweite Strophe wandelt sich zu einem Erziehungs- und Bewahrungsgebet, das darum fleht, Gottes Wort tief im Herzen der Heranwachsenden zu verankern. Diese geistliche Orientierung soll den jungen Menschen als innerer Kompass dienen, der sie vor Irrwegen schützt und sie befähigt, Gott sowohl in glücklichen Tagen als auch in Zeiten des Leidens treu zu dienen. In der dritten Strophe wendet sich der Text direkt an Jesus Christus, indem er ihn mit den biblischen Attributen als Weg, Wahrheit und Leben preist.

 

Gesangbücher

EG 207

 

 

Liedtext

Nun schreib ins Buch des Lebens,
Herr, ihre Namen ein,
und laß sie nicht vergebens
dir zugeführet sein.

Ach präge jedem Kinde
dein Wort recht tief ins Herz,
daß es, bewahrt vor Sünde,
dir dien in Freud und Schmerz.

 

 

Musikvideos

Die zahlreichen Musikvideos zu diesem Lied finden Sie unter "Ach bleib mit deiner Gnade".

Nun singet und seid froh

Beschreibung

Das traditionsreiche Weihnachtslied „Nun singet und seid froh“  (lateinischer Ursprungstitel In dulci jubilo) ist ein mitreißender, aus dem Spätmittelalter stammender Jubelruf über die Menschwerdung Gottes. Inhaltlich lädt die erste Strophe die gesamte Christenheit dazu ein, voller Freude den Retter der Welt zu besingen, der als das wahre Herzenswonne-Kind in einer armen Krippe liegt und wie die Sonne im Schoß der Mutter Maria leuchtet. Die zweite Strophe wendet sich in einer tiefen, persönlichen Sehnsucht direkt an das neugeborene Jesuskind und fleht um seinen göttlichen Trost für die von Sünde beschwerte menschliche Seele. In dieser liebevollen Zuwendung wird Jesus als der milde Mittler angerufen, dessen Gnade die Herzen der Gläubigen von aller irdischen Not und geistlichen Last befreien soll. Die dritte Strophe rückt das Erlösungswerk ins Zentrum, indem sie die unendliche Liebe des himmlischen Vaters preist, der durch den Opfertod seines Sohnes die verlorene Menschheit aus tiefstem Elend errettet hat. Durch diesen Sieg über den Tod wird den Gläubigen das Himmelreich aufgeschlossen und der Weg zur ewigen Gemeinschaft mit Gott bereitet.

 

Gesangbücher

EG 35

GL 253 "In dulci jubilo"

LSB 386 "Now sing we, now rejoice"

Andere Texte: "Good Christians Friends, Rejoice!"

 

Musikvideos

Die Musikvideos finden Sie unter dem Choral "In dulci jubilo".

Nun singt ein neues Lied dem Herren

Beschreibung

Das Psalmlied „Nun singt ein neues Lied dem Herren“ aus der Feder des katholischen Dichters Georg Thurmair ist eine feierliche Nachdichtung von Psalm 98, die zum weltweiten Lobpreis einlädt. Das Lied weitet den Blick über die Menschheit hinaus, indem es auch die Meere, die Berge und die gesamte lebendige Schöpfung dazu einlädt, das göttliche Heil kundzutun und Gott als König zu schauen. Durch diese universelle Perspektive wird verdeutlicht, dass die gesamte Welt im gemeinsamen Jubelschall vereint ist und in der Anbetung des Schöpfers ihre Bestimmung findet. Getragen von der ehrwürdigen Genfer Psalmmelodie aus dem 16. Jahrhundert, transportiert der Text eine unbändige, zeitlose Freude über Gottes rettende Macht.

 

Gesangbücher

GL 551

GL 385 "Nun saget Dank und lobt den Herren"

EG 294 "Nun saget Dank und lobt den Herren"

LSB 792 "New songs of celebration render"

LSB 600 "Mark how the Lamb of God's self-off'ring"

LSB 652 "Father, we thank Thee who hast planted"

EG 250 "Ich lobe dich von ganzer Seelen"

EG 279 "Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren"

 

Musikvideos

Die Musikvideos finden Sie unter dem Choral "Nun saget Dank und lobt den Herren".

Nyt Ylös sieluni

Beschreibung

Der Melodiename NYT YLÖS SIELUNI bezeichnet eine geistliche Volksweise aus Finnland aus der Region Kalanti stammt. Durch Einwanderer und internationale Gesangbücher gelangte die Melodie in den englischsprachigen Raum und wird dort häufig mit Texten wie „Arise, My Soul, Arise!“ gesungen. Die Melodie steht meist in modalen Tonarten und weist einen melancholischen, aber dennoch kraftvollen, typisch nordischen Charakter auf.

 

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