Choräle und Melodien
Index G

Entdecken Sie Melodien und Choräle, die mit dem Buchstaben G beginnen. Die angebotenen Musik-Videos sind Interpretationen des Kirchenmusikers Michael Blessing: Sie können finden diese auch auf YouTube und dem Kanal Orgelwerkstatt 

 

Übersicht

Garden

Gegrüßet seist du, Königin

Gib uns Frieden jeden Tag

Gloria

Glorious Things of You Are Spoken

Glory to be Jesus

God has spoken by His prophets

God rest you merry, Gentlemen

Gott, heilger Schöpfer aller Stern

Gott liebt diese Welt

Großer Gott, wir loben dich

Garden

Die Melodie GARDEN gehört zu dem weltbekannten Gospel-Hymnus „In the Garden“ (oft nach der ersten Zeile auch als „I Come to the Garden Alone“ bekannt).  Sowohl der Text als auch die Melodie wurden von Charles Austin Miles (1868–1946) verfasst, einem ehemaligen Apotheker, der später als Redakteur und Komponist für Kirchenmusik arbeitete. Miles wurde durch das Evangelium nach Johannes (Kapitel 20) inspiriert. Die Verse beschreiben die Begegnung zwischen Maria Magdalena und dem auferstandenen Jesus im Garten am leeren Grab.

Das Lied wurde durch die Evangelisations-Kampagnen von Billy Sunday im frühen 20. Jahrhundert populär. Es zählt heute zu den protestantischen Kirchenliedern in den USA und wurde von zahlreichen Künstlern wie Elvis Presley, Johnny Cash und Ella Fitzgerald aufgenommen.

Gegrüßet seist du, Königin

Das Lied „Gegrüßet seist du, Königin“ ist eines der bekanntesten Marienlieder im deutschsprachigen Raum und eine Nachdichtung des lateinischen Antiphons „Salve Regina“, dessen Ursprung im 11. Jahrhundert liegt (oft Hermann dem Lahmen zugeschrieben). Die heute gebräuchliche Fassung stammt von Johann Georg Seidenbusch (1641–1729), der sie im Jahr 1687 verfasste.  Die Melodie stammt aus dem Mainzer Gesangbuch von 1712.

Das Lied ist ein feierlicher Gruß an Maria als Himmelskönigin und Fürsprecherin:  Maria wird als „Mutter der Barmherzigkeit“, „unser Leben“ und „unsere Hoffnung“ tituliert. In den Strophen wird die menschliche Existenz als Exil („verbannte Kinder Evas“) und als „Tal der Tränen“ beschrieben, in dem man Maria um Hilfe bittet.

 

Katholisches Gotteslob: GL 536

Liedtext:

Gegrüßet seist du, Königin, o Maria,
Erhab'ne Frau und Herrscherin, o Maria,
Freut euch, ihr Kerubim, Lobsingt, ihr Serafim,
Grüßet eure Königin. Salve, salve, salve, Regina.

O Mutter der Barmherzigkeit, o Maria,
Sei uns gegrüßt, gebenedeit, o Maria,
Freut euch, ihr Kerubim, Lobsingt, ihr Serafim,
Grüßet eure Königin. Salve, salve, salve, Regina.

 

Erleben Sie hier eine zeitgenössische Bearbeitung dieses bekannten Kirchenliedes für die Orgel. Zu hören ist eine moderne Choralbearbeitung von Franz Reithmeier, gespielt von Michael Blessing an der Gloria Optimus 3.47.

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen Band 4

Gib uns Frieden jeden Tag

Das Lied „Gib uns Frieden jeden Tag, lass uns nicht allein“ ist eines der bekanntesten Friedenslieder des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Das Lied entstand im Jahr 1963 und stammt aus der Feder zweier bedeutender Vertreter des neuen Kirchenliedes. Den Text hat Rüdeger Lüders verfasst, ein evangelischer Pastor. Komponiert hat die Melodie Rolf Schweizer, der die moderne christliche Musikszene in Deutschland maßgeblich prägte.

Das Lied ist ein kurzes, litaneiartiges Gebet, das sich durch seine Einfachheit auszeichnet. Die wiederkehrende Bitte um Frieden ist nicht nur politisch zu verstehen, sondern auch als Bitte um inneren Frieden und die Begleitung durch Gott. Entstanden in den 1960er Jahren, spiegelt es die Friedenssehnsucht während des Kalten Krieges wider und wurde schnell zu einem Standardlied in Friedensgebeten und ökumenischen Gottesdiensten.

Evangelisches Gesangbuch: EG 425

Hören Sie einen schwungvollen Boogie von Johannes Matthias Michel und ein Stück für die Flötenuhr von Robert Jones - an der Orgel Michael Blessing:

Stück für Flötenuhr

Komponist: Robert Jones

Literatur: Verleih uns Frieden

Gloria

"Les Anges dans nos campagnes" ist ursprünglich ein französisches Weihnachtslied. Der Text und die Melodie entstanden vermutlich im 18. Jahrhundert. Es gehört zur Gattung der „Noëls“, volkstümlichen Weihnachtsliedern, die oft pastorale (hirtliche) Themen behandeln.

Das Lied ist im deutsch-sprachigen unter einer Vielzahl von Titeln bekannt, unter anderem „Hört der Engel helle Lieder“, "Engel auf den Feldern singen“, „Engel haben Himmelslieder“. Der Lied-Text bezieht sich meist auf die Verkündigung der Engel an die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium. Das markanteste Merkmal ist das jubilierende „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe). Die Melodie des „Gloria“ ist eine melismatische Tonfolge (viele Töne auf einer Silbe), die das festliche Schwingen von Glocken oder den unendlichen Gesang der Engel nachahmt.

Lutheran Service Book: LSB 368

Liedtext:

Angels we have heard on high,
Sweetly singing o'er plains,
And the mountains in reply,
Echoing their joyous strains.
Gloria in excelsis Deo.
Gloria in excelsis Deo.

Die Musik-Videos finden Sie unter: Engel auf den Feldern singen

Glorious Things of You Are Spoken

Das weltbekannte englische Kirchenlied „Glorious Things of Thee Are Spoken“ wurde im Jahr 1779 von John Newton verfasst und ist heute vor allem für seine majestätische Melodie berühmt. Diese stammt aus der Feder des österreichischen Komponisten Joseph Haydn, der das Musikstück im Jahr 1797 ursprünglich als feierliche Hymne für den österreichischen Kaiser Franz II. komponierte. Im englischsprachigen Raum verbreitete sich die kaiserliche Weise schnell unter dem Namen „Austria“ und wurde zu einer der beliebtesten Melodien für dieses Kirchenlied. Dieselbe geschichtsträchtige Komposition wurde im Jahr 1922 zur offiziellen Nationalhymne der Weimarer Republik in Deutschland bestimmt. Bis heute dient diese traditionsreiche Haydn-Melodie, kombiniert mit dem Text von Heinrich Hoffmann von Fallersleben, als die deutsche Nationalhymne. Dadurch teilen sich das christliche Kirchenlied, das historische österreichische Kaiserreich und die moderne Bundesrepublik Deutschland dieselbe unverkennbare musikalische Grundlage.

Lutheran Service Book: LSB 648

Liedtext:

Glorious things of you are spoken, Zion, city of our god.
He whose word cannot be broken formed you for his own abode.
On the Rock of Ages founded, what can shake your sure repose?
With salvation's walls surrounded, your may smile at all your foes.

 

Hören Sie eine Interpretation von John S. Dixon, gespielt von Michael Blessing:

 

Postludium

Komponist: John S. Dixon

Literatur: Let the Organ sound!

Glory to be Jesus

Das Kirchenlied „Glory Be to Jesus“ ist ein tiefgründiges Werk, das besonders in der Passionszeit weltweit gesungen wird. Die dazugehörige berühmte Melodie trägt den Namen „Caswall“ und wurde im Jahr 1847 von dem deutschen Musikwissenschaftler Friedrich Filitz komponiert. Der englische Text basiert auf einem älteren italienischen Gedicht, das sich andächtig mit dem Opfer Jesu Christi am Kreuz beschäftigt. Für Kirchengemeinden existieren zahlreiche vierstimmige Chorsätze für Sopran, Alt, Tenor und Bass mit feierlicher Orgelbegleitung. Renommierte Musiker haben zudem kunstvolle Choralvorspiele für die Orgel geschaffen, die das Thema instrumental einleiten. Eine der bekanntesten Aufnahmen dieses Stücks stammt vom weltberühmten Choir of King’s College aus Cambridge. Im deutschen Sprachraum ist das Lied vor allem unter dem Titel „Wem in Leidenstagen“ bekannt und fest im Repertoire verankert.

Lutheran Service Book: LSB 433

Liedtext:

Glory to be Jesus, who in bitter pains
poured for me the lifeblook from His sacred veins!

Grace and life eternal in that blood I find;
Blest he His compassion, infinitely kind!

 

Die Musikvideos finden Sie unter der Melodie "Caswall".

 

God has spoken by His prophets

„God has spoken by His prophets“ ist ein bekanntes christliches Kirchenlied, das die bleibende Bedeutung göttlicher Offenbarung und biblischer Prophetie thematisiert. Der Text wurde im Jahr 1952 von dem bekannten britischen Hymnendichter George Wallace Briggs verfasst. Das Lied beschreibt im Kern, wie Gott in der Vergangenheit durch Propheten sprach und diese Botschaft schließlich durch Jesus Christus vollendete. Musikalisch wird der Text in vielen Gesangbüchern mit der feierlichen Melodie „In Babilone“, einer traditionellen niederländischen Volksweise aus dem 18. Jahrhundert, unterlegt. Durch diesen majestätischen Charakter eignet sich das Stück hervorragend für den kraftvollen Gemeindegesang und wird häufig von einer Orgel oder einem Bläserensemble begleitet. Heute findet man das Lied weltweit in den Gesangbüchern verschiedener Konfessionen, insbesondere im englischsprachigen Raum bei den Anglikanern, Methodisten und Lutheranern. Es wird im Gottesdienst besonders gerne zu Anlässen gesungen, bei denen das Wort Gottes, die Heilige Schrift oder die Nachfolge Jesu im Mittelpunkt stehen.  Obwohl der Text des Liedes im 20. Jahrhundert im englischsprachigen Raum entstand, greifen viele Gesangbücher (wie das amerikanische The Covenant Hymnal) für dieses Lied auf die weltberühmte Hymnenmelodie „Austria“ (auch Austrian Hymn) zurück.

 

Lutheran Service Book: LSB 583

 

Hören Sie eine Interpretation von John S. Dixon, gespielt von Michael Blessing:

 

Postludium

Komponist: John S. Dixon

Literatur: Let the Organ sound!

God rest you merry, Gentlemen

Das Lied „God Rest You Merry, Gentlemen“ ist eines der ältesten englischen Weihnachtslieder. Die genaue Entstehungszeit ist unbekannt, doch man vermutet die Wurzeln im 16. Jahrhundert. Es entstand als Reaktion auf eher düstere lateinische Gesänge der Kirche. Weltruhm erlangte das Lied durch Charles Dickens, der es 1843 in seiner berühmten Erzählung „A Christmas Carol“ (Eine Weihnachtsgeschichte) zitierte. Der aktuelle Text basiert inhaltlich auf dem Lukasevangelium (Kapitel 2) und beschreibt die Verkündigung der Engel an die Hirten auf dem Feld. Der Refrain „O tidings of comfort and joy“ (O Botschaft von Trost und Freude) unterstreicht das zentrale Thema: Die Erlösung durch die Geburt Jesu als Quelle für Hoffnung und Beständigkeit in schwierigen Zeiten. 

 

Musikvideos:

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Michael Helman

Literatur: This Bright Festive Day

Gott, heilger Schöpfer aller Stern

Siehe: Conditor alme siderum

Katholisches Gotteslob: GL 230
Evangelisches Gesangbuch: EG 3

Liedtext:

Gott, heilger Schöpfer aller Stern,
erleucht uns, die wir sind so fern,
daß wir erkennen Jesus Christ,
der für uns Mensch geworden ist.

Da sich die Welt zum Abend wandt,
er als ein Bräutigam herfürtritt
aus seiner Mutter Kämmerlein,
der reinen Jungfrau, keusch und fein.

Gezeigt hat er sein groß Gewalt,
dass es in aller Welt erschallt,
denn alle Knie sich beugen müssen,
die im Himmel und auf Erden wissen.

 

Gott liebt diese Welt

Das Lied „Gott liebt diese Welt“ ist ein bekanntes Werk des Neuen Geistlichen Liedes (NGL), das vor allem durch seine hoffnungsvolle und positive Botschaft geprägt ist. Verfasst wurden Melodie und Text von Walter Schulz im Jahr 1970. Er war ein evangelischer Pastor und Hymnologe, der maßgeblich an der Gestaltung moderner Kirchenmusik beteiligt war. Das Lied steht unter dem Leitgedanken der bedingungslosen Liebe Gottes zur Schöpfung. Die zentrale Botschaft lautet, dass Gottes Liebe unabhängig von menschlicher Leistung oder dem Zustand der Welt existiert. Es wird betont, dass sich diese Liebe in Jesus Christus manifestiert hat, der als Licht in die Dunkelheit kam. Das Lied ruft die Singenden dazu auf, diese Liebe weiterzutragen und als Boten Gottes in der Welt zu wirken.

Katholisches Gotteslob: GL 464
Evangelisches Gesangbuch: EG 409

Entdecken eine seltene Choral-Bearbeitung im Stil eines English Waltz von Markus Epp aus seinem Steglitzer Orgelbüchlein.

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Großer Gott, wir loben dich

Das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ gilt als der „ökumenische Schlager“ schlechthin und wird bei festlichen Anlässen in fast allen christlichen Konfessionen gesungen. Verfasst wurde der Text 1771 von dem katholischen Priester Ignaz Franz (1719–1790). Er ist eine freie deutsche Nachdichtung des „Te Deum“, eines feierlichen lateinischen Lobgesangs aus dem 4. Jahrhundert. Die heute bekannte Weise entstand um 1774/1776 in Wien. Ihre heutige rhythmische Form erhielt sie maßgeblich durch die Bearbeitung von Heinrich Bone im Jahr 1852.

Das Lied ist ein feierlicher Lob- und Dankgesang an die Heiligste Dreifaltigkeit. Die ersten Strophen preisen Gott als Schöpfer, vor dem sich die ganze Welt und die himmlischen Heerscharen verneigen. Es folgt das christliche Glaubensbekenntnis zu Vater, Sohn und Heiligem Geist. Die abschließenden Strophen wandeln sich zum Gebet um Segen, Schutz und Führung für das Gottesvolk.

Katholisches Gotteslob: GL 380
Evangelisches Gesangbuch: EG 331

Liedtext:

Großer Gott, wir loben dich; Herr, wir preisen deine Stärke. 
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. 
Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.

Alles, was dich preisen kann, Kerubim und Serafinen, 
stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, 
rufen dir stets ohne Ruh „Heilig, heilig, heilig“ zu.

Heilig, Herr Gott Zebaot! Heilig, Herr der Himmelsheere! 
Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere 
sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum.

 

Lassen Sie sich von den zahlreichen Werken zu diesem berühmten Choral begeistern, unter anderem mit Werken von Hans-André Stamm und Grimoaldo Macchia:

 

Choral-Bearbeitung

Komponist: Hans-André Stamm

Literatur: Orgelwerke VII

Reverie

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Toccatina

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Toccata alla Giga

Komponist: Grimoaldo Macchia

Literatur: Grote God Suite voor orgel

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