Gabriel's Message

Beschreibung

Das Advents- und Weihnachtslied „The Angel Gabriel“ (auch bekannt als „Gabriel’s Message“) basiert auf einem traditionellen baskischen Volkslied. Die ältesten Wurzeln des Textes reichen jedoch bis auf einen lateinischen Hymnus aus dem europäischen Mittelalter zurück, welcher die biblische Verkündigung an Maria thematisiert. Aus dieser lateinischen Vorlage entwickelte sich im Baskenland die eigenständige Volksweise „Birjina gaztetto bat zegoen“. Im 19. Jahrhundert wurde dieses traditionelle Stück im Rahmen von Musikforschungen in der baskischen Region wiederentdeckt und aufgezeichnet. Die heute weltweit bekannte, mehrstimmige Fassung geht auf eine Überarbeitung durch den englischen Organisten Edgar Pettman in den 1890er Jahren zurück. Charakteristisch für das Lied ist der inhaltliche und musikalische Kontrast zwischen den erzählenden Strophen und dem abschließenden Ruf „Gloria!“.

 

Liedtext

The angel Gabriel from heaven came
His wings as drifted snow his eyes as flame
"All hail" said he "thou lowly maiden Mary,
Most highly favored lady," Gloria!

"For know a blessed mother thou shalt be,
All generations laud and honor thee,
Thy Son shall be Emanuel, by seers foretold
Most highly favored lady," Gloria!

 

Musikvideos

Das traditionelle baskische Adventslied entfaltet an der Orgel eine wunderbare Atmosphäre – eingespielt als stimmungsvolles Präludium oder Pastorale von Robert Jones und Grimoaldo Macchia.

Präludium

Komponist: Robert Jones

Literatur: Adeste fideles

Pastorale

Komponist: Grimoaldo Macchia

Literatur: People, Look East!

Garden

Beschreibung

Die Melodie GARDEN gehört zu dem weltbekannten Gospel-Hymnus „In the Garden“ (oft nach der ersten Zeile auch als „I Come to the Garden Alone“ bekannt).  Sowohl der Text als auch die Melodie wurden von Charles Austin Miles (1868–1946) verfasst, einem ehemaligen Apotheker, der später als Redakteur und Komponist für Kirchenmusik arbeitete. Miles wurde durch das Evangelium nach Johannes (Kapitel 20) inspiriert. Die Verse beschreiben die Begegnung zwischen Maria Magdalena und dem auferstandenen Jesus im Garten am leeren Grab. Das Lied wurde durch die Evangelisations-Kampagnen von Billy Sunday im frühen 20. Jahrhundert populär. Es zählt heute zu den protestantischen Kirchenliedern in den USA und wurde von zahlreichen Künstlern wie Elvis Presley, Johnny Cash und Ella Fitzgerald aufgenommen.

 

Musikvideos

Gegrüßet seist du, Königin

Beschreibung

Das Lied „Gegrüßet seist du, Königin“ ist eines der bekanntesten Marienlieder im deutschsprachigen Raum und eine Nachdichtung des lateinischen Antiphons „Salve Regina“, dessen Ursprung im 11. Jahrhundert liegt (oft Hermann dem Lahmen zugeschrieben). Die heute gebräuchliche Fassung stammt von Johann Georg Seidenbusch (1641–1729), der sie im Jahr 1687 verfasste.  Die Melodie stammt aus dem Mainzer Gesangbuch von 1712. Das Lied ist ein feierlicher Gruß an Maria als Himmelskönigin und Fürsprecherin:  Maria wird als „Mutter der Barmherzigkeit“, „unser Leben“ und „unsere Hoffnung“ tituliert. In den Strophen wird die menschliche Existenz als Exil („verbannte Kinder Evas“) und als „Tal der Tränen“ beschrieben, in dem man Maria um Hilfe bittet.

 

Gesangbücher

GL 536

 

Liedtext:

Gegrüßet seist du, Königin, o Maria,
Erhab'ne Frau und Herrscherin, o Maria,
Freut euch, ihr Kerubim, Lobsingt, ihr Serafim,
Grüßet eure Königin. Salve, salve, salve, Regina.

O Mutter der Barmherzigkeit, o Maria,
Sei uns gegrüßt, gebenedeit, o Maria,
Freut euch, ihr Kerubim, Lobsingt, ihr Serafim,
Grüßet eure Königin. Salve, salve, salve, Regina.

 

Musikvideos

Erleben Sie hier eine zeitgenössische Bearbeitung dieses bekannten Kirchenliedes für die Orgel. Zu hören ist eine moderne Choralbearbeitung von Franz Reithmeier, gespielt von Michael Blessing an der Gloria Optimus 3.47.

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen Band 4

Geh aus, mein Herz, und suche Freud

Beschreibung

Paul Gerhardts 1653 verfasstes Lied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ feiert die sommerliche Natur als Gottes Schöpfung und lädt zum Genuss ein. Es verbindet in 15 Strophen meisterhaft Naturlyrik mit protestantischer Glaubenszuversicht und schlägt eine Brücke zur himmlischen Freude. Die bekannte Melodie stammt von August Harder aus dem Jahr 1813 und ist fest im Evangelischen Gesangbuch (EG 503) verankert. 

 

Gesangbücher

EG 503

Liedtext:

Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit 
an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmückt zu haben.

Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub 
mit einem grünen Kleide; Narzisse und die Tulipan, 
die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder.

 

Musikvideos

Erleben Sie hier eine zeitgenössische Bearbeitung dieses bekannten Kirchenliedes für die Orgel. Zu hören ist eine moderne Choralbearbeitung von Franz Reithmeier, gespielt von Michael Blessing an der Gloria Optimus 3.47.

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen Band 1

Gelobet sei der Herr

Beschreibung

Das bekannte Kirchenlied „Gelobet sei der Herr, mein Gott“ ist unter der Nummer 139 im Evangelischen Gesangbuch zu finden und dient als traditionelles Wochenlied zum Trinitatisfest. Der lutherische Theologe Johann Olearius verfasste den tiefsinnigen Text im Jahr 1665, um die christliche Lehre von der Dreifaltigkeit greifbar zu machen. Musikalisch unterlegt ist das Werk mit der feierlichen und weithin bekannten Melodie des Liedes „Nun danket alle Gott“ von Johann Crüger. Inhaltlich widmen sich die einzelnen Strophen systematisch dem Lobpreis von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist, indem sie deren jeweiliges Wirken als Schöpfer, Erlöser und Tröster beschreiben. Anstatt abstrakte theologische Theorien aufzustellen, betont der Text die persönliche Erfahrung des Glaubenden mit der göttlichen Fürsorge im Alltag.

 

Gesangbücher

EG 139

 

Musikvideos

Die Musik-Videos finden Sie unter dem Choral "Nun danket alle Gott".

Gib Frieden, Herr, gib Frieden

Beschreibung

Das Kirchenlied „Gib Frieden, Herr, gib Frieden“ ist der Rubrik „Frieden und Gerechtigkeit“ zugeordnet. Seine Wurzeln liegen in den Niederlanden, wo der mennonitische Pastor Jan Nooter den Text im Jahr 1963 vor dem Hintergrund eines ausgeprägten christlichen Pazifismus verfasste. Der Theologe Jürgen Henkys übertrug das Werk schließlich 1980 ins Deutsche und passte es behutsam für den deutschsprachigen Raum an. Musikalisch getragen wird das Lied von der weithin bekannten, nachdenklichen Melodie des Chorals „Befiehl du deine Wege“, die auf Bartholomäus Gesius zurückgeht. Inhaltlich zeichnet der Text ein unbeschönigtes Bild der Gegenwart, indem er offen soziale Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch, politische Lügen und die daraus resultierende menschliche Furcht anklagt. Inmitten dieser Krisen verweist das Lied auf Jesus Christus als die Quelle des wahren Friedens, der durch sein Leiden am Kreuz die menschliche Streitkultur überwunden hat. Die Strophen münden schließlich in den dringenden Appell an die Gläubigen, das eigene verzagte Herz zu verwandeln und durch Versöhnungsbereitschaft selbst zu aktiven Werkzeugen des Friedens in der Welt zu werden.

 

Gesangbücher

EG 430

 

Musikvideos

Hören Sie eine nachdenkliche Trauermusik von Thomas Riegler - an der Orgel Michael Blessing:

"Trauermusik"

Komponist: Thomas Riegler

Literatur: Originelle Choralvorspiele Band 1

Gib uns Frieden jeden Tag

Beschreibung

Das Lied „Gib uns Frieden jeden Tag, lass uns nicht allein“ ist eines der bekanntesten Friedenslieder des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Das Lied entstand im Jahr 1963 und stammt aus der Feder zweier bedeutender Vertreter des neuen Kirchenliedes. Den Text hat Rüdeger Lüders verfasst, ein evangelischer Pastor. Komponiert hat die Melodie Rolf Schweizer, der die moderne christliche Musikszene in Deutschland maßgeblich prägte.

Das Lied ist ein kurzes, litaneiartiges Gebet, das sich durch seine Einfachheit auszeichnet. Die wiederkehrende Bitte um Frieden ist nicht nur politisch zu verstehen, sondern auch als Bitte um inneren Frieden und die Begleitung durch Gott. Entstanden in den 1960er Jahren, spiegelt es die Friedenssehnsucht während des Kalten Krieges wider und wurde schnell zu einem Standardlied in Friedensgebeten und ökumenischen Gottesdiensten.

Gesangbücher

EG 425

 

Musikvideos

Hören Sie einen schwungvollen Boogie von Johannes Matthias Michel und ein Stück für die Flötenuhr von Robert Jones - an der Orgel Michael Blessing:

Stück für Flötenuhr

Komponist: Robert Jones

Literatur: Verleih uns Frieden

Gloria

Beschreibung

"Les Anges dans nos campagnes" ist ursprünglich ein französisches Weihnachtslied. Der Text und die Melodie entstanden vermutlich im 18. Jahrhundert. Es gehört zur Gattung der „Noëls“, volkstümlichen Weihnachtsliedern, die oft pastorale (hirtliche) Themen behandeln.

Das Lied ist im deutsch-sprachigen unter einer Vielzahl von Titeln bekannt, unter anderem „Hört der Engel helle Lieder“, "Engel auf den Feldern singen“, „Engel haben Himmelslieder“. Der Lied-Text bezieht sich meist auf die Verkündigung der Engel an die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium. Das markanteste Merkmal ist das jubilierende „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe). Die Melodie des „Gloria“ ist eine melismatische Tonfolge (viele Töne auf einer Silbe), die das festliche Schwingen von Glocken oder den unendlichen Gesang der Engel nachahmt.

 

Gesangbücher

LSB 368

 

Liedtext:

Angels we have heard on high,
Sweetly singing o'er plains,
And the mountains in reply,
Echoing their joyous strains.
Gloria in excelsis Deo.
Gloria in excelsis Deo.

 

Musikvideos

Die Musik-Videos finden Sie unter: Engel auf den Feldern singen

Gloria sei Dir gesungen

Informationen finden Sie unter dem Choral mit derselben Melodie: "Wachet auf, ruft uns die Stimme"

Glorious Things of You Are Spoken

Beschreibung

Das englische Kirchenlied „Glorious Things of Thee Are Spoken“ wurde im Jahr 1779 von John Newton verfasst und ist heute vor allem für seine majestätische Melodie berühmt. Diese stammt aus der Feder des österreichischen Komponisten Joseph Haydn, der das Musikstück im Jahr 1797 ursprünglich als feierliche Hymne für den österreichischen Kaiser Franz II. komponierte. Im englischsprachigen Raum verbreitete sich die kaiserliche Weise schnell unter dem Namen „Austria“ und wurde zu einer der beliebtesten Melodien für dieses Kirchenlied. Dieselbe geschichtsträchtige Komposition wurde im Jahr 1922 zur offiziellen Nationalhymne der Weimarer Republik in Deutschland bestimmt. Bis heute dient diese traditionsreiche Haydn-Melodie, kombiniert mit dem Text von Heinrich Hoffmann von Fallersleben, als die deutsche Nationalhymne. Dadurch teilen sich das christliche Kirchenlied, das historische österreichische Kaiserreich und die moderne Bundesrepublik Deutschland dieselbe unverkennbare musikalische Grundlage.

Gesangbücher

LSB 648

 

Liedtext

Glorious things of you are spoken, Zion, city of our god.
He whose word cannot be broken formed you for his own abode.
On the Rock of Ages founded, what can shake your sure repose?
With salvation's walls surrounded, your may smile at all your foes.

 

Musikvideos

Hören Sie eine Interpretation von John S. Dixon, gespielt von Michael Blessing:

Postludium

Komponist: John S. Dixon

Literatur: Let the Organ sound!

Glory to be Jesus

Beschreibung

Das Kirchenlied „Glory Be to Jesus“ ist ein tiefgründiges Werk, das besonders in der Passionszeit weltweit gesungen wird. Die dazugehörige berühmte Melodie trägt den Namen „Caswall“ und wurde im Jahr 1847 von dem deutschen Musikwissenschaftler Friedrich Filitz komponiert. Der englische Text basiert auf einem älteren italienischen Gedicht, das sich andächtig mit dem Opfer Jesu Christi am Kreuz beschäftigt. Für Kirchengemeinden existieren zahlreiche vierstimmige Chorsätze für Sopran, Alt, Tenor und Bass mit feierlicher Orgelbegleitung. Renommierte Musiker haben zudem kunstvolle Choralvorspiele für die Orgel geschaffen, die das Thema instrumental einleiten. Eine der bekanntesten Aufnahmen dieses Stücks stammt vom weltberühmten Choir of King’s College aus Cambridge. Im deutschen Sprachraum ist das Lied vor allem unter dem Titel „Wem in Leidenstagen“ bekannt und fest im Repertoire verankert.

 

Gesangbücher

LSB 433

 

Liedtext

Glory to be Jesus, who in bitter pains
poured for me the lifeblook from His sacred veins!

Grace and life eternal in that blood I find;
Blest he His compassion, infinitely kind!

 

Musikvideos

Die Musikvideos finden Sie unter der Melodie "Caswall".

God has spoken by His prophets

Beschreibung

„God has spoken by His prophets“ ist ein bekanntes christliches Kirchenlied, das die bleibende Bedeutung göttlicher Offenbarung und biblischer Prophetie thematisiert. Der Text wurde im Jahr 1952 von dem bekannten britischen Hymnendichter George Wallace Briggs verfasst. Das Lied beschreibt im Kern, wie Gott in der Vergangenheit durch Propheten sprach und diese Botschaft schließlich durch Jesus Christus vollendete. Musikalisch wird der Text in vielen Gesangbüchern mit der feierlichen Melodie „In Babilone“, einer traditionellen niederländischen Volksweise aus dem 18. Jahrhundert, unterlegt. Durch diesen majestätischen Charakter eignet sich das Stück hervorragend für den kraftvollen Gemeindegesang und wird häufig von einer Orgel oder einem Bläserensemble begleitet. Heute findet man das Lied weltweit in den Gesangbüchern verschiedener Konfessionen, insbesondere im englischsprachigen Raum bei den Anglikanern, Methodisten und Lutheranern. Es wird im Gottesdienst besonders gerne zu Anlässen gesungen, bei denen das Wort Gottes, die Heilige Schrift oder die Nachfolge Jesu im Mittelpunkt stehen.  Obwohl der Text des Liedes im 20. Jahrhundert im englischsprachigen Raum entstand, greifen viele Gesangbücher für dieses Lied auf die Hymnenmelodie „Austria“ (auch Austrian Hymn) zurück.

 

Gesangbücher

LSB 583

 

Musikvideos

Hören Sie eine Interpretation von John S. Dixon, gespielt von Michael Blessing:

Postludium

Komponist: John S. Dixon

Literatur: Let the Organ sound!

God of grace and God of glory

Beschreibung

Das englischsprachige Kirchenlied „God of grace and God of glory“ wurde im Sommer 1930 von dem liberalen baptistischen Theologen Harry Emerson Fosdick für die Einweihung der New Yorker Riverside Church verfasst. Die Entstehung fiel mitten in die Zeit der Weltwirtschaftskrise und der weltpolitischen Spannungen zwischen den Weltkriegen, was den ernsten, suchenden Ton des Textes maßgeblich prägte. Inhaltlich versteht sich das Werk als ein dringendes, prophetisches Gemeindegebet, das Gott angesichts von Hochmut, Krieg und materiellem Egoismus um Kraft und gesellschaftliche Erneuerung bittet. Zentral ist dabei der wiederkehrende, flehende Ruf nach Weisheit und Mut („grant us wisdom, grant us courage“), um den Herausforderungen der Epoche aktiv entgegenzutreten. Weltberühmt wurde die Hymne jedoch erst durch ihre musikalische Hochzeit mit der monumentalen Melodie „Cwm Rhondda“, die der walisische Komponist John Hughes 1907 erschuf und nach einem traditionsreichen Kohlebergbaurevier in Südwales benannte. Obwohl Fosdick sein Lied ursprünglich für eine andere Weise geschrieben hatte, koppelten amerikanische Methodisten den Text im Jahr 1935 mit diesem kraftvollen, walisischen Tonsatz. Diese dynamische Kombination war so erfolgreich, dass Fosdicks visionäre Zeilen heute im gesamten englischsprachigen Raum fast ausschließlich auf die majestätischen Klänge von Cwm Rhondda gesungen werden.

Gesangbücher

LSB 850

 

Musikvideos

Hören Sie eine Komposition von Michael Burkhardt, gespielt von Michael Blessing:

Bearbeitung für Orgel

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: Ten Hymn Introductions, Set 3

God rest you merry, Gentlemen

Beschreibung

Das Lied „God Rest You Merry, Gentlemen“ ist eines der ältesten englischen Weihnachtslieder. Die genaue Entstehungszeit ist unbekannt, doch man vermutet die Wurzeln im 16. Jahrhundert. Es entstand als Reaktion auf eher düstere lateinische Gesänge der Kirche. Weltruhm erlangte das Lied durch Charles Dickens, der es 1843 in seiner berühmten Erzählung „A Christmas Carol“ (Eine Weihnachtsgeschichte) zitierte. Der aktuelle Text basiert inhaltlich auf dem Lukasevangelium (Kapitel 2) und beschreibt die Verkündigung der Engel an die Hirten auf dem Feld. Der Refrain „O tidings of comfort and joy“ (O Botschaft von Trost und Freude) unterstreicht das zentrale Thema: Die Erlösung durch die Geburt Jesu als Quelle für Hoffnung und Beständigkeit in schwierigen Zeiten. 

 

Musikvideos

Choral-Bearbeitung

Komponist: Michael Helman

Literatur: This Bright Festive Day

Good Christian Friends, Rejoice!

Beschreibung

Das Weihnachtslied „Good Christian Friends, Rejoice“ hat seine tiefen Wurzeln im spätmittelalterlichen Europa und basiert auf dem deutsch-lateinischen Choral „In dulci jubilo“. Die ursprüngliche Melodie und der Text entstanden vermutlich bereits im 14. Jahrhundert und werden traditionell dem deutschen Mystiker Heinrich Seuse zugeschrieben. Im Jahr 1582 fand die Weise Einzug in die berühmte schwedisch-finnische Liedersammlung Piae Cantiones, wodurch sie über die Jahrhunderte im Ostseeraum bewahrt wurde. Im Jahr 1853 stieß der britische Gelehrte und Übersetzer John Mason Neale auf ein seltenes Exemplar dieser historischen Sammlung. Fasziniert von der beschwingten Melodie verfasste Neale eine freie, sehr eigenständige englische Nachdichtung unter dem ursprünglichen Titel „Good Christian Men, Rejoice“. Zusammen mit dem Musikwissenschaftler Thomas Helmore passte er den Rhythmus der alten Weise leicht an, um sie für englischsprachige Gemeinden singbar zu machen. Durch spätere sprachliche Modernisierungen entwickelte sich das Werk schließlich zu einem der beliebtesten und fröhlichsten Weihnachtsklassiker in der gesamten angelsächsischen Welt.

 

Musikvideos

Wechseln Sie bitte zum dem Choral "IIn dulci jubilo", um sich Musik für diese Melodie anzuhören.

Gott, heilger Schöpfer aller Stern

Beschreibung

Das bekannte Adventslied „Gott, heilger Schöpfer aller Stern“ basiert historisch auf demselben lateinischen Vesperhymnus Conditor alme siderum. Die berühmte deutsche Nachdichtung dieses spätantiken Textes wurde bereits im Jahr 1523 von dem Reformator Thomas Müntzer geschaffen, der als einer der Ersten lateinische Liturgien in die Volkssprache übertrug. Die Melodie selbst ist ein jahrhundertealter, einstimmiger gregorianischer Choral aus dem Kloster Kempten, welcher traditionell im vierten Kirchenton steht. Inhaltlich lenkt das Werk den Blick der Gläubigen auf die kosmische Herrschaft Christi, der nicht nur die Gestirne erschaffen hat, sondern auch als Licht in die Dunkelheit der Welt tritt. Die Strophen verbinden den adventlichen Gedanken der Menschwerdung Gottes in der Krippe eng mit der Erwartung seiner Wiederkunft als Richter am Ende der Zeiten. Durch Müntzers pointierte Übersetzung spiegelt der Text einen kraftvollen theologischen Impetus wider, der Gottes heilendes Eingreifen in eine erlösungsbedürftige Schöpfung besingt.

 

Gesangbücher

GL 230

EG 3

LSB 351 "Creator of the Stars of Night"

LSB 882 "O Christ, Who Art the Light and Day"

 

Liedtext:

Gott, heilger Schöpfer aller Stern,
erleucht uns, die wir sind so fern,
daß wir erkennen Jesus Christ,
der für uns Mensch geworden ist.

Da sich die Welt zum Abend wandt,
er als ein Bräutigam herfürtritt
aus seiner Mutter Kämmerlein,
der reinen Jungfrau, keusch und fein.

Gezeigt hat er sein groß Gewalt,
dass es in aller Welt erschallt,
denn alle Knie sich beugen müssen,
die im Himmel und auf Erden wissen.

 

Musikvideos

Choral-Meditation

Komponist: Winfried Bönig

Literatur: Praeludia aegnimatica

Trumpet March

Komponist: Grimoaldo Macchia

Literatur: People, Look East!

Gott ist gegenwärtig

Beschreibung

Das Kirchenlied „Gott ist gegenwärtig“ von Gerhard Tersteegen aus dem Jahr 1729 gilt als ein herausragendes Meisterwerk des reformierten Pietismus und der christlichen Mystik. Der Text beschreibt die ehrfürchtige und stille Anbetung Gottes im Heiligtum der eigenen Seele und fordert die Gläubigen auf, alle weltlichen Gedanken abzulegen. Gesungen wird der Text auf eine feierliche Melodie des reformierten Kantors Joachim Neander, die dieser ursprünglich für sein Lied „Wunderbarer König“ komponierte. Da Tersteegen sein Gedicht exakt auf dieses bestehende Strophenmaß anlegte, verschmolzen Text und Musik rasch zu einer untrennbaren Einheit. Das Lied wird im Gottesdienst traditionell als feierlicher Eingangs- oder Eröffnungsgesang eingesetzt, um die Gemeinde auf die Gegenwart Gottes einzustimmen. Bis heute fasziniert das Werk über Konfessionsgrenzen hinweg durch seine tiefe theologische Bildsprache und seine beruhigende, meditative Wirkung auf den Singenden.

Gesangbücher

GL 387
EG 165

 

Liedtext

Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten
und in Ehrfurcht vor ihn treten.
Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige
und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt,
schlag die Augen nieder;
kommt, ergebt euch wieder!

Gott ist gegenwärtig, dem die Kerubinen
Tag und Nacht gebücket dienen.
"Heilig, heilig, heilig!" singen ihm zur Ehre
aller Engel hohe Chöre.
Herr, vernimm unsre Stimm,
da auch wir Geringen
unsre Opfer bringen.

Wir entsagen willig allen Eitelkeiten,
aller Erdenlust und Freuden;
da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben
dir zum Eigentum ergeben.
Du allein sollst es sein,
unser Gott und Herre,
dir gebührt die Ehre.

 

Musikvideos

Choral-Konzert "Gott ist gegenwärtig / Tut mir auf die schöne Pforte"

Komponist: Joachim Roller

Literatur: Festliche Choralconcerti für Ein- und Auszug für Orgel

Gott liebt diese Welt

Beschreibung

Das Lied „Gott liebt diese Welt“ ist ein bekanntes Werk des Neuen Geistlichen Liedes (NGL), das vor allem durch seine hoffnungsvolle und positive Botschaft geprägt ist. Verfasst wurden Melodie und Text von Walter Schulz im Jahr 1970. Er war ein evangelischer Pastor und Hymnologe, der maßgeblich an der Gestaltung moderner Kirchenmusik beteiligt war. Das Lied steht unter dem Leitgedanken der bedingungslosen Liebe Gottes zur Schöpfung. Die zentrale Botschaft lautet, dass Gottes Liebe unabhängig von menschlicher Leistung oder dem Zustand der Welt existiert. Es wird betont, dass sich diese Liebe in Jesus Christus manifestiert hat, der als Licht in die Dunkelheit kam. Das Lied ruft die Singenden dazu auf, diese Liebe weiterzutragen und als Boten Gottes in der Welt zu wirken.

 

Gesangbücher

GL 464
EG 409

 

Musikvideos

Entdecken eine seltene Choral-Bearbeitung im Stil eines English Waltz von Markus Epp aus seinem Steglitzer Orgelbüchlein.

Choral-Bearbeitung

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Gott Lob, der Sonntag kommt herbei

Beschreibung

Das fröhliche Kirchenlied „Gott Lob, der Sonntag kommt herbei“ ist unter der Nummer 162 im Evangelischen Gesangbuch zu finden und widmet sich thematisch dem Sonntag und Gottesdienst. Der Text wurde im Jahr 1671 von dem lutherischen Theologen Johann Olearius verfasst, der für seine produktive Liederdichtung im Zeitalter des Barock bekannt ist. Musikalisch wird das Werk auf die beschwingte und festliche Melodie von „Erschienen ist der herrlich Tag“ gesungen, die Nikolaus Herman bereits 1560 komponierte. Inhaltlich feiert das Lied den Sonntag als einen von Gott geschenkten Ruhetag und Tag des Aufatmens nach der anstrengenden Arbeitswoche. Dabei schlägt der Text eine Brücke zur Schöpfungsgeschichte, indem er den ersten Wochentag als den Moment preist, an dem Gott das Licht erschuf. Zudem wird der Sonntag im Sinne der christlichen Tradition als „kleines Osterfest“ gewürdigt, da er an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten erinnert. Schließlich betont das Lied die Bedeutung des Gottesdienstes, in dem die Gläubigen durch Gottes Wort neue Kraft, Freude und Trost für ihren Alltag schöpfen.


Gesangbücher

EG 162

 

Musikvideos

Eine Orgelbearbeitung für die Melodie im Bolero-Stil hat Thomas Riegler komponiert: hören Sie einfach mal rein.

Oster-Bolero

Komponist: Thomas Riegler

Literatur: Originelle Choralvorspiele Band 2

Großer Gott, wir loben dich

Beschreibung

Das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ gilt als der ökumenische Schlager schlechthin und wird bei festlichen Anlässen in fast allen christlichen Konfessionen gesungen. Verfasst wurde der Text 1771 von dem katholischen Priester Ignaz Franz. Er ist eine freie deutsche Nachdichtung des „Te Deum“, eines feierlichen lateinischen Lobgesangs aus dem 4. Jahrhundert. Die heute bekannte Weise entstand um 1774/1776 in Wien. Ihre heutige rhythmische Form erhielt sie maßgeblich durch die Bearbeitung von Heinrich Bone im Jahr 1852. Das Lied ist ein feierlicher Lob- und Dankgesang an die Heiligste Dreifaltigkeit. Die ersten Strophen preisen Gott als Schöpfer, vor dem sich die ganze Welt und die himmlischen Heerscharen verneigen. Es folgt das christliche Glaubensbekenntnis zu Vater, Sohn und Heiligem Geist. Die abschließenden Strophen wandeln sich zum Gebet um Segen, Schutz und Führung für das Gottesvolk.

 

Gesangbücher

GL 380

EG 331

LSB 940 "Holy God, we praise Thy name"

 

Liedtext

Großer Gott, wir loben dich; Herr, wir preisen deine Stärke. 
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. 
Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.

Alles, was dich preisen kann, Kerubim und Serafinen, 
stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, 
rufen dir stets ohne Ruh „Heilig, heilig, heilig“ zu.

Heilig, Herr Gott Zebaot! Heilig, Herr der Himmelsheere! 
Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere 
sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum.

 

Musikvideos

Lassen Sie sich von den zahlreichen Werken zu diesem berühmten Choral begeistern, unter anderem mit Werken von Hans-André Stamm und Grimoaldo Macchia:

Choral-Bearbeitung

Komponist: Hans-André Stamm

Literatur: Orgelwerke VII

Reverie

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Toccatina

Komponist: Markus Epp

Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein

Toccata alla Giga

Komponist: Grimoaldo Macchia

Literatur: Grote God Suite voor orgel

© Copyright. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.