Choräle und Melodien
Index P

Entdecken Sie Melodien und Choräle, die mit dem Buchstaben P beginnen. Die angebotenen Musik-Videos sind Interpretationen des Kirchenmusikers Michael Blessing: Sie können finden diese auch auf YouTube und dem Kanal Orgelwerkstatt 

 

Übersicht

Pange lingua

People, Look East!

Praise and Thanksgiving

Praise to the Lord, the Almighty

Praise to You and adoration

Preach you the Word and plant it home

Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren

Pange lingua

Beschreibung

Das geistliche Lied „Pange lingua“ (Sing, mein Mund) ist eine bedeutende Hymne der christlichen Liturgie, die im 13. Jahrhundert von Thomas von Aquin verfasst wurde. Der lateinische Text besingt das Geheimnis der Eucharistie und wird traditionell am Gründonnerstag sowie an Fronleichnam bei Prozessionen gesungen. Die letzten beiden Strophen sind als „Tantum ergo“ ein fester Bestandteil des eucharistischen Segens. Musikalisch beruht das Werk auf einer gregorianischen Choralmelodie, die zahlreiche Komponisten zu polyphonen Bearbeitungen inspirierte. Neben der lateinischen Ursprungsfassung existieren heute weltweit verschiedene volkssprachliche Übersetzungen. Bis heute gilt das tiefgreifende Werk als zeitloses Meisterwerk der sakralen Musik.

 

Gesangbücher

GL 493 "Preise, Zunge, das Geheimnis"

GL 494 "Pange, lingua"

 

Liedtext

Pange, lingua, gloriosi
Corporis mysterium,
Sanguinisque pretiosi,
Quem in mundi pretium
Fructus ventris generosi
Rex effudit gentium.

Tantum ergo Sacramentum
Veneremur cernui:
Et antiquum documentum
Novo cedat ritui:
Praestet fides supplementum
Sensuum defectui.

 

Musikvideos

Orgel-Bearbeitung

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: Ah, Holy Jesus

People, Look East!

Beschreibung

Das bekannte Weihnachtslied „People, Look East“ basiert auf einer traditionellen französischen Melodie aus dem späten Besançon-Weihnachtsliedgut. Der Liedtext wurde im Jahr 1928 von der englischen Autorin und Dichterin Eleanor Farjeon verfasst. Ursprünglich wurde das Stück für das englische Gesangbuch The Oxford Book of Carols geschrieben, das im selben Jahr erschien. Farjeon nutzte die schwungvolle Melodie, um die freudige Erwartung der Adventszeit und das Herannahen von Weihnachten zu beschreiben. Die historische Melodie selbst geht vermutlich auf das 18. Jahrhundert zurück und war ursprünglich ein weltliches französisches Volkslied. Heute gilt das Werk im englischsprachigen Raum als ein absoluter Klassiker für adventliche Gottesdienste. Durch seinen lebendigen Rhythmus hebt es sich von vielen eher getragenen und melancholischen Adventsliedern ab.

 

Liedtext

People, look east. The time is near
Of the crowning of the year.
Make your house fair as you are able,
Trim the hearth and set the table.
People, look east and sing today:
Love, the guest, is on the way.

Furrows, be glad. Though earth is bare,
One more seed is planted there.
Give up your strength the seed to nourish,
That in course the flower may flourish.
People, look east and sing today:
Love, the rose, is on the way.


Musikvideos 

Trumpet Tune

Komponist: Grimoaldo Macchia

Literatur: People, Look East!

Praise and Thanksgiving

Beschreibung

Das dankbare Kirchenlied ist eine bekannte Schöpfungs- und Erntedankhymne des britischen Pastors und Dichters Albert F. Bayly aus dem Jahr 1970. Der Text preist in drei prägnanten Strophen Gottes Gaben – von den Feldfrüchten bis zum täglichen Brot – und bittet gleichzeitig darum, diese Ressourcen gerecht mit dem Nächsten zu teilen. Die weltbekannte, beschwingte Melodie beruht auf der traditionellen gälischen Volksweise „Bunessan“, welche vielen Menschen auch durch das Pop- und Kirchenlied „Morning Has Broken“ vertraut ist. Bayly verfasste diese Zeilen ursprünglich, um ein modernes Erntedanklied zu schaffen, das über das bloße Danken für Nahrung hinausgeht und die menschliche Arbeit in Gottes Schöpfungsplan einbindet. Seine Strophen greifen starke biblische Bezüge auf, darunter Motive aus den Psalmen sowie neutestamentliche Aufforderungen zur christlichen Nächstenliebe. Durch diese mitreißende Kombination aus dem dankbaren, sozialethischen Text und der lebhaften schottischen Weise fungiert das Lied in Gottesdiensten als feierlicher Aufruf zur gelebten Dankbarkeit im Alltag.

 

Gesangbücher

LSB 789 "Praise and Thanksgiving"

 

Musikvideos

Praise to the Lord, the Almighty

Beschreibung

Das majestätische Kirchenlied ist die weltweit bekannte englische Übersetzung des deutschen Chorals "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" von Joachim Neander aus dem Jahr 1680. Es basiert textlich auf den Psalmen 103 und 150 und wird im lutherischen Gesangbuch unter der Nummer LSB 790 als festlicher Lobhymnus geführt. Die kraftvolle Melodie stammt ursprünglich aus dem Stralsunder Gesangbuch von 1665 und ging vermutlich aus einer weltlichen Volksweise hervor. Die bis heute maßgebliche und weit verbreitete englische Übertragung wurde im Jahr 1863 von Catherine Winkworth veröffentlicht. Das Werk zeichnet sich durch seinen triumphalen Charakter aus und lobt in seinen Strophen eindringlich Gottes Schöpfung, Fürsorge und Souveränität. Wegen seiner eingängigen Rhythmik gehört es konfessionsübergreifend zu den am häufigsten gesungenen Liedern im englischsprachigen Raum. In Gottesdiensten wird es oft in pompösen Arrangements mit vollem Orgelwerk dargeboten, um die festliche Liturgie kraftvoll einzuleiten.

 

 

Gesangbücher

LSB 789 "Praise and Thanksgiving"

GL 392 "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren"

EG 316 "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren"

GL 251 "Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören"

 

Musikvideos

Choralbearbeitung für Orgel

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen Band 4

Postludium

Komponist: John S. Dixon

Literatur: Let the Organ Sound!

Mix "Lobe den Herren" + "Großer Gott, wir loben dich"

Komponist: Joachim Roller

Literatur: Festliche Choralconcerti

Praise to You and adoration

Beschreibung

Das besinnliche Kirchenlied „Praise to You and Adoration“ ist ein bekanntes Werk des dänischen Dichters und Bischofs Thomas Hansen Kingo aus dem 17. Jahrhundert. Der Text preist in zwei Strophen die Menschwerdung Jesu Christi sowie dessen Liebe zur eigenen Schöpfung. Die vertraute Melodie geht auf die Genfer Weise „Freu dich sehr, o meine Seele“ aus dem Jahr 1551 zurück. In der englischsprachigen Fassung vereint das Lied Übersetzungen von Kristen Kvamme sowie spätere Bearbeitungen aus dem lutherischen Raum. Inhaltlich formuliert das Werk die inständige Bitte um göttlichen Beistand, Bewahrung im Glauben und Trost in allen Lebenslagen. Durch diesen tiefgründigen, bittenden Charakter führt die Hymne die Gemeinde würdevoll aus der liturgischen Feier zurück in den Alltag.

 

Gesangbücher

LSB 347 "Comfort, comfort, Ye my People"

LSB 692 "Praise to You and adoration"

EG 524 "Freu dich sehr, o meine Seele"

 

Liedtext

Praise to You and adoration,
blessed Jesus, Son of God,
who, to serve Your own creation,
came to share our flesh and blood.
Guide me that I never may
from Your fold or pastures stray,
but with zeal and joy exceeding
follow where Your steps are leading.

 

Musikvideos

Hymn Improvisation

Komponist: Michael Burkhardt

Literatur: Five Advent Hymn Improvisations, Set 1

Preach you the Word and plant it home

Beschreibung

Das hoffnungsvolle Kirchenlied ist ein Werk des lutherischen Theologen und Dichters Martin H. Franzmann aus dem 20. Jahrhundert. Es wird thematisch der Verbreitung des Gotteswortes sowie der Mission zugeordnet. Der Text ermutigt die Gemeinde in fünf prägnanten Strophen dazu, das Evangelium trotz aller weltlichen Widerstände mutig in der Welt auszusäen. Die getragene Melodie beruht auf der historischen deutschen Weise des bekannten Adventsliedes „O Heiland, reiß die Himmel auf“ aus dem Jahr 1666. Franzmann verfasste diesen Text ursprünglich im Jahr 1953 für eine theologische Konferenz, um die existenzielle Relevanz der Predigt zu betonen. Die Zeilen greifen starke biblische Bilder auf, darunter das Gleichnis vom Sämann sowie das unaufhaltsame Wachstum des Reiches Gottes. Durch diese kraftvolle Kombination aus Text und der ernsten, dorischen Melodie dient das Lied in Gottesdiensten oft als feierliche Aussendung der Gläubigen.

 

Gesangbücher

GL 231 "O Heiland, reiß die Himmel auf"

EG 7 "O Heiland, reiß die Himmel auf"

LSB 355 "O Savior, rend the heavens wide"

LSB 586 "Preach you the Word and plant it home"

 

Musikvideos

Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren

Beschreibung

Das lutherische Kirchenlied „Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren“ ist eine bedeutende lutherische Liedschöpfung des 16. Jahrhunderts, die dem Reformator Martin Luther zugeschrieben oder in dessen Umfeld verfasst wurde. Der Text basiert inhaltlich auf dem alttestamentlichen Psalm 111 und rühmt die großen Taten sowie die bleibende Gerechtigkeit Gottes. Die Melodie zeichnet sich durch ihren feierlichen Charakter aus und geht auf eine historische Tonschöpfung aus dem reformatorischen Genfer Psalter zurück. Durch seine theologische Tiefe vermittelt das Werk eine klare protestantische Botschaft des unerschütterlichen Vertrauens in Gottes Gnade. Sowohl in wöchentlichen Gottesdiensten als auch zu besonderen Festen wird das Lied bis heute von Kirchengemeinden gesungen. Als fest verankertes Element des protestantischen Liedguts verbindet es lebendige Musiktradition mit dem reformatorischen Erbe.

 

Gesangbücher

GL 385 "Nun saget Dank und lobt den Herren"

EG 245 "Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren"

EG 294 "Nun saget Dank und lobt den Herren"

LSB 792 "New songs of celebration render"

LSB 600 "Mark how the Lamb of God's self-off'ring"

LSB 652 "Father, we thank Thee who hast planted"

EG 250 "Ich lobe dich von ganzer Seelen"

EG 279 "Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren"

GL 551 "Nun singt ein neues Lied dem Herren"

 

Musikvideos

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