Herr, ich bin dein Eigentum
Das im 18. Jahrhundert von Balthasar Münter verfasste und später von Georg Thurmair überarbeitete Kirchenlied thematisiert die bedingungslose Zugehörigkeit des Menschen zu Gott. Der Text spiegelt das tiefe Vertrauen in die göttliche Führung wider und konfrontiert den Singenden gleichzeitig mit dem Gedanken an das Jüngste Gericht sowie der Rechenschaft vor dem Schöpfer. Musikalisch getragen wird der Choral von einer barocken Melodie, die historisch Johannes Rosenmüller zugeordnet und in Dresden weiterentwickelt wurde. Dieselbe Weise findet auch im bekannten Bußlied „Straf mich nicht in deinem Zorn“ Verwendung und unterstreicht den ernsten Charakter der Zeilen. Heute ist das Werk als fester Bestandteil des katholischen Gesangbuchs Gotteslob unter der Nummer 435 weit verbreitet.
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Herr, ich bin dein Eigentum
Komponist: Franz Reithmeier
Literatur: Choralbearbeitungen Band 1
Schwierigkeit: mittel
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 435
Evangelisches Gesangbuch: EG 387 "Mache dich, mein Geist, bereit"
Herr, ich bin dein Eigentum
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir's gegeben.
Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Lehr mich in der Erdenzeit
als ein Fremdling leben,
nach des Himmels Herrlichkeit
herzlich heimzustreben.
Und mein Zelt in der Welt mag ich leicht verlassen,
dich, Herr, zu umfassen.