Wir pflügen, und wir streuen

„Wir pflügen und wir streuen“ (auch als Bauernlied bekannt) ist ein bekanntes Erntedanklied. Verfasst wurde es von Matthias Claudius (1740–1815) im Jahr 1782. Ursprünglich war es kein Kirchenlied, sondern Teil einer ländlichen Festbeschreibung in seinem Werk „Paul Erdmanns Fest“. In der literarischen Vorlage war der Text als Wechselgesang zwischen einem Vorsänger und einer Gruppe (Chor) konzipiert. Die heute gebräuchliche Melodie wurde um 1800 von Johann Abraham Peter Schulz (1747–1800) in Hannover komponiert. Sie ersetzte im Laufe der Zeit frühere Vertonungen und verhalf dem Lied zu seiner großen Popularität. 

 

Das Lied thematisiert den Kreislauf von Saat und Ernte. Es betont, dass menschliche Arbeit zwar notwendig ist, das eigentliche Wachstum und Gedeihen aber allein in Gottes Hand liegt („Wuchs und Gedeihen steht in des Himmels Hand“). Claudius beschreibt eine tiefe Verbindung zwischen Gott und der Natur. Alles, vom „Strohhalm“ bis zu den „Sternen“, kommt nach seiner Auffassung von Gott.

Musik-Videos

Rondo in modo classico

Komponist: Markus Epp
Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein
Schwierigkeit: mittel

à la Robert Schumann
"Der fröhliche Landmann"

Komponist: Markus Epp
Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein
Schwierigkeit: mittel

Liedtext

Evangelisches Gesangbuch: EG 508

Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

Refrain: Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein,
er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot:
es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.

Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Busch und Blätter und Korn und Obst von ihm,
das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.

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