Wer nur den lieben Gott lässt walten

Das bekannte Kirchenlied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ entstand im 17. Jahrhundert und gilt als eines der bedeutendsten Trostlieder des Barock. Sowohl der Text als auch die Melodie stammen von Georg Neumark (1621–1681). Angeblich entstand das Lied aus einer persönlichen Notsituation heraus. Neumark war auf der Reise zum Studium in Königsberg von Soldaten ausgeraubt worden und geriet in große materielle Not. Als er schließlich eine Anstellung als Hauslehrer fand, schrieb er dieses Lied als Dankgebet für die göttliche Führung.

Besonders berühmt ist auch die Verarbeitung des Liedes durch Johann Sebastian Bach, der darauf seine gleichnamige Choralkantate (BWV 93) basierte.

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Choralvorspiel

Komponist: Johannes Matthias Michel
Literatur: Das Swing & Jazz Orgelbüchlein 2
Schwierigkeit: mittel

Liedtext

Katholisches Gotteslob: GL 424
Evangelisches Gesangbuch: EG 369

Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.

Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

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