Melodien
Diese Seite bietet Ihnen eine alphabetische Übersicht über moderne Kirchenmusik zu bestimmten Melodien, die nicht in dem katholischen Gotteslob oder dem evangelischen Gesangbuch verzeichnet sind. Darunter fallen zum Beispiel volkstümlichen Melodie aus dem deutschsprachigen Raum, aber auch Choräle und Lieder aus anderen Nationen.
Eine Melodie kann dabei mehrfach unter ihren diversen Bezeichnungen und Tunes gelistet werden.
Amazing Grace
"Amazing Grace" ist eines der weltweit bekanntesten geistlichen Lieder. Seine heutige Form entstand durch die Verbindung eines Textes aus dem 18. Jahrhundert mit einer US-amerikanischen Melodie des 19. Jahrhunderts. Der Text wurde von John Newton (1725–1807) verfasst. Newton war ein ehemaliger Kapitän von Sklavenschiffen, der nach einem traumatischen Sturm auf See zum christlichen Glauben fand und später ein engagierter Gegner der Sklaverei sowie anglikanischer Priester wurde. Die heute untrennbar mit dem Text verbundene Melodie namens NEW BRITAIN ist eine traditionelle Volksweise unbekannten Ursprungs, die vermutlich aus der Appalachen-Region der USA stammt und pentatonische Einflüsse (ähnlich schottischer Sackpfeifenmusik) aufweist. Die erste bekannte Kombination des Newton-Textes mit der Melodie NEW BRITAIN wurde 1835 von dem US-amerikanischen Komponisten William Walker in seinem Gesangbuch „The Southern Harmony“ veröffentlicht.
Hymnus: NEW BRITAIN
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Amsterdam
In der Kirchenmusik bezieht sich AMSTERDAM meist auf eine bekannte Hymnenmelodie aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist vor allem im englischsprachigen Raum (Methodismus, Sacred Harp) verbreitet, hat aber deutsche Wurzeln. Die Melodie wird dem deutschen Komponisten Johann Georg Hille (ca. 1739) zugeschrieben. Sie erschien erstmals in der Foundery Collection (1742), einer frühen Liedersammlung von John Wesley.
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Angel Gabriel
Vermutlich baskisches Weihnachtslied
Angels We Have Heard on High
"Les Anges dans nos campagnes" ist ursprünglich ein französisches Weihnachtslied. Der Text und die Melodie entstanden vermutlich im 18. Jahrhundert. Es gehört zur Gattung der „Noëls“, volkstümlichen Weihnachtsliedern, die oft pastorale (hirtliche) Themen behandeln.
Das Lied ist im deutsch-sprachigen unter einer Vielzahl von Titeln bekannt, unter anderem „Hört der Engel helle Lieder“, "Engel auf den Feldern singen“, „Engel haben Himmelslieder“. Der Lied-Text bezieht sich meist auf die Verkündigung der Engel an die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium. Das markanteste Merkmal ist das jubilierende „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe). Die Melodie des „Gloria“ ist eine melismatische Tonfolge (viele Töne auf einer Silbe), die das festliche Schwingen von Glocken oder den unendlichen Gesang der Engel nachahmt.
Hymnus: GLORIA
Titel: Engel auf den Feldern singen, Hört der Engel helle Lieder, Engel haben Himmelslieder, Angels We Have Heard on High, uvm.
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Antioch
Das weltbekannte Weihnachtslied „Joy to the World“ (oft unter dem Melodienamen ANTIOCH geführt) hat eine vielschichtige Entstehungsgeschichte, die Text und Musik erst über ein Jahrhundert nach ihrer jeweiligen Entstehung zusammenführte. Der Text, geschrieben vom englischen Hymnendichter Isaac Watts, feiert eigentlich die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit und seine Herrschaft über die Welt, weshalb er ursprünglich für das ganze Kirchenjahr gedacht war. Die heute gebräuchliche Melodie wurde vom US-amerikanischen Komponisten Lowell Mason adaptiert und erstmals mit Watts' Text veröffentlicht. Mason wählte den Namen vermutlich nach der antiken Stadt Antiochia am Orontes, die im Neuen Testament eine zentrale Rolle bei der Ausbreitung des Christentums spielte.
Hymnus: Antioch
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Auld Lang Syne
Das Lied "Auld Lang Syne" (schottisch-gälisch für „längst vergangene Zeit“ oder sinngemäß „um der alten Zeiten willen“) ist das weltweit bekannteste Lied zum Jahreswechsel. Der schottische Nationaldichter Robert Burns hielt den Text 1788 schriftlich fest. Er gab an, die Worte nach dem Gesang eines alten Mannes aufgezeichnet zu haben, was das Lied als Teil der mündlichen schottischen Volkstradition kennzeichnet. Die heute weltberühmte Melodie wurde erst 1799 mit dem Text kombiniert. Sie basiert auf einem traditionellen schottischen Tanz (einer „Strathspey“). Das Lied reflektiert über alte Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse. Es stellt die rhetorische Frage, ob alte Bekanntschaften vergessen werden sollten, und bejaht die Bewahrung dieser Bindungen. In Deutschland ist die Melodie vor allem durch die Nachdichtung „Nehmt Abschied, Brüder“ von Claus Ludwig Laue (um 1946) bekannt, die als allgemeines Abschiedslied verbreitet ist.
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Away in a Manger
Das Weihnachtslied „Away in a Manger“ (im Deutschen oft als „In einer Krippe“) ist eines der populärsten Lieder im englischsprachigen Raum. Der Melodiename MUELLER bezieht sich auf die in den USA am weitesten verbreitete Vertonung. Der Text ist entgegen landläufiger Mythen amerikanischen Ursprungs und entstand vermutlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Melodie wurde 1887 von dem US-amerikanischen Komponisten James Ramsey Murray (1841–1905) veröffentlicht. Da Murray das Lied fälschlich als „von Martin Luther komponiert“ auswies und nur seine eigenen Initialen für das Arrangement setzte, schrieben spätere Herausgeber die Melodie einem fiktiven oder unbekannten „Carl Mueller“ zu. Dieser Name hat sich in Hymnologien als Standardbezeichnung für diese spezifische Melodie etabliert
Hymnus: MUELLER
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Arise, My Soul, Arise
Der Melodiename NYT YLÖS SIELUNI bezeichnet eine geistliche Volksweise aus Finnland aus der Region Kalanti stammt. Durch Einwanderer und internationale Gesangbücher gelangte die Melodie in den englischsprachigen Raum und wird dort häufig mit Texten wie „Arise, My Soul, Arise!“ gesungen. Die Melodie steht meist in modalen Tonarten und weist einen melancholischen, aber dennoch kraftvollen, typisch nordischen Charakter auf.
Hymnus: NYT YLÖS SIELUNI
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BEATITUDO
Der Melodiename BEATITUDO bezieht sich auf eine klassische viktorianische Hymnenmelodie, die im 19. Jahrhundert entstand. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort beatitudo ab, was „Glückseligkeit“ bedeutet. Die Melodie besitzt eine klare, überzeugende Melodieführung und eine teilweise chromatische Harmonisierung, die den Ausdruck verstärkt.
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BRING A TORCH
Das Lied „Bring a Torch, Jeannette, Isabella“ (französisch: Un flambeau, Jeannette, Isabelle) ist ein traditionelles Weihnachtslied, das aus Provence stammt. Die Melodie entstand vermutlich bereits im 14. Jahrhundert als Tanzmusik. Jeannette und Isabella sind zwei Mägde, die das schlafende Jesuskind im Stall entdecken. Sie laufen ins Dorf, um die Nachricht zu verbreiten, und rufen die Leute dazu auf, mit Fackeln (Un flambeau) herbeizueilen, um den Stall zu erleuchten.
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CHESTERFIELD
In der Kirchenmusik ist die Melodie RICHMOND (auch bekannt unter dem Namen CHESTERFIELD) weit verbreitet. Sie wurde 1792 von Thomas Haweis komponiert wurde. Später kürzte Samuel Webbe Jr. und benannte sie nach seinem Freund Rev. Leigh Richmond. Der alternative Name „Chesterfield“ geht auf Lord Chesterfield zurück. Die Melodie wird klassischerweise für mit Texten wie „Hark, the Glad Sound!“ oder „City of God, How Broad and Far“ genutzt. Letzteres Kirchenlied „Hark, the Glad Sound!“ ist ein bedeutender Adventshymnus der englischsprachigen Welt. Der Text greift zentrale Motive aus Jesaja 61, 1-2 und dem Evangelium nach Lukas auf: Die Befreiung der Gefangenen, die Heilung der Zerbrochenen und das Verkünden einer frohen Botschaft für die Armen.
Hymnus: RICHMOND, CHESTERFIELD
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CHRISTMAS SONG
Coming to America
- Nile Rodgers, Nancy Huang - Wedding March over "Coming to America".
Conditor alme siderum
Das Lied „Gott, heilger Schöpfer aller Stern“ ist einer der ältesten und bedeutendsten Hymnen der christlichen Tradition für die Adventszeit. Die Wurzeln liegen im lateinischen Hymnus „Conditor alme siderum“, der wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert stammt. Die heute bekannte deutsche Textfassung wurde von Thomas Müntzer im Jahr 1523 verfasst. Müntzer, eine zentrale Figur der Reformationszeit und der Bauernkriege, übersetzte den lateinischen Text sehr nah am Original für seine „Deutsche Evangelische Messe“. Die Melodie basiert auf einem lateinischen Hymnenton aus dem 9. Jahrhundert, der im Laufe der Jahrhunderte rhythmisiert und angepasst wurde.
Das Lied beschreibt die kosmische und heilsgeschichtliche Dimension der Ankunft Christi. Gott wird als der Schöpfer des gesamten Universums (der Sterne) angesprochen. Es thematisiert, dass Gott aus Mitleid mit der verlorenen Welt Mensch wurde, um die Menschheit vom Tod und der Sünde zu heilen. Das Lied blickt über Weihnachten hinaus auf die Wiederkunft Christi als Richter am Ende der Zeit und bittet um Bewahrung vor dem „Widersacher“.
Hymnus: Conditor alme siderum
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Father, We Thank Thee
Die Melodie RENDEZ À DIEU (auch bekannt als GENEVAN 118 oder GENEVAN 98) ist ein Meilenstein der protestantischen Kirchenmusik. Die Melodie wurde erstmals 1551 in der von Louis Bourgeois herausgegebenen Ausgabe des Genfer Psalters veröffentlicht. Sie wird Louis Bourgeois zugeschrieben, einem engen Weggefährten von Johannes Calvin, der als Kantor an der Kathedrale Saint-Pierre in Genf maßgeblich an der musikalischen Gestaltung der Reformation beteiligt war.
Die Melodie wird weltweit für verschiedene Texte genutzt. In englisch-sprachigen zum Beispiel als Vertonung für „Father, We Thank Thee Who Hast Planted“, "When John Baptized by Jordan's River" oder "Bread of the world" sowie anderen moderne Paraphrasen von Psalm 118. Im katholischen Gotteslob wird sie beim Choral Nun saget Dank und lobt den Herren genutzt.
Hymnus: RENDEZ À DIEU
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Forest Green
Die Melodie „Forest Green“ ist eine traditionelle englische Weise, die heute vor allem als Standardmelodie für das Weihnachtslied „O Little Town of Bethlehem“ in Großbritannien bekannt ist. Der Komponist Ralph Vaughan Williams zeichnete die Melodie im Dezember 1903 auf. Er hörte sie von einem Landarbeiter in dem Dorf Forest Green in der Grafschaft Surrey.
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Fröhliche Weihnacht überall
Das bekannte Weihnachtslied „Fröhliche Weihnacht überall“ stammt ursprünglich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während die Melodie oft als englisches Volkslied bezeichnet wird, ist der heute bekannte deutsche Text eng mit der Kinderliedtradition dieser Zeit verknüpft. Der deutsche Text wird häufig August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zugeschrieben: ein früher schriftlicher Beleg findet sich in einem Schulliederbuch aus Dresden.
Im Gegensatz zu vielen anderen klassischen Weihnachtsliedern, die für die feierliche Messe geschrieben wurden, ist „Fröhliche Weihnacht überall“ ein ausgesprochenes Jubellied, das zur Ausgelassenheit und zum Mitsingen einlädt.
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GARDEN
Die Melodie GARDEN gehört zu dem weltbekannten Gospel-Hymnus „In the Garden“ (oft nach der ersten Zeile auch als „I Come to the Garden Alone“ bekannt). Sowohl der Text als auch die Melodie wurden von Charles Austin Miles (1868–1946) verfasst, einem ehemaligen Apotheker, der später als Redakteur und Komponist für Kirchenmusik arbeitete. Miles wurde durch das Evangelium nach Johannes (Kapitel 20) inspiriert. Die Verse beschreiben die Begegnung zwischen Maria Magdalena und dem auferstandenen Jesus im Garten am leeren Grab.
Das Lied wurde durch die Evangelisations-Kampagnen von Billy Sunday im frühen 20. Jahrhundert populär. Es zählt heute zu den protestantischen Kirchenliedern in den USA und wurde von zahlreichen Künstlern wie Elvis Presley, Johnny Cash und Ella Fitzgerald aufgenommen.
Hymnus: GARDEN
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GLORIA
"Les Anges dans nos campagnes" ist ursprünglich ein französisches Weihnachtslied. Der Text und die Melodie entstanden vermutlich im 18. Jahrhundert. Es gehört zur Gattung der „Noëls“, volkstümlichen Weihnachtsliedern, die oft pastorale (hirtliche) Themen behandeln.
Das Lied ist im deutsch-sprachigen unter einer Vielzahl von Titeln bekannt, unter anderem „Hört der Engel helle Lieder“, "Engel auf den Feldern singen“, „Engel haben Himmelslieder“. Der Lied-Text bezieht sich meist auf die Verkündigung der Engel an die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium. Das markanteste Merkmal ist das jubilierende „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe). Die Melodie des „Gloria“ ist eine melismatische Tonfolge (viele Töne auf einer Silbe), die das festliche Schwingen von Glocken oder den unendlichen Gesang der Engel nachahmt.
Hymnus: GLORIA
Titel: Engel auf den Feldern singen, Hört der Engel helle Lieder, Engel haben Himmelslieder, Angels We Have Heard on High, uvm.
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God Rest You Merry, Gentlemen
Das Lied „God Rest You Merry, Gentlemen“ ist eines der ältesten englischen Weihnachtslieder. Die genaue Entstehungszeit ist unbekannt, doch man vermutet die Wurzeln im 16. Jahrhundert. Es entstand als Reaktion auf eher düstere lateinische Gesänge der Kirche. Weltruhm erlangte das Lied durch Charles Dickens, der es 1843 in seiner berühmten Erzählung „A Christmas Carol“ (Eine Weihnachtsgeschichte) zitierte. Der aktuelle Text basiert inhaltlich auf dem Lukasevangelium (Kapitel 2) und beschreibt die Verkündigung der Engel an die Hirten auf dem Feld. Der Refrain „O tidings of comfort and joy“ (O Botschaft von Trost und Freude) unterstreicht das zentrale Thema: Die Erlösung durch die Geburt Jesu als Quelle für Hoffnung und Beständigkeit in schwierigen Zeiten.
Hymnus: GOD REST YOU MERRY
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Hark! The Glad Sound
Siehe Hymnus "Chesterfield"
Hark! the Herald Angels Sing
Das bekannte Weihnachtslied „Hark! The Herald Angels Sing“ (deutsch meist: Hört! Die Engel singen) hat eine komplexe Entstehungsgeschichte, bei der Text und Melodie ursprünglich nicht füreinander bestimmt waren. Der Text wurde 1739 von Charles Wesley, einem Mitbegründer der methodistischen Bewegung, verfasst. Die heute bekannte Fassung („Hark! The herald angels sing / Glory to the newborn King“) stammt von George Whitefield, einem Freund Wesleys, der den Text 1753 anpasste. Die Melodie stammt von Felix Mendelssohn Bartholdy. Er komponierte sie den Chor seines Werks Festgesang zum Gutenbergfest, das zur 400-Jahr-Feier der Erfindung des Buchdrucks in Leipzig uraufgeführt wurde.
Hymnus: MENDELSSOHN
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Il est né le divin enfant
IRBY
Die Melodie „Irby“ ist eine berühmte, statische Hymnenweise, die fast ausschließlich mit dem populären Weihnachtslied „Once in Royal David’s City“ (deutsch: „Einst in Davids Königsstadt“) assoziiert wird. Die Melodie wurde 1849 vom englischen Organisten und Komponisten Henry John Gauntlett (1805–1876) komponiert. Die Melodie erhielt den Namen „Irby“ in Anlehnung an ein kleines Dorf in Lincolnshire, England. Der genaue Grund für diese Benennung ist jedoch nicht bekannt. Gauntlett komponierte die Melodie für das Gedicht „Once in Royal David’s City“, das 1848 von der irischen Dichterin Cecil Frances Alexander in ihrem Buch Hymns for Little Children veröffentlicht wurde, um Kindern theologische Wahrheiten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses nahezubringen.
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I saw three ships
Englisches Weihnachtslied aus dem 17. Jahrhundert
I've got peace like a river
Das Lied „I've got peace like a river“ ist ein klassischer afroamerikanischer Spiritual, der heute weltweit als eines der populärsten Kirchenlieder für Kinder und Jugendliche gilt. Die genaue Entstehung ist – wie bei vielen Spirituals – nicht an eine einzelne Person gebunden. Es entstand im 19. Jahrhundert in den Sklavengemeinschaften der USA und wurde mündlich überliefert. Der Text bezieht sich vermutlich auf Jesaja 66,12: „Denn so spricht der Herr: Siehe, ich leite den Frieden zu ihr wie einen Strom...“. Auch Jesaja 48,18 nutzt dieses Bild eines tiefen, beständigen Friedens. Das Lied zeichnet sich durch seine einfache, repetitive Struktur aus, die typisch für den Call and Response-Stil ist:
- Friede wie ein Fluss – steht für Beständigkeit).
- Freude wie eine Quelle – steht für Spritzigkeit/Energie).
- Liebe wie ein Ozean – steht für Weite/Tiefe).
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Judas Maccabaeus
Alias: Tochter Zion
Alias: Thine be the Glory
Alias: Daughter of Zion, O Rejoice!
- Hans-André Stamm in "20 Choralvorspiele zur Advents- und Weihnachtszeit"
- Robert Jones in Adeste fideles "Organ works 4"
- Markus Epp im Steglitzer Orgelbüchlein
- Matthias Nagel in Special Pipes 3
- Robert Coates: "Thine be the Glory" aus Three Pieces for Organ
- Grimoaldo Macchia: Fluorish for Trumpet on Handel's "Judas Maccabaeus"
Land of Rest
„Land of Rest“ ist eine bekannte Melodie der US-amerikanischen Volks- und Kirchenmusiktradition. Die Melodie ist eine traditionelle Weise, die vermutlich aus nordenglischen oder schottischen Balladen stammt. Siedler brachten sie in die Appalachen, wo sie mündlich überliefert wurde. Schriftlich fixiert wurde sie erstmals in Sammlungen des 19. Jahrhunderts, insbesondere im einflussreichen Gesangbuch „The Sacred Harp“ (1844). Dort erschien sie oft unter dem Titel „New Prospect“. Der Name leitet sich von dem Text ab, mit dem die Melodie oft gesungen wurde: „O land of rest, for thee I sigh!“. In diesem Kontext symbolisiert das „Land der Ruhe“ das himmlische Jerusalem oder das Jenseits als Ort der Erlösung von weltlichen Leiden. Heute ist „Land of Rest“ mit dem Text „Jerusalem, My Happy Home“ verknüpft, dessen Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Musikalisch handelt es sich um eine schlichte, oft pentatonische Weise, die eine friedliche und meditative Stimmung erzeugt.
Les anges dans nos campagnes
Tune: GLORIA
Choral: Engel auf den Feldern singen
Alias: Angels We Have Heard on High
- Stefan Antweiler: Carillon, Berceuse and Toccata on "Les anges dans nos campagnes".
- Michael Helman: This Bright Festive Day
- Lambert Kleesattel: In dulci jubilo
- Jason D. Payne: Postlude on Gloria from "Christmas Jubilation"
MENDELSSOHN
Alias: Hark! the Herald Angels Sing
Mine eyes have seen the glory
Die Zeile "Mine eyes have seen the glory of the coming of the Lord" ist der feierliche Auftakt der „Battle Hymn of the Republic“, einem der bedeutendsten patriotischen Lieder der USA. Die Dichterin Julia Ward Howe schrieb das Gedicht im November 1861 während des amerikanischen Bürgerkriegs: Howe besuchte ein Lager der Unionstruppen bei Washington, D.C. Dort hörte sie die Soldaten das Lied „John Brown’s Body“ singen, das dem hingerichteten Abolitionisten gewidmet war. Ein Begleiter regte sie an, einen würdevolleren, religiös untermauerten Text für die populäre Melodie zu verfassen. Der Text ist tief in biblischer Symbolik verwurzelt und deutet den Krieg als einen göttlichen Akt der Gerechtigkeit. Der Krieg wird als Gottes Werk interpretiert, um das Böse (die Sklaverei) zu vernichten. Die nachfolgenden Zeilen beziehen sich auf die Offenbarung des Johannes: Gott zertritt die „Kelter des Zorns“, was die Bestrafung der Ungerechten symbolisiert. Das Lied stellt den Kampf der Union als Kreuzzug dar und ist ein direkter Aufruf, das eigene Leben für die Abschaffung der Sklaverei einzusetzen.
MORGENSTERN
Alias: Morning Star, O Cheering Sight!
- Michael Burkhardt: Morning Star, O Cheering Sight! - Theme and variations on MORGENSTERN
MUELLER
Alias: Away in a Manager
NEW BRITAIN
Nobody Knows the Trouble I've seen
NYT YLÖS SIELUNI
Siehe "Arise, My Soul, Arise"
Once in Royal David's City
Siehe Hymnus "Irby"
People, Look East!
RENDEZ À DIEU
Die Melodie RENDEZ À DIEU (auch bekannt als GENEVAN 118 oder GENEVAN 98) ist ein Meilenstein der protestantischen Kirchenmusik. Die Melodie wurde erstmals 1551 in der von Louis Bourgeois herausgegebenen Ausgabe des Genfer Psalters veröffentlicht. Sie wird Louis Bourgeois zugeschrieben, einem engen Weggefährten von Johannes Calvin, der als Kantor an der Kathedrale Saint-Pierre in Genf maßgeblich an der musikalischen Gestaltung der Reformation beteiligt war.
Die Melodie wird weltweit für verschiedene Texte genutzt. In englisch-sprachigen zum Beispiel als Vertonung für „Father, We Thank Thee Who Hast Planted“, "When John Baptized by Jordan's River" oder "Bread of the world" sowie anderen moderne Paraphrasen von Psalm 118. Im katholischen Gotteslob wird sie beim Choral Nun saget Dank und lobt den Herren genutzt.
Hymnus: RENDEZ À DIEU
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RICHMOND
SCHULZ
Alias: Ihr Kinderlein kommet (O come, little children)
St. Clement
Das Lied „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“ ist ein bekanntes Abendlied. Das Lied stammt ursprünglich aus England und trägt den Titel „The day thou gavest, Lord, is ended“. Die heute weltweit genutzte Melodie mit dem Namen St. Clement wurde von Clement Cotterill Scholefield komponiert. Das Lied zeichnet sich durch ein besonderes Motiv aus, das über ein reines Dankgebet für den vergangenen Tag hinausgeht: In der letzten Strophe wird der Untergang irdischer Reiche der Unzerstörbarkeit von Gottes Thron und Reich gegenübergestellt. Bekanntheit erlangte das Lied im englischsprachigen Raum vor allem durch das 60. Thronjubiläum von Königin Victoria im Jahr 1897, für das sie es sich persönlich als Hymne wünschte. Es wird bis heute oft bei Staatsakten, Trauerfeiern oder militärischen Zeremonien (wie dem Zapfenstreich) gespielt.
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SUSANI
Alias: Vom Himmel hoch, o Engel, kommt!
Alias: From Heaven high, o Angels, come!