O du fröhliche, O du selige
Das Weihnachtslied „O du fröhliche“ gehört zu den bekanntesten „Kulturgütern“ der Weihnachtszeit und wird traditionell am Ende der Christmette oder am Heiligabend gesungen. Die erste Strophe wurde von Johannes Daniel Falk (1768–1826) verfasst. Falk, ein Zeitgenosse Goethes in Weimar, schrieb das Lied ursprünglich als „Allerdreifeiertagslied“ für die Kinder seines Rettungshauses. Er wollte damit die drei Hauptfeste (Weihnachten, Ostern, Pfingsten) feiern. Da Falk nur die erste Strophe für Weihnachten vorgesehen hatte, fügte sein Gehilfe Heinrich Holzschuher (1775–1847) im Jahr 1826 die heute bekannten zweiten und dritten Strophen hinzu, um ein reines Weihnachtslied daraus zu machen. Die Weise stammt von dem sizilianischen Fischerlied „O Sanctissima“ (O du allerheiligste).
Das Lied zeichnet sich durch seinen jubelnden, hymnischen Charakter aus: das Lied ist eine direkte Aufforderung an die „Christenheit“, sich über das Heilsereignis zu freuen.
Musik-Videos
Fest-Fantasie
Komponist: Lambert Kleesattel
Literatur: In dulci jubilo - 20 Orgel-Festfantasien über Advents- und Weihnachtslieder, Nummer 17
Schwierigkeit: mittel
Tonart: D-Dur
Takt: 6/8
O How Joyfully
Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: Hymns of Joy
Schwierigkeit: einfach
O Sanctissma
Komponist: Denis Bédard
Literatur: Messe pour Orgue
Schwierigkeit: einfach - sehr schwer
Variation 1 "Andante"
Variation 2 "Con moto"
Variation 3 "Vivace"
Variation 4 "Andante"
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 238
Evangelisches Gesangbuch: EG 44
O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ward geboren:
Freue, freue dich, O Christenheit!
O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, O Christenheit!
O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, O Christenheit!