Nun jauchzt dem Herren alle Welt
Das Lied „Nun jauchzt dem Herren, alle Welt“ ist eine der bekanntesten und kraftvollsten deutschen Nachdichtungen von Psalm 100. Verfasst wurde der Text von dem bedeutenden reformierten Theologen und Dichter David Denicke. Er veröffentlichte das Lied erstmals 1646 im Hannoverschen Gesangbuch.
Das Lied folgt eng der biblischen Vorlage, dem sogenannten „Dankpsalm“: Alle Welt wird aufgefordert, Gott mit Freude zu dienen und vor sein Angesicht zu kommen. Es betont, dass Gott unser Schöpfer ist und wir „seine Schafe“ sind – ein Bild für die Geborgenheit des Menschen bei Gott. Die Strophen rufen dazu auf, mit Danken in Gottes Tore einzuziehen, da seine „Gnad und Güte“ kein Ende hat.
Musik-Videos
Arabeske
Komponist: Markus Epp
Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein
Schwierigkeit: mittel
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 144
Evangelisches Gesangbuch: EG 288
Nun jauchzt dem Herren alle Welt.
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
kommt vor sein heilig Angesicht.
Erkennt, dass Gott ist unser Herr,
der uns erschaffen ihm zur Ehr,
und nicht wir selbst; durch Gottes Gnad
ein jeder Mensch sein Leben hat.
Wie reich hat uns der Herr bedacht,
der uns zu seinem Volk gemacht;
als guter Hirt ist er bereit,
zu führen uns auf seine Weid.