Nun danket alle Gott
Das Lied „Nun danket alle Gott“ gilt als die „evangelische Nationalhymne“, ist aber heute ein fester Bestandteil der weltweiten Ökumene und wird bei großen staatlichen wie kirchlichen Festakten gesungen. Martin Rinckart schrieb das Lied vermutlich um 1630. Rinckart war Archidiakon in Eilenburg während des Dreißigjährigen Krieges und erlebte dort Hunger und Pest, was dem Danklied eine besondere Tiefe verleiht. Die heute gebräuchliche Weise stammt von Johann Crüger (1598–1662) und erschien erstmals 1647 in seiner Sammlung Praxis Pietatis Melica.
Der Text ist eine Nachdichtung eines Textes aus dem alttestamentlichen Buch Jesus Sirach (Sir 50,22–24): Die erste Strophe preist Gott als denjenigen, der uns „von Mutterleibe an“ behütet und mit „unzähl’ger Wohltat“ beschenkt hat. In der zweiten Strophe wandelt sich der Dank zur Bitte um einen „fröhlichen Geist“, „edlen Frieden“ und die Bewahrung vor Not. Die dritte Strophe ist eine feierliche Doxologie (Lobpreis) an die Dreifaltigkeit.
Musik-Videos
Trio
Komponist: Jost Dany
Literatur: Zehn Choralbearbeitungen
Schwierigkeit: einfach
Hymn Improvisation
Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: Praise & Thanksgiving - Set 4
Schwierigkeit: mittel
Nun danket alle Gott
Komponist: Albert L. Travis
Literatur: Joyful, joyful
Schwierigkeit: mittel
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 405
Evangelisches Gesangbuch: EG 321
Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
unzählig viel zugut bis hierher hat getan.
Der ewigreiche Gott woll' uns in unserm Leben
ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben
und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
und uns aus aller Not erlösen hier und dort.