Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
Das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ ist eines der populärsten Adventslieder und eröffnet in den meisten Gemeinden die Adventszeit. Georg Weissel verfasste den Text im Jahr 1623. Er schrieb es anlässlich der Einweihung der neu errichteten Altroßgärtner Kirche in Königsberg am 2. Adventssonntag. Die heute bekannte Weise erschien erstmals im Preußischen Festlieder-Buch (Elbing 1642). Sie wird oft Johann Stobäus zugeschrieben, basiert aber vermutlich auf einer älteren Volksweise oder wurde von Weissel selbst mitbeeinflusst.
Der Text ist eine prachtvolle Auslegung von Psalm 24 („Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe“). Das Lied bezieht sich historisch auf den Einzug Jesu in Jerusalem (Palmsonntag), wird aber im Advent als Bild für das Ankommen Gottes in der Welt und im menschlichen Herzen verstanden. Die fünf Strophen beschreiben verschiedene Aspekte des „Königs“: Er ist ein Helfer, sanftmütig, ein Bringer von Heil und Licht.
Musik-Videos
Fest-Fantasie
Komponist: Lambert Kleesattel
Literatur: In dulci jubilo - 20 Orgel-Festfantasiene über Advents und Weihnachtslieder, Nummer 1
Schwierigkeit: mittel
Tonart: Es-Dur
Takt: 3/4
Andachts-Walzer
in Gedenken an J. Strauß
Komponist: Thomas Riegler
Literatur: S(w)inget dem Herrn ein neues Lied
Schwierigkeit: mittel
Choralvorspiel
Komponist: Robert Jones
Literatur: Adeste fideles "Organ works 4"
Schwierigkeit: mittel
Präludium
Komponist: Dieter Blum
Literatur: Orgelstücke zum Gotteslob Band 1
Schwierigkeit: mittel
Trio in modo barocco
Komponist: Markus Epp
Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein
Schwierigkeit: schwer
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 218
Evangelisches Gesangbuch: EG 1
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
Es kommt der Herr der Herrlichkeit,
Ein König aller Königreich,
Ein Heiland aller Welt zugleich,
Der Heil und Leben mit sich bringt;
Derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
Mein Schöpfer reich von Rat.
Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
Sein Königskron ist Heiligkeit,
Sein Zepter ist Barmherzigkeit;
All unsre Not zum End er bringt,
Derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
Mein Heiland groß von Tat.