Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren
Das Lied „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ gilt als das bekannteste Loblied der deutschsprachigen Christenheit und wird oft in Festgottesdiensten gesungen. Der Text wurde verfasst von Joachim Neander im Jahr 1680. Neander war ein reformierter Lehrer und Kirchenlieddichter. Er schrieb das Lied kurz vor seinem frühen Tod als Ausdruck tiefster Dankbarkeit. Neander griff auf eine ältere weltliche Volksweise zurück, die bereits im 17. Jahrhundert (belegt im Stralsunder Gesangbuch 1665) für geistliche Texte genutzt wurde. Er passte seinen Text meisterhaft an diesen feierlichen Rhythmus an.
Das Lied ist eine freie Nachdichtung der Lobpsalmen, insbesondere von Psalm 103 („Lobe den Herrn, meine Seele“) und Psalm 150. Es ruft nicht nur den Einzelnen, sondern alles, was „Odem hat“, dazu auf, in den Lobpreis einzustimmen. Ein zentrales Motiv ist das Staunen darüber, wie Gott dem Menschen in der Not begegnet ist.
Musik-Videos
Meditation
Komponistin: Brita Leutert-Falch
Literatur: Jazz- und Rhythmus-orientierte Orgelmusik
Schwierigkeit: mittel
Toccata
Komponistin: Brita Leutert-Falch
Literatur: Jazz- und Rhythmus-orientierte Orgelmusik
Schwierigkeit: mittel
Lobe den Herren
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Großer Gott, wir loben dich
Komponist: Joachim Roller
Literatur: Festliche Choralconcerti
Schwierigkeit: mittel
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 392
Evangelisches Gesangbuch: EG 316
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören!
Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?
Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!