Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein
Das Lied „Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein“ ist eine deutsche Übertragung des lateinischen Pfingsthymnus „Veni creator spiritus“. Es ist das klassische Lied für Pfingsten, wird aber auch bei anderen feierlichen Anlässen gesungen, bei denen der Beistand des Heiligen Geistes erbeten wird. Das Lied ist eine feierliche Anrufung des Heiligen Geistes. Der Text spielt auf die sieben Gaben des Heiligen Geistes an (nach Jesaja 11,2), die den Gläubigen Kraft und Weisheit schenken sollen:
"Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: / der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, / der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht."
Der Hymnus stammt vermutlich aus dem 9. Jahrhundert und wird oft Rabanus Maurus (ca. 780–856), dem Erzbischof von Mainz, zugeschrieben. Die heute im Gotteslob (GL 342) und im Evangelischen Gesangbuch (EG 126) gebräuchliche Nachdichtung wurde von Heinrich Bone (1813–1893) im Jahr 1847 verfasst. Die Melodie basiert auf dem lateinischen Originalton aus dem 10. oder 11. Jahrhundert, der im Laufe der Zeit leicht angepasst wurde.
Musik-Videos
Präludium
Komponist: Dieter Blum
Literatur: Orgelstücke Band 5 - Pfingsten
Schwierigkeit: einfach
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 351
Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein,
besuch das Herz der Kinder dein:
Die deine Macht erschaffen hat,
erfülle nun mit deiner Gnad.
Der du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut,
der Seele Salbung, höchstes Gut.
O Schatz, der siebenfältig ziert,
o Finger Gottes, der uns führt,
Geschenk, vom Vater zugesagt,
du, der die Zungen reden macht.