In dieser Nacht, sei du mir Schirm und Wacht
Das Lied „In dieser Nacht, sei du mir Schirm und Wacht“ ist ein klassisches Abendlied, das vor allem im katholischen Raum verbreitet ist. Die Wurzeln des Textes liegen im anonymen geistlichen Volksgut des 18. Jahrhunderts. Er wurde erstmals in einem Kölner Gesangbuch von 1727 belegt. Die heute gebräuchliche Weise geht auf ein Düsseldorfer Gesangbuch von 1759 zurück. Die Melodie ist schlicht und einprägsam, was zur Popularität des Liedes als Hausgebet beitrug.
Das Lied ist ein typisches Abend- und Vertrauensgebet. Es thematisiert die menschliche Schutzbedürftigkeit während der Dunkelheit und der Nacht: Gott wird als Beschützer („Schirm“) angerufen, der über den Schlafenden wacht. In der zweiten Strophe werden die „heiligen Wunden“ Jesu als metaphorischer Ort der Ruhe und Zuflucht für die Seele beschrieben.
Musik-Videos
Choralbearbeitung
Komponist: Franz Reithmeier
Literatur: Choralbearbeitungen Band 3
Schwierigkeit: einfach
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 91
In dieser Nacht, sei du mir Schirm und Wacht
o Gott, durch deine Macht wollst mich bewahren
vor Sünd und Leid, vor Satans List und Neid
Hilf mir im letzten Streit, in Todsgefahren
O Jesu mein, die heilgen Wunden dein
mir sollen Ruhstatt sein für meine Seele
In dieser Ruh schließ mir die Augen zu
den Leib und alles Gut ich dir befehle
O große Frau, Maria, auf mich schau
mein Herz ich dir vertrau in meinem Schlafen
Auch schütze mich, Sankt Josef, väterlich
Schutzengel, streit für mich mit deinen Waffen