Es kommt ein Schiff, geladen
Das Lied „Es kommt ein Schiff, geladen“ ist eines der ältesten und bildstärksten Adventslieder im deutschsprachigen Raum. Die älteste erhaltene Textfassung findet sich in einem Marienliedblatt aus dem Jahr 1450. Die heute gebräuchliche Melodie stammt aus dem Jahr 1608 (Andernacher Gesangbuch). Sie ist im tänzerischen 6/4-Takt gehalten und spiegelt den wiegenden Charakter eines Schiffes wider.
Das Lied nutzt die mittelalterliche Schiffs-Allegorie für die Menschwerdung Gottes:
- Das Schiff: Es ist ein Bild für die Jungfrau Maria, die den göttlichen Inhalt trägt.
- Die Ladung: Die „teure Last“ im Bauch des Schiffes ist Jesus Christus, der „Gottes Sohn“ und das „Wort Gottes“.
- Segel und Mast: Das Segel wird oft als die Liebe gedeutet, der Mast als der Heilige Geist, der das Schiff (Maria) vorantreibt.
- Ankunft: Das Schiff kommt „bis an das Gestade“ (das Ufer), was die Geburt Christi und sein Eintreffen in der menschlichen Welt symbolisiert.
Musik-Videos
Choralvorspiel
Komponist: Hans-André Stamm
Literatur: 20 Choralvorspiele zur Advents- und Weihnachtszeit
Schwierigkeit: einfach
Choralvorspiel
Komponist: Franz Reithmeier
Literatur: 12 Choralvorspiele zu Advent- und Weihnachtsliedern
Schwierigkeit: einfach - schwer
Gottes Sohn voll Gnaden
Advent-Meditation
Komponist: Matthias Nagel
Literatur: Special Pipes 3, Nummer 1
Schwierigkeit: mittel
Ton-Art: a-moll
Takt: 3/4
Fest-Fantasie
Komponist: Lambert Kleesattel
Literatur: In dulci jubilo - 20 Orgel-Festfantasien über Advents- und Weihnachtslieder, Nummer 5
Schwierigkeit: mittel
Tonart: d-moll, f-moll
Takt: 3/4 und 4/4
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 236
Evangelisches Gesangbuch: EG 8
Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden, des Vaters ewigs Wort.
Das Schiff geht still im Triebe, es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe, der Heilig Geist der Mast.
Der Anker haft´ auf Erden, da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden, der Sohn ist uns gesandt.