Es ist ein Ros' entsprungen

Das Lied "Es ist ein Ros' entsprungen" entstand vermutlich im 16. Jahrhundert im Raum Trier. Die früheste bekannte schriftliche Fassung findet sich in einer Trierer Handschrift (um 1582/1588). Die heute weltberühmte vierstimmige Fassung stammt von dem protestantischen Komponisten Michael Praetorius (1571–1621), der sie 1609 in seiner Sammlung Musae Sioniae veröffentlichte. Der Text bezieht sich auf eine Prophezeiung aus dem Buch Jesaja (11,1): „Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor...“. Jesse (oder Isai) ist der Vater von König David, aus dessen Geschlecht der Messias hervorgehen sollte. Ursprünglich war vermutlich ein „Reis“ (Zweig/Spross) gemeint. Im Laufe der Zeit wandelte sich dies im Volksmund zur „Rose“. In der katholischen Tradition wird das „Reis“ oft als Maria (lateinisch virga für Reis, ähnlich zu virgo für Jungfrau) gedeutet, während das „Blümlein“ für Jesus Christus steht. Das Lied wird traditionell in der Weihnachtszeit gesungen, oft als Teil der Christmette oder bei Krippenspielen. Es verbindet die klirrende Kälte des Winters mit der hoffnungsvollen Wärme der Geburt Christi.

Musik-Videos

Quasi Huapango

Komponist: Andreas Willscher

Literatur: Weihnachtsalbum

Schwierigkeit: mittel

Choralvorspiel

Christmas Hymn Improvisation

Komponist: Michael Burkhardt
Literatur: Five Christmas Hymn Improvisations
Schwierigkeit: einfach

"Wiegenlied für die Christrose" und "Auf Rosen gebettet"

Komponist: Thomas Riegler

Literatur: Originelle Choralvorspiele Band 1

Schwierigkeit: einfach

Liedtext

Katholisches Gotteslob: GL 243
Evangelisches Gesangbuch: EG 30

Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein, das ich meine, davon Jesaia sagt,
ist Maria, die Reine, die uns das Blümlein bracht.
Aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren
und blieb doch reine Magd.

Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß,
mit seinem hellen Scheine vertreibt’s die Finsternis,
wahr‘ Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod.

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