Die güldne Sonne voll Freud und Wonne

Das Lied „Die güldne Sonne voll Freud und Wonne“ ist ein prachtvolles Morgenlied des Barock. Im Evangelischen Gesangbuch (EG) steht es unter der Nummer 449, im katholischen Gotteslob (GL) unter der Nummer 445. Der Text gehört zu den späten Werken Paul Gerhardt (1607–1676) aus dem Jahr 1666. Die Melodie hat  Johann Georg Ebeling (1637–1676) komponiert - sie erschien erstmals 1666 in der Sammlung „Pauli Gerhardi Geistliche Andachten“. Die Melodie ist im feierlichen 3/2-Takt gehalten und strahlt eine majestätische Ruhe aus.  

Das Lied ist ein Hymnus auf die Schöpfung und das Gottvertrauen. Der Aufgang der Sonne wird als Bild für die Güte Gottes und den Sieg des Lichts über die Dunkelheit der Nacht (und des Todes) genutzt. Gerhardt thematisiert auch die Hinfälligkeit alles Irdischen. Während das menschliche Leben kurz und voller Mühsal ist, bleibt Gottes Gnade beständig.

Musik-Videos

Concertino

Komponist: Markus Epp
Literatur: Steglitzer Orgelbüchlein
Schwierigkeit: mittel

Liedtext

Katholisches Gotteslob: GL 445
Evangelisches Gesangbuch: EG 449

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen
ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
aber nun steh ich, bin munter und fröhlich,
schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

Mein Auge schauet, was Gott gebauet
zu seinen Ehren und uns zu lehren,
wie sein Vermögen sei mächtig und groß
und wo die Frommen dann sollen hinkommen,
wann sie mit Frieden von hinnen geschieden
aus dieser Erden vergänglichem Schoß.

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