Der Mond ist aufgegangen

Das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ (Originaltitel: Abendlied) ist eines der bekanntesten Werke der deutschen Literatur und ein fester Bestandteil des christlichen Liedguts. Der Texter ist Matthias Claudius (1740–1815), ein Dichter und Journalist aus Wandsbek. Das Gedicht wurde erstmals 1779 im „Vossischen Musen-Almanach“ veröffentlicht.  Die heute weltweit bekannte Melodie stammt von Johann Abraham Peter Schulz (1747–1800).

 

Das Lied umfasst sieben Strophen und verbindet eine schlichte Naturbeschreibung mit tiefer Spiritualität und Lebensweisheit: so beschreiben die ersten beiden Strophen die friedliche Atmosphäre der Natur am Abend (Mond, Sterne, schweigender Wald, Nebel), die zur inneren Einkehr einlädt.

Musik-Videos

Choral-Bearbeitung

Komponist: Franz Reithmeier

Literatur: Choralbearbeitungen 3, Nummer 6

Schwierigkeit: einfach

Takt: 4/4

Tonart: F-Dur

Liedtext

Katholisches Gotteslob: GL 93
Evangelisches Gesangbuch: EG 482

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

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