Christi Mutter stand mit Schmerzen

Das Lied „Christi Mutter stand mit Schmerzen“ ist die deutsche Fassung des berühmten mittelalterlichen Hymnus „Stabat Mater“. Das Stabat Mater entstand im 13. Jahrhundert. Als Verfasser gilt traditionell der Franziskaner Jacopone da Todi, wobei die Forschung auch andere Autoren dieser Epoche diskutiert. Der im Gotteslob verwendete Text ist eine Nachdichtung von Heinrich Bone aus dem Jahr 1847. Er übersetzte die lateinischen Verse in eine volkstümliche, tief emotionale deutsche Form. 

 

Die heute im Gotteslob-Stammteil verwendete Weise stammt laut Quellenangabe aus Köln (1638). Zwar gibt es ältere klagende Melodien zum Stabat Mater in verschiedenen Cantualen (wie dem Mainzer Cantual), doch die Standardmelodie des aktuellen Gesangbuchs wird auf das 17. Jahrhundert datiert. Sie ist schlicht und klagend gehalten, um den meditativen Charakter des Textes zu unterstützen.

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Orgel-Bearbeitung

Komponist: Wolfram Rehfeldt

Literatur: Stern im Lebensmeere, Nummer 3

Schwierigkeit: einfach

Tonart: F-Dur

Takt: 4/4

Liedtext

Katholisches Gotteslob: GL 532

Christi Mutter stand mit Schmerzen
bei dem Kreuz und weint' von Herzen,
als ihr lieber Sohn da hing.
Durch die Seele voller Trauer,
schneidend unter Todesschauer
jetzt das Schwert des Leidens ging.

Welch ein Schmerz der Auserkorenen,
da sie sah den Eingebornen,
wie er mit dem Tode rang.
Angst und Jammer, Qual und Bangen,
alles Leid hielt sie umfangen,
das nur je ein Herz durchdrang.

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