Christ ist erstanden
Das Lied „Christ ist erstanden“ ist das älteste erhaltene liturgische Lied in deutscher Sprache und ein Monument der Musikgeschichte. Die Wurzeln des Liedes reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Es entstand als eine sogenannte „Leise“ (volkssprachliche Antwortgesänge, die auf „Kyrie eleison“ enden). Das Lied ist eine freie deutsche Übertragung der lateinischen Ostersequenz „Victimae paschali laudes“. Die Melodie entwickelte sich im Hochmittelalter aus den Motiven der lateinischen Sequenz und erhielt im 15. Jahrhundert ihre heute bekannte Form.
„Christ ist erstanden“ gilt als die „Ur-Osterhymne“ und hat eine tiefgreifende theologische Aussagekraft:
Die erste Strophe proklamiert die Auferstehung als Befreiung aus der Marter (dem Leiden am Kreuz). Die zweite Strophe betont die existenzielle Bedeutung von Ostern: ohne die Auferstehung gäbe es kein Heil für die Welt. Jede der drei Strophen endet mit dem Ruf „Kyrie eleis“ (Herr, erbarme dich). Dies verbindet den Jubel über den Sieg Christi mit der demütigen Bitte um Gottes Erbarmen.
Musik-Videos
Meditation
Komponist: Thomas Riegler
Literatur: Originelle Choralvorspiele Band 2
Schwierigkeit: mittel
Fanfare
Komponist: Daniel Tepper
Literatur: Suite pasquale
Schwierigkeit: schwer
Sarabande
Komponist: Daniel Tepper
Literatur: Suite pasquale
Schwierigkeit: mittel
Aria
Komponist: Daniel Tepper
Literatur: Suite pasquale
Schwierigkeit: einfach
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 318
Evangelisches Gesangbuch: EG 99
Christ ist erstanden von der Marter alle;
des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen;
seit dass er erstanden ist,
so lobn wir den Vater Jesu Christ.
Kyrieleis.
Halleluja, Halleluja, Halleluja!
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.