Bleib bei mir, Herr
Das Lied nutzt die Metapher des sinkenden Tages für das Ende des Lebens und die Vergänglichkeit der Welt: der Refrain „Herr, bleib bei mir“ ist eine direkte Bitte um die Nähe Gottes in Zeiten der Dunkelheit – sei es am Ende eines Tages, in Lebenskrisen oder im Angesicht des Todes. Der Text reflektiert, dass alles Irdische vergeht. Im englischsprachigen Raum ist „Abide with me“ fester Bestandteil staatlicher Gedenkfeiern.
Musik-Videos
Choral-Bearbeitung
Komponist: Franz Reithmeier
Literatur: Choralbearbeitungen 3, Nummer 11
Schwierigkeit: einfach
Tonart: Es-Dur
Takt: 4/4
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 94 (Auch: GL 325 - Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit)
Evangelisches Gesangbuch: EG 488
Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein.
Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein.
Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier?
Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir!
Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht,
die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht;
umringt von Fall und Wandel leben wir.
Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir!
Ich brauch zu jeder Stund dein Nahesein,
denn des Versuchers Macht brichst du allein.
Wer hilft mir sonst, wenn ich den Halt verlier?
In Licht und Dunkelheit, Herr, bleib bei mir!