Befiehl du deine Wege

Das Lied „Befiehl du deine Wege“ gilt als das bekannteste Trostlied der evangelischen Christenheit und ist im Evangelischen Gesangbuch (EG 361) sowie im katholischen Gotteslob (GL 418) vertreten. Der Text stammt von Paul Gerhardt aus dem Jahr 1653. Gerhardt schrieb das Lied während der entbehrungsreichen Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die heute gebräuchliche Melodie stammt von Bartholomäus Gesius, wurde aber durch Johann Georg Ebeling für Gerhardts Text adaptiert.

Das Lied thematisiert das unerschütterliche Vertrauen in die göttliche Vorsehung, selbst wenn die äußeren Umstände hoffnungslos erscheinen: das Bild der „Wolken, Luft und Winde“, denen Gott Bahn und Weg weist, dient als Metapher für das menschliche Leben. Wenn Gott die Naturgewalten lenkt, wird er auch einen „Weg finden“, den der Mensch allein nicht sieht. Ein zentrales Motiv ist dabei das Warten auf den richtigen Zeitpunkt Gottes.

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Choralvorspiel

Komponist: Thomas Riegler
Literatur: Originelle Choralvorspiele Band 1
Schwierigkeit: mittel

Liedtext

Katholisches Gotteslob: GL 418
Evangelisches Gesangbuch: EG 361

Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kränkt
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt:
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuß gehen kann.

Dem Herren musst du trauen,
Wenn dirs soll wohlergehn,
Auf sein Werk mußt du schauen,
Wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
Und mit selbsteigner Pein
Läßt Gott ihm gar nichts nehmen,
Es muss erbeten sein.

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