Ave Maria zart
Das Lied „Ave Maria zart“ ist ein marianischer Hymnus im deutschsprachigen Raum. Der Text stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Marienlied „Ave Maria zart“ hat eine direkte und fundamentale Verbindung zu Johann Georg Franz Braun (ca. 1630–1675): er hat sowohl den Text als auch die Melodie verfasst hat. Das Lied wurde in Brauns bedeutender Liedersammlung Echo Hymnodiae Coelestis veröffentlicht. Braun komponierte die ausdrucksstarke Melodie zu einem selbst verfassten Gebetstext an die unbefleckt empfangene Gottesmutter. In der Originalfassung war das Lied als Adventslied gedacht, konnte jedoch laut Braun „zu aller Zeit“ gesungen werden. Das Lied zeichnet sich durch eine besonders zärtliche und bildreiche Sprache aus, die typisch für die Barockfrömmigkeit ist: es begrüßt Maria als „zartes“, „liebliches“ und „edles“ Geschöpf. Sie wird als „Ros’ ohn’ alle Dorn’“ bezeichnet, was auf die theologische Vorstellung ihrer Sündlosigkeit (Immaculata) anspielt.
Musik-Videos
Trio
Komponist: Jost Dany
Literatur: Zehn Choralbearbeitungen
Schwierigkeit: einfach
Ave Maria zart
Komponist: Wolfram Rehfeldt
Literatur: Stern im Lebensmeere, Nummer 2a.
Schwierigkeit: einfach
Tonart: D-Dur
Takt: 9/8
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 527
Ave Maria zart, du edler Rosengart,
lilienweiß, ganz ohne Schaden,
ich grüße dich zur Stund mit Gabrielis Mund:
Ave, die du bist voller Gnaden.
Du hast des Höchsten Sohn, Maria rein und schön,
in deinem keuschen Schoß getragen,
den Heiland Jesus Christ, der unser Retter ist
aus aller Sünd und allem Schaden.
Denn nach dem Sündenfall wir warn verstoßen all
und sollten ewig sein verloren.
Da hast du, reine Magd, wie dir vorhergesagt,
uns Gottes Sohn zum Heil geboren.