Auf, auf, mein Herz, mit Freuden
Das Lied „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ ist eines der bedeutendsten Osterlieder der Barockzeit. Verfasst wurde es von Paul Gerhardt (1607–1676), einem bedeutenden deutschen Kirchenlieddichter: er schrieb den Text im Jahr 1647, kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Die Melodie stammt aus der Feder von Johann Crüger (1598–1662). Die Melodie zeichnet sich durch ihren tänzerischen, aufsteigenden Charakter aus, der die österliche Freude musikalisch unterstreicht.
Das Lied beschreibt den Sieg Christi über den Tod und die daraus resultierende Hoffnung für den Gläubigen. In den mittleren Strophen zeigt sich eine barocke Besonderheit: Der Gläubige spottet fast schon über die Mächte der Finsternis - dies ist ein Ausdruck unerschütterlichen Gottvertrauens in einer kriegsgezeichneten Zeit.
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Herzklopfen
Komponist: Thomas Riegler
Literatur: Originelle Choralvorspiele Band 2
Schwierigkeit: mittel
Liedtext
Katholisches Gotteslob: GL 317
Evangelisches Gesangsbuch: EG 112
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden
nimm wahr, was heut geschieht;
wie kommt nach großem Leiden
nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt
da, wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist
gen Himmel ist gereist.
Die Welt ist mir ein Lachen
mit ihrem großen Zorn;
sie zürnt und kann nichts machen,
all Arbeit ist verlorn.
Die Trübsal trübt mir nicht
mein Herz und Angesicht;
das Unglück ist mein Glück,
die Nacht mein Sonnenblick.